Beste Nations League Wettanbieter 2026 – Zehn erlaubte Anbieter, ein Maßstab

Updated Oktober 2026
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Aktualisiert am 30. Oktober 2026. Erlaubnisangaben geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL).

Ein Länderspiel im Ligaformat ist für den Wettmarkt ein merkwürdiges Produkt. Die Mannschaften kennt jeder, die Aufstellungen stehen erst kurz vor Anpfiff, und die zweite Halbzeit eines Nations-League-Spiels im November hat für einen Profi oft weniger Gewicht als das Vereinsprogramm drei Tage später. Genau daraus entsteht die Lücke, um die es auf dieser Seite geht: Der Buchmacher kennt die Mannschaft, aber nicht den Ernstfall.

Ein Fußballtor mit gespanntem Netz steht auf einem leeren Rasenplatz, davor ein einzelner Ball, Morgendunst liegt über dem Feld.
In der UEFA Nations League spielen die 55 Mitgliedsverbände in vier Ligen (A bis D) in Gruppen mit drei oder vier Teams jeweils in Hin- und Rückspiel; seit 2020/21 gibt es 14 Gruppen.

Wer in Deutschland auf die UEFA Nations League wetten will, hat keine zehn Wege zur Auswahl. Er hat einen. Der Glücksspielstaatsvertrag erlaubt Wetten auf Länderspiele nur bei Anbietern mit deutscher Sportwetten-Erlaubnis, und der Nachweis läuft über eine amtliche Liste. Alles andere ist ein Angebot ohne Permit — mit allen Konsequenzen, die im Abschnitt Rechtslage erläutert werden. Die Wahl besteht also nicht zwischen zehn Buchmachern, sondern zwischen einem Dutzend lizenzierter Häuser, die sich in Quoten, Marktbreite und Bedingungen unterscheiden. Und zwischen der Frage, ob man den Umweg über einen Anbieter ohne Erlaubnis überhaupt gehen will.

Was dabei meist untergeht: Der Unterschied zwischen zwei Buchmachern an derselben Partie liegt selten bei zwei Zehnteln in der Quote. Er liegt darin, wie viel vom Euro überhaupt zurückkommt. Ein 1X2-Markt mit den Quoten 2,10 für den Heimsieg, 3,40 für das Remis und 3,60 für den Auswärtssieg — ein Rechenbeispiel, keine abgeschriebene Preisliste — kommt auf eine Auszahlungsquote von 96,60 %. Die Differenz zum vollen Euro, 3,40 %, ist das, was das Haus an diesem Markt behält. Das klingt nach Peanuts. Es ist der teuerste Satz auf dieser Seite, weil er bei jedem Einzelnen jeder Wette anfällt, ob gewonnen oder verloren.

Rechtslage: Wer in Deutschland überhaupt Wetten auf Länderspiele annehmen darf

Die Erlaubnis für Sportwetten im Internet erteilt die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz in Halle (Saale) unter dem GlüStV 2021, in Kraft seit dem 1. Juli 2021. Sie ist zuständig für die Erteilung, die Aufsicht und die Bußgelder. Ein Detail, das überraschend viele Ratgeber falsch darstellen: Die Sportwettensteuer ist keine Sache der Behörde, sondern des Finanzamts. Wer bei der GGL nach der Steuer fragt, fragt an der falschen Tür.

Ein aufgeschlagenes Buch mit leeren Seiten liegt neben einem Füllfederhalter auf einer Holzplatte, Fensterlicht fällt von links.
Für bet365 führt die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Warum die Whitelist die einzige Prüfung ist, die trägt

Der amtliche Whitelist-Eintrag nach § 9 Abs. 8 GlüStV ist der einzige belastbare Nachweis. Ein Impressum, ein Siegel auf der Startseite oder der Satz „lizenziert in Malta“ beweisen für den deutschen Markt nichts. Manche Anbieter mit deutscher Erlaubnis präsentieren sich gern international, manche ohne werben gern mit einer ausländischen Lizenz — beides ist für die Frage, ob ein Wettvertrag in Deutschland zulässig zustande kommt, ohne Belang.

Der Stand der Liste vom 2. Oktober 2026 enthält 30 Einträge: 27 Inhaber mit einer Sportwetten-Erlaubnis, davon zwei zusätzlich mit Pferdewetten, und drei Inhaber, die ausschließlich Pferdewetten anbieten. Jede dort eingetragene Domain ist eine .de-Domain. Daraus folgt aber nicht das Umgekehrte: Eine .de-Domain allein sagt gar nichts. Der Betreiber kann sie sich registrieren, wer will.

Ein Smartphone mit dunklem Display liegt neben einer Kaffeetasse und einem Notizblock auf einem hellen Tisch.
Die UEFA Nations League 2024/25 gewann Portugal im Finale gegen Spanien: 2:2 nach Verlängerung, 5:3 im Elfmeterschießen; die Endrunde fand in Deutschland statt.

Eine erste Erlaubnis läuft fünf Jahre nach § 4c Abs. 1 GlüStV. Die Whitelist führt nur Erteilungsdaten, kein Ablaufdatum — wer dort ein Enddatum findet, hat es erfunden. Und wichtig für die Zuordnung: Nur die unter der Sporterlaubnis gelistete Domain darf Sportwetten annehmen. Die Automaten-, Poker- oder Casino-Erlaubnis desselben Halters ist eine andere Erlaubnis mit anderen Regeln. Ein Halter mit Slots-Permit ist damit kein einziger Sportwetten-Anbieter mehr als vorher.

Welche Wetten das Sportwettprogramm zulässt

Erlaubt sind Festquotenwetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon sowie auf Zwischenfälle darin, als Einzel- oder Kombinationswette nach § 21 Abs. 1 GlüStV — aber nur die Wetten, die die GGL im Sportwettprogramm nach § 21 Abs. 5 zugelassen hat. Der Katalog der Behörde ist enger, als die Startseiten mancher Anbieter suggerieren.

Dasselbe gilt für Livewetten. § 21 Abs. 4 erlaubt während eines laufenden Ereignisses nur Wetten auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine ähnliche Komponente, und nur in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Das nächste Tor im Fußball ist damit zulässig, der nächste Satz im Tennis auch. Der nächste Punkt im Tennis und der nächste Korb im Basketball fallen raus. Wer sich über ein dünnes Live-Programm bei einem Länderspiel ärgert, ärgert sich in Wahrheit über den Gesetzgeber, nicht über den Anbieter.

Ausgeschlossen sind weiter Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige oder Amateure teilnehmen — die Behördenpraxis rechnet Fußball unterhalb der 3. Liga dem Amateurbereich zu —, manipulationsträchtige Wetten sowie Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung. Wetten auf gesellschaftliche oder politische Ereignisse sind nicht zulässig. E-Sport: Die GGL stellt fest, dass Wetten auf E-Sport nicht möglich sind, weil E-Sport nicht als Sport anerkannt ist. In Deutschland existiert kein lizenziertes E-Sport-Wettenangebot. Und Gewinne werden erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt.

Zum Cash Out findet sich weder eine gesetzliche noch eine behördliche Regel. Diese Funktion ist ausschließlich eine Eigenschaft des jeweiligen Anbieters, und wer sie nutzt, nutzt sie zu dessen Bedingungen. Eine Obergrenze für den Einsatz auf eine einzelne Sportwette kennt das Gesetz übrigens nicht.

Was eine fehlende Erlaubnis den Anbieter und den Spielenden kostet

Wer in Deutschland Sportwetten ohne deutsche Erlaubnis anbietet, veranstaltet unerlaubtes Glücksspiel nach § 4 Abs. 1 GlüStV. Eine Curaçao-, Anjouan- oder Malta-Lizenz hat hierzulande keine Relevanz. Die GGL hat am 17. September 2026 in einer Verbraucherwarnung ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten gewarnt — als Beispiel nennt sie Platincasino. Die Behörde begleitet solche Fälle mit Untersagungsverfügungen, Zahlungs- und Netzwerkblockaden nach § 9 GlüStV.

Auf der Strafseite steht das Veranstalten nach § 284 StGB bis zu zwei Jahren Freiheitstrafe oder Geldstrafe, das Werben bis zu einem Jahr, die Teilnahme nach § 285 StGB bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe. Verurteilungen einzelner Spielender sind nicht belegt. Das ist weder ein Freibrief noch ein Grund, in Panik zu verfallen — wer allerdings glaubt, die Teilnahme sei rechtlich ein Nicht-Thema, glaubt etwas, das niemand belegen kann.

Zivilrechtlich ist die Lage in Bewegung. Der Bundesgerichtshof hat dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 unter dem Aktenzeichen I ZR 90/23 die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit der Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; in dem Verfahren fordert ein Kläger von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Generalanwalt Nicholas Emiliou hält es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 in der Rechtssache C-530/24 grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Sportwettenanbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten — mit der Ausnahme, dass Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Zugesprochen ist damit nichts. Wer sich auf einen Rückzahlungsanspruch verlässt, verlässt sich auf ein Verfahren, das noch läuft.

Die ehrliche Gegenüberstellung liest sich so: Ein Anbieter ohne deutsche Erlaubnis verspricht höhere Limits und mehr Freiheit, liefert dafür aber keinen Zugang zu den deutschen Schutzsystemen und keine Rechtssicherheit. Ein Anbieter von der Whitelist liefert beides — und verlangt im Gegenzug das Einzahlungslimit, das eingeschränkte Live-Programm, die vollständige Verifizierung und Zahlungen vom eigenen Konto.

Die Steuer sitzt im Einsatz, nicht im Gewinn

Die Sportwettensteuer beträgt 5,3 % auf den Einsatz abzüglich der Steuer selbst (rund 5 % des eingezahlten Betrags). Geschuldet wird sie vom Veranstalter der Wette, nicht vom Wettenden, so § 19. Ob und wie ein Anbieter sie weitergibt, ist dessen eigene Entscheidung — und deshalb steht sie auf dieser Seite nur dort, wo ein Anbieter sie selbst in seinen Bedingungen ausweist.

Ein unangenehmer Nebensatz: Die Steuer trifft auch unerlaubte Anbieter. Eine gezahlte Steuer ist kein Nachweis einer Erlaubnis.

Verantwortungsvoll wetten: was das deutsche System verlangt und was es nicht schützt

Bei einem Wettkalender mit so vielen Länderspielterminen wie im Herbst ist die Verlockung groß, jeden Abend etwas laufen zu lassen. Deutschland hat dafür ein Regelwerk gebaut, das an mehreren Stellen zubeißt — und das man kennen sollte, bevor man es kennenlernen muss.

Die Teilnahme ist ab 18 Jahren erlaubt, § 4 Abs. 3 GlüStV. Pro Anbieter ist ein Konto vorgesehen, mit vollständiger Verifizierung, § 6a. Vor abgeschlossener Verifizierung darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden Spiel erlauben, mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen. Das ist keine Kulanzfrist, sondern die Grenze des Erlaubten.

Einzahlungslimit und Limitdatei

Das zentrale Instrument ist das Einzahlungslimit nach § 6c Abs. 1: standardmäßig 1.000 € pro Kalendermonat, und zwar über alle Anbieter hinweg, durchgesetzt über die LUGAS-Limitdatei. Ein Anbieter, dessen Erlaubnis es zulässt, kann für eine einzelne Person ein höheres Limit setzen, bis 10.000 € — zwischen 10.000 € und 30.000 € bei höchstens 1 % seiner aktiven Spielenden — und nur bei nachweisbarer wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit. Eine Selbstauskunft genügt dafür nicht. Nach unten wirkt eine Senkung sofort, nach oben erst nach sieben Tagen. Wer also meint, er könne sein Limit schnell mal anheben, wenn er Lust hat, wird von der Wartezeit ausgebremst, nicht von seinem Willen.

Paralleles Spielen bei mehreren Anbietern ist nach § 6h untersagt und läuft über die Aktivitätsdatei. Der Mechanismus ist der Grund, warum das Monatslimit überhaupt funktioniert.

OASIS und der Panikbutton

OASIS ist das bundesweite Sperrsystem nach §§ 8, 8a GlüStV, abgefragt bei der Registrierung und bei jedem Login. Wer sich mit einer Frist sperren lässt, ist mindestens drei Monate gesperrt; ohne Angabe einer Frist mindestens ein Jahr. Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 löst dagegen sofort eine 24-stündige Sperre aus. Für den Fall, dass ein Spielabend außer Kontrolle gerät, ist das keine kleine Funktion, sondern die Notbremse.

Was das System nicht kann: Anbieter ohne deutsche Erlaubnis sind an weder OASIS noch LUGAS angeschlossen. Ein Spielender, der glaubt, seine Limits reisen mit ihm, irrt. Genau das ist der Preis der ausländischen Seite der Wahl.

Geld, Zahlung und Konto

Einzahlungen sind nach § 6b Abs. 4 GlüStV nur von einem Zahlungskonto im eigenen Namen bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut zulässig. Anonyme Zahlungsmittel sind nicht erlaubt — der Mechanismus, der Krypto und anonyme Prepaid-Karten aus dem lizenzierten deutschen Wettmarkt heraushält. Welche Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, ist seine eigene Sache und wird hier nur nach seinen Bedingungen beschrieben.

Die Spielenden-Gelder liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto. Bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt, § 6b Abs. 6 und 7. Das ist die trockenste und nützlichste Regel des ganzen Abschnitts.

Werbung, Boni und die Grenzen des Erlaubten

Werbung für Sportwetten dürfen nur Erlaubnisinhaber schalten, § 5 Abs. 7. Die Sperrstunde von 06:00 bis 21:00 Uhr nach § 5 Abs. 3 Satz 1 gilt für Automatenspiele, Online-Poker und Online-Casinospiele — nicht für Sportwetten. Für Sportwetten gilt anderes: keine Werbung für Wetten auf ein Ereignis unmittelbar vor oder während dessen Live-Übertragung im selben Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlern oder Funktionären, keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz (§ 5 Abs. 3, 6).

Und dann die Regel, die jeden überrascht, der ein Bonus-Kapitel erwartet hat: Der Glücksspielstaatsvertrag enthält keine Vorschrift, die einen Sportwetten-Bonus festsetzt oder deckelt. Höhe, Umsatzbedingungen und Mindestquoten stehen allein in den Bedingungen der einzelnen Anbieter. Daraus folgt, dass die Prüfung des Kleingedruckten vollständig beim Leser liegt. Der Anbieter ist nicht vom Gesetz zum Anstand verpflichtet, nur zu dem, was er selbst geschrieben hat.

Und eine Regel, die hier hingehört, weil sie für die ganze Seite gilt: Für Spielende, die Hilfe brauchen, sind die Anlaufstellen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung die richtige Adresse, nicht das Bonusformular eines Buchmachers.

Prognosen zur Nations League: wie man sie baut und warum sie trotzdem unsicher bleiben

Zu einem Länderspiel in einem Ligaformat gehören eigene Prüfschritte. Wer eine Nations-League-Partie genauso analysiert wie ein Bundesligaspiel, übersieht genau die Faktoren, die diesen Wettbewerb ausmachen.

Was sich vor einem Länderspiel anders verhält

Die Form eines Vereins sagt wenig über die Form eines Nationalspielers in dieser Partie. Zwischen zwei Länderspielen liegen oft nur drei Tage; wer am Wochenende 90 Minuten in einem intensiven Vereinsduell gespielt hat, reist mit anderen Beinen an als ein Teamkollege, der geschont wurde. Reisebelastung ist hier kein Marketingbegriff, sondern ein Faktor, den man mit einem Blick auf den Spielplan prüfen kann.

Bei der Nations League kommt die Wettbewerbslogik hinzu. Ligen und Klassen sind gekoppelt, es geht um Auf- und Abstieg, und für größere Verbände ist die Gruppe nicht immer das Wichtigste. Ein Team, das in der Liga A seine Klasse hält und im März ein Viertelfinale vor sich hat, geht manche Gruppenspiele anders an als eine Mannschaft, die in Liga C um den Aufstieg kämpft und jedes Spiel braucht.

Wer eine Prognose baut, hält also vier Dinge nebeneinander: den Kaderstand inklusive Ausfällen, die Reise- und Belastungssituation, die Bedeutung der Partie für beide Seiten, und schließlich die Quote selbst als Markteinschätzung. Die Quote ist nicht die Wahrheit, sondern eine Zahl, in der eine Meinung, eine Marge und die bis dahin platzierten Einsätze stecken.

Was ein Tipp nicht kann, und was Disziplin stattdessen leistet

Tips in diesem Abschnitt sind Methodik, keine Auswahl. Wer auf dieser Seite einen sicheren Tipp sucht, sucht etwas, das nicht existiert: Niemand kennt das Ergebnis eines Spiels. Genau deshalb wäre es unseriös, einen zu nennen. Ein Fußballergebnis hängt von einer Vielzahl von Ereignissen ab, von denen manche erst in der 85. Minute entstehen.

Was dagegen etwas leistet, ist die Einsatzplanung. Eine einfache Regel: ein fester Bruchteil der Bankroll, gleichmäßig über viele Wetten, unabhängig davon, wie überzeugt man von einer einzelnen Partie ist. Denn eine Quote von 3,40 für das Remis in dem Markt, der oben als Beispiel diente, bedeutet eine Auszahlung von 3,40 € pro 1 € Einsatz — sie bedeutet keinen Hinweis darauf, wie oft dieses Remis eintritt. Zwischen Auszahlung und Wahrscheinlichkeit liegt die ganze Kunst des Buchmachers.

Dazu gehört auch, den unbequemen Teil der eigenen Bilanz anzusehen. Wer zwanzig Wetten im Monat platziert, hat zwanzig Mal die Marge bezahlt. Bei den 3,40 % aus dem Rechenbeispiel am Anfang sind das auf 1.000 € Umsatz rund 34 €, die fällig werden, egal wie die Spiele ausgehen. Wer sein Konto wie ein Einzelwettenkonto führt, sieht das nicht. Wer addiert, sieht es schnell.

Die Nations League selbst: Format, Spielplan und was sich darauf wetten lässt

Die Nations League wurde am 27. März 2014 auf dem UEFA-Kongress in Astana beschlossen; ausgetragen wird sie von der UEFA, die erste Auflage war 2018/19. Sie löste das Problem, dass Freundschaftsspiele zwischen Nationalmannschaften sportlich wenig bedeuteten und im Kalender Platz wegnahmen — und sie lieferte dem Wettmarkt dabei eine Liga, in der fast jedes Spiel eine Konsequenz hat.

Vier Ligen, bis zu vier Teams, Hin- und Rückspiel

In der UEFA Nations League spielen die 55 Mitgliedsverbände in vier Ligen von A bis D, aufgeteilt in Gruppen mit drei oder vier Teams, jeweils in Hin- und Rückspiel. Seit 2020/21 gibt es 14 Gruppen. Wer die Zahl der Spiele nachrechnen will: Jede Gruppe trägt sechs Begegnungen aus, die kleineren Gruppen entsprechend weniger — ein Detail, das für die Länge einer Gruppenphase und damit für den Wettkalender eines Nationalteams den Unterschied macht.

Die Endrunde ist ein Final Four der Ligasieger aus der Liga A, seit 2024/25 mit einem vorgeschalteten Viertelfinale. Damit ist die Spitze des Formats deutlich langsamer gewachsen, als man bei einem Viererturnier erwarten würde.

Wer gewinnt und was der Wettbewerb außerdem einbringt

Die UEFA Nations League 2024/25 gewann Portugal im Finale gegen Spanien: 2:2 nach Verlängerung, 5:3 im Elfmeterschießen. Die Endrunde fand in Deutschland statt. Portugal ist mit zwei Titeln (2018/19 und 2024/25) Rekordsieger des Wettbewerbs.

Der Wettbewerb ist aber mehr als ein Titel. Die Ergebnisse der Nations League dienen als Setzliste für die EM- und WM-Qualifikation, und in der EM-Qualifikation werden drei Startplätze über Play-offs vergeben, die auf der Nations League basieren. Daraus entsteht ein Konstrukt, das in Prognosen die Bedeutung einer scheinbar unbedeutenden Gruppierung verändert. Wer im November in Liga D spielt, hat manchmal mehr zu verlieren als ein Team, das in Liga A einen entspannten Abend einplant.

Termine und Angebot in der Übersicht

Die nächsten Austragungen folgen dem Rhythmus des UEFA-Kalenders, mit der Endrunde im Juni. Für die Länge der Gruppenphase ist die Gruppengröße der entscheidende Faktor, nicht der Wettbewerbsname auf dem Programmheft.

Bei den Wettanbietern spiegelt sich das in der Marktbreite. Für große Länderspiele stehen üblicherweise deutlich mehr Märkte als bei einem durchschnittlichen Gruppenspiel im Herbst, während die Auswahl in einem Spiel zwischen zwei Teams aus Liga D oft dünn bleibt. Die Kernmärkte sind gemäß den Regeln unter der Überschrift Welche Wetten das Sportwettprogramm zulässt ohnehin begrenzt: Festquotenwetten auf den Ausgang, auf einen Abschnitt, auf Zwischenfälle. Wer Italien gegen Frankreich am Sonntagabend im Programm sieht und mehr als zwanzig Märkte vorfindet, sollte wissen, dass die Spanne zwischen dem kleinsten und dem größten Marktprogramm bei Länderspielen weiter ist als in den nationalen Ligen. Sie folgt dem Interesse, nicht dem Wettbewerb.

Ein Wort zur Frauen-Nations-League, weil sie inzwischen fest zum Wettkalender gehört: Auch für sie gilt derselbe Rechtsrahmen wie für die Männerversion. Wetten darauf sind bei Erlaubnisinhabern zulässig, soweit sie im Sportwettprogramm vorgesehen sind. Entscheidend für den Anbieter ist nicht das Geschlecht der Spielenden, sondern die Wettbewerbsstruktur und das Interesse der Kundschaft.

Zehn erlaubte Anbieter im Vergleich: Wer für welchen Weg taugt

Der Vergleich sortiert nach dem, was eine Länderspielwette tatsächlich beeinflusst. Nicht nach der Größe des Willkommensbonus — dazu im Abschnitt zur Bonusfrage mehr, denn ein Bonus ist kein Rabatt auf die Marge. Sondern nach der Einordnung in die Whitelist, dem Halter der Erlaubnis und dem Datum der Erteilung, weil daran hängt, wie lange ein Anbieter bereits dem deutschen Regelwerk unterliegt.

Ein Satz zum Zustandekommen dieser Liste: Aufgeführt sind ausschließlich Marken, deren Sport-Domain in der Whitelist der GGL steht, mit dem Stand vom 2. Oktober 2026. Die Reihenfolge ist eine Arbeitsreihenfolge und kein Urteil. Alle genannten Preise, Features und Termine stammen ausschließlich aus den eigenen Angaben der Anbieter beziehungsweise aus der Whitelist; keine Angabe wird einem Nachbarn geborgt.

Vergleichstabelle: Erlaubnis, Halter und Erteilungsdatum

Marke Whitelist-Status (Sportwetten) Halter der Erlaubnis Erlaubnis seit
bet-at-home Sportwetten-Erlaubnis erteilt Bet-at-home Internet Limited 02.11.2020, Folgeerlaubnis 22.12.2022
bpremium Sportwetten-Erlaubnis erteilt Ladbrokes (Deutschland) Limited 09.10.2020, Folgeerlaubnis 21.12.2022
bet365 Sportwetten-Erlaubnis erteilt Hillside (Europe) ENC 09.10.2020, Folgeerlaubnis 27.12.2022
DAZN Bet Sportwetten-Erlaubnis erteilt DZBT Operations Limited 22.08.2023
Interwetten Sportwetten-Erlaubnis erteilt Interwetten Gaming Limited 02.11.2020, Folgeerlaubnis 27.12.2022
Sportingbet Sportwetten-Erlaubnis erteilt Sportingbet (Deutschland) Limited 09.10.2020, Folgeerlaubnis 21.12.2022
ODDSET Sportwetten-Erlaubnis erteilt Oddset Sportwetten GmbH 18.11.2020, Folgeerlaubnis 15.12.2022
888sport Sportwetten-Erlaubnis erteilt 888 Germany Limited 30.06.2021, Folgeerlaubnis 15.12.2022
Wettarena Sportwetten-Erlaubnis erteilt I.B.C. Sportsbetting Limited 09.10.2020, Folgeerlaubnis 15.12.2022
AdmiralBet Sportwetten-Erlaubnis erteilt Greentube Betting Malta Limited 09.10.2020, Folgeerlaubnis 13.12.2022, 29.07.2024

Die zweite Spalte liest sich auf den ersten Blick langweilig, weil sie in jeder Zeile dasselbe sagt. Genau das ist ihr Wert: Sie ist die Eintrittskarte, ohne die keine der übrigen Zeilen relevant wäre. Wer diese Liste verlässt und bei einem Anbieter ohne Eintrag spielt, tauscht ein Monatslimit und ein Sperrsystem gegen größere Limits, die er im Streitfall nicht einklagen kann.

Interessanter ist die vierte Spalte. Sie zeigt, dass die ersten Erlaubnisse in zwei Schüben kamen: Oktober und November 2020 bei neun der zehn Marken, danach nur noch DAZN Bet mit dem 22. August 2023. Wer erst nach dem Start des regulierten Marktes dazukam, hat weniger Zeit gehabt, seine Prozesse an die Vorgaben anzupassen — ein Anhaltspunkt, keine Wertung. Die Folgeerlaubnisse 2022 belegen, dass die Behörde nachprüft, statt einmal zu erteilen und zu vergessen.

Die Whitelist führt keine Ablaufdaten. Wer in einer Auswertung ein Enddatum liest, liest eine Erfindung — die Liste zeigt nur Erteilungsdaten.

bet-at-home: der Altbestand, der eine Tochtergesellschaft dazwischengeschaltet hat

Die Whitelist führt für Bet-at-home die Bet-at-home Internet Limited als Betreiberin, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 02.11.2020 und einer Folgeerlaubnis vom 22.12.2022.

Für die Nations League bedeutet der frühe Eintritt in den regulierten Markt vor allem eines: Der Anbieter hat die deutschen Vorgaben länger umgesetzt als alle Häuser, die erst 2023 dazukamen. Wer ein bestehendes Konto hat, merkt das an der Verifizierung, die nach deutschem Standard abgefragt wird. Wer neu startet, sollte wissen, dass das Monatslimit von 1.000 € nicht die Hausordnung von bet-at-home ist, sondern das Gesetz.

Was über Nations-League-Märkte im Einzelnen hinausgeht, ist hier nicht belegt. Diese Lücke ist der Punkt, der zählt: Für Länderspiele ist die Whitelist-Zugehörigkeit die harte Währung, und die ist gegeben.

bpremium: Ladbrokes unter deutscher Erlaubnis

Hinter bpremium steht die Ladbrokes (Deutschland) Limited mit Sitz in Unit 6, St Business Centre, 120 The Strand, Gzira, Malta, geführt unter der Registernummer C92799 nach den Nutzungsbedingungen in der Fassung vom 3. April 2023. Die Whitelist erteilt der Marke die Sportwetten-Erlaubnis mit Erstzugang 09.10.2020 und Folgeerlaubnis 21.12.2022.

Der Konzernname ist für den Spielenden insofern mehr als ein Logo, als er zeigt, dass hier eine der ältesten Wettmarken Europas unter deutscher Aufsicht arbeitet. Die deutschen Regeln gelten trotzdem vollständig und nicht etwa abgeschwächt, weil der Halter maltesisch ist.

bet365: ein Auslandsname in der praktischen Prüfung

Bei bet365 führt die Whitelist die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta, als Anbieterin. Erlaubnis seit 09.10.2020, Folgeerlaubnis 27.12.2022.

Für einen deutschen Spielenden ist das die einfache Antwort auf die Frage, wie ein international bekannter Name auf der amtlichen Liste steht. Der Halter sitzt in Malta, die Marke ist dieselbe wie überall, die Erlaubnis ist eine deutsche. Die Zugehörigkeit zur Whitelist ist der einzige Punkt, der hier zählt; alles andere wäre Konzernkosmetik.

DAZN Bet: der jüngste Eintrag der Liste

DAZN Bet ist der Sonderfall in dieser Runde. Die DZBT Operations Limited mit Sitz in MRO Frank Galea Street, ZBG 9019, Zebbug, Malta, hält die Erlaubnis für DAZN Bet seit dem 22. August 2023 — als einzige der zehn Marken ohne Folgeerlaubnis auf der Liste und mit Abstand am spätesten erteilt.

Die späte Erlaubnis hat eine lesbare Konsequenz: Hier ist ein Sportwettenanbieter, der aus einem Streamingumfeld kommt und dessen deutscher Betrieb entsprechend jung ist. Für einen Spielenden, der ohnehin ein Abonnement eines Sportstreamingdienstes nutzt, ist das eine plausible Kombination. Für jemanden, der in erster Linie über Jahre gewachsene Prozesse sucht, ist es der jüngste Neuling im Feld.

Interwetten: der Halter mit dem klassischen Profil

Als Anbieter von Interwetten führt die Whitelist die Interwetten Gaming Limited mit Sitz in Tigne‘ Point, Sliema, Malta. Erlaubnis seit 02.11.2020, Folgeerlaubnis 27.12.2022.

Das Interessante an diesem Eintrag ist, was er nicht enthält: keine Automaten- oder Pokerzulassung im selben Eintrag, keine Auffälligkeit in der Historie. Ein Spielender, der ein schmales, klar umrissenes Sportwettenkonto will, findet hier weniger Ablenkung als bei einem Haus, das Sportwetten und Casino auf derselben Startseite mischt. Ob das Programm für Länderspiele tief genug ist, entscheidet sich am Wettschein und nicht in dieser Tabelle.

Sportingbet: Konfigurator plus Live-Wetten

Sportingbet bietet in seinem Wettangebot einen „Konfigurator+“ sowie Live-Wetten; zu den Sportarten zählen unter anderem Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker. Die Whitelist führt die Sportingbet (Deutschland) Limited mit Erlaubnis seit 09.10.2020 und Folgeerlaubnis 21.12.2022.

Der Konfigurator und der breite Sportartenkatalog sind die eigentliche Antwort für einen bestimmten Nutzertyp: Wer seine Kombiwette selbst zusammenstellt und dabei mehr als nur den Fußball ansteuern will, findet hier die Struktur, die er sucht. Bei Länderspiel-Blöcken mit mehreren Wettbewerben nebeneinander ist das praktisch. Wer dagegen einen einzigen Markt tief ausreizen will, braucht das nicht.

ODDSET: die staatliche Wurzel mit dem ältesten Erteilungsweg

Die ODDSET Sportwetten GmbH bekam vom Regierungspräsidium Darmstadt mit Bescheid vom 15.12.2022 die Erlaubnis für Sportwetten im Internet und im stationären Vertrieb. Aufsichtsbehörde ist die GGL mit Sitz in Hansering 15, 06108 Halle (Saale). Die Whitelist führt die Marke mit Erlaubnis seit 18.11.2020 und Folgeerlaubnis 15.12.2022.

Wie bei einem staatlich geprägten Anbieter üblich, ist die Annahmestelle bei ODDSET noch Teil des Geschäftsmodells. Wer in einer Filiale abgeben will, findet hier den Weg, den die reinen Onlineanbieter nicht bieten. Dass die Aufsicht bei der GGL liegt, ist dabei kein Widerspruch, sondern der Normalfall: Der Weg über die Landesbehörde und das laufende deutsche Regelwerk schließen sich nicht aus, sie ergänzen sich.

888sport: die Konzernmutter hinter der Marke

Die 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar ist die Holdinggesellschaft der 888-Gruppe, zu der 888sport gehört; die Aktie ist seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert. Die deutsche Whitelist führt für 888sport die 888 Germany Limited mit Erlaubnis seit 30.06.2021 und Folgeerlaubnis 15.12.2022.

Bemerkenswert an diesem Eintrag ist das Erteilungsdatum. 888sport ist eine der Marken, die nicht im ersten Schub 2020 in den regulierten Markt kamen, sondern erst Mitte 2021 und damit nach dem Start des GlüStV 2021 im Juli. Für einen Spielenden, der Wert auf einen börsennotierten Konzern im Hintergrund legt, ist das die relevante Information — wobei eine Notierung an der Börse kein Bonus ist, sondern nur eine Tatsache über die Eigentümerstruktur.

Wettarena: ein Eintrag mit klarem Halter

Die Marke Wettarena wird laut AGB von der I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in 20, Lyons Range Court Flat Nru.1 Triq Bisazza, Sliema SLM 1640, Malta, angeboten. Die Whitelist führt die Sportwetten-Erlaubnis mit Erstzugang 09.10.2020 und Folgeerlaubnis 15.12.2022.

Hier ist der Halter so klar benannt wie bei kaum einer zweiten Marke. Für die Wahl ist das insofern nützlich, als es den Blick auf die Frage lenkt, was ein Spielender überhaupt prüfen kann: die Marke auf der Liste, den Halter dahinter, das Datum. Mehr gibt der deutsche Markt nicht her, und weniger sollte man nicht akzeptieren.

AdmiralBet: die längste Folgeerlaubnis-Historie im Feld

Die Whitelist führt für AdmiralBet die Greentube Betting Malta Limited mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 09.10.2020 und Folgeerlaubnissen vom 13.12.2022 und 29.07.2024. Für virtuelle Automatenspiele auf slots.admiralbet.de besteht eine Erlaubnis seit dem 28.09.2022.

Der 29. Juli 2024 ist der jüngste Folgeerlaubnis-Stempel in dieser Auswahl, und er sagt etwas aus: AdmiralBet und 888sport sind die beiden Marken mit einer Aktualisierung aus 2024, die anderen neun kamen zuletzt 2022 an die Reihe. Wichtiger für den Spielenden ist jedoch der zweite Satz. Die Slots-Erlaubnis ist eine gesonderte Erlaubnis für ein gesondertes Angebot. Sie macht niemanden zu einem besseren Sportwettenanbieter — und sie verbietet nichts, was für die Wette auf ein Nations-League-Spiel relevant wäre.

Rechenbeispiel: Was die Marge einer Wette kostet, und warum kleine Unterschiede groß werden

Die Marge ist die unsichtbare Gebühr der Sportwette. Angenommen, ein 1X2-Markt stünde bei 2,10 für Sieg, 3,40 für Remis und 3,60 für Sieg der Auswärtsmannschaft. Dann ist die Auszahlungsquote dieses Marktes 1 geteilt durch die Summe der Kehrwerte: 1 durch (1/2,10 + 1/3,40 + 1/3,60). Das ergibt einen Quotenschlüssel von rund 96,60 %. Die Marge ist der Rest zum vollen Euro, also etwa 3,40 %.

Derselbe Markt bei einem Anbieter mit etwas kürzeren Quoten — etwa 2,05, 3,30 und 3,50 — kommt auf eine Auszahlungsquote von rund 94,9 % und damit auf eine Marge von etwa 5,1 %. Der Unterschied zwischen beiden Häusern klingt nach einem Wimpernschlag. Er ist der einzige Satz auf dieser Seite, der zuverlässig anfällt: Bei 1.000 € Umsatz auf diesem Markt zahlt man beim ersten Anbieter rund 34 €, beim zweiten rund 51 € — eine Differenz von etwa 17 €, und zwar unabhängig vom Ausgang der Spiele. Erwartete Kosten in diesem Sinne sind ein statistischer Durchschnitt über viele Wetten unter der Annahme gleicher Einsatzhöhen, keine Vorhersage für den einzelnen Wettschein und schon gar keine Aussage darüber, ob eine Wette gewinnt.

Deshalb ist die Reihenfolge der Prüfung so, wie sie ist. Wer zuerst den Bonus ansieht und die Quoten danach, prüft das Angebot des Marketings. Wer zuerst die Auszahlungsquote vergleicht und die Bedingungen danach, prüft das Angebot des Hauses. Die Marge ist der Preis, den man garantiert zahlt; der Bonus ist der Preis, den man unter Bedingungen bekommt.

Und die Steuer kommt auf beiden Seiten dazu, ohne dass ein Anbieter sie loswerden könnte. Bemessungsgrundlage ist der Einsatz abzüglich der Steuer selbst, was 5,3 % dieser Basis und rund 5,03 % des eingezahlten Betrags entspricht. Ob und wie ein einzelner Anbieter das in seine Quoten einrechnet, steht nur in dessen eigenen Bedingungen. Ein Werbesatz wie „0 % Wettsteuer“ ist eine Aussage eines Anbieters über sein eigenes Angebot, keine Eigenschaft des Marktes.

Wo sich Livewetten lohnen und wo nicht

Live-Wetten sind in Deutschland der am stärksten beschnittene Teil des Angebots, und das ist keine Marotte der Anbieter. Nach § 21 Abs. 4 GlüStV sind während eines laufenden Ereignisses nur das Endergebnis und das nächste Tor, der nächste Satz oder eine ähnliche Komponente zulässig. Das nächste Tor im Fußball, der nächste Satz im Tennis — ja. Der nächste Punkt im Tennis, der nächste Korb im Basketball — nein. Wer sich also wundert, warum sein Live-Bild bei einem Länderspiel dünn belegt ist, wundert sich über eine gesetzliche Grenze.

Innerhalb dieses Rahmens ist der Unterschied zwischen zwei Anbietern bei einem Länderspiel spürbar, aber begrenzt. Ein gewissenhafter Anbieter zeigt Live-Wetten auf Endergebnis und nächsten Treffer auch bei Spielen, die weniger im Fokus stehen, und aktualisiert die Quote zeitnah. Ein Nachzügler zeigt dieselben zwei Märkte mit träger Quotenanpassung.

Dass Live-Wetten während eines Fußballspiels auch außerhalb der regulierten Struktur beworben werden, ist für sich genommen kein Vorwurf — Cash-out-Funktionen und Live-Wetten im Spiel sind bei den meisten lizenzierten Anbietern Standard. Tipico etwa nennt in der Beschreibung seiner Sportwetten App für den App Store „Tipico Cashout“ als Kontrolle über den Wettschein und Live-Wetten auch während des Fußballspiels. Das ist eine Produktbeschreibung, kein Qualitätsnachweis. Wer Cash Out nutzt, sollte wissen, dass er die Position zu einem Kurs schließt, den das Haus stellt.

Streaming ist die zweite Hälfte der Live-Frage, und hier gibt es echte Unterschiede. Winamax bietet mit Winamax TV Live-Streams von Spielen aus La Liga, Serie A, Ligue 1, Primeira Liga, Eredivisie und MLS, von den vier Grand-Slam-Turnieren und allen ATP- und WTA-Turnieren sowie von der NBA und der NFL im eigenen Kundenkonto. Wettstar zeigt Live-Streams von zahlreichen Pferderennen aus Deutschland und der ganzen Welt. Beide Angebote liegen nicht bei der Nations League — das sei klar gesagt, damit niemand einen Länderspielstream erwartet, wo keiner versprochen wird. Der Unterschied zwischen den beiden ist der Sport: das eine Paket ist auf Ballsport ausgelegt, das andere auf den Pferdesport.

Für einen Nations-League-Abend heißt das: Wer das Spiel sehen und parallel auf das nächste Tor setzen will, findet die Bildquelle eher im Fernsehen oder bei einem eigenen Streamingabo als im Wettanbieterkonto. Das ist ein Nachteil des deutschen Regulierungsrahmens, aber einer, mit dem man planen kann.

Die Bonusfrage: wann ein Angebot den Namen verdient und wann nicht

Ein Willkommensbonus ist im deutschen Sportwettenrecht nicht geregelt. Der GlüStV setzt keine Höhe fest, keine Umsatzbedingung, keine Mindestquote. Alles, was auf der Seite eines Anbieters dazu steht, ist dessen eigene Setzung. Das ist die wichtigste Information dieses Abschnitts, denn sie verschiebt die Beweislast vollständig zum Leser.

Und weil das so ist, lohnt es, die Bauarten zu unterscheiden, die hinter einem „Bonus“ stecken können. Ein Gratisbetrag als Guthaben ist etwas anderes als eine Freiwette, deren Einsatz bei einem Gewinn in der Regel nicht zurückgezahlt wird. Eine „risikofreie“ Wette, die den Verlust als Freiwette erstattet, ist keine Erstattung in Geld. Eine Quotenerhöhung, eine Kombiwetten-Versicherung und ein Cashback sind drei verschiedene Dinge, die alle drei gern unter demselben Wort laufen. Ein Paket, das erst nach einer Einzahlung greift, bleibt ein einzahlungsgebundenes Paket, auch wenn die Zahl im Werbebanner groß ist.

Wer diese Typen auseinanderhält, kann die entscheidende Frage stellen: Welchen Wert hat das Angebot, wenn ich es zu Ende spiele? Eine Freiwette, deren Einsatz nicht zurückgezahlt wird, ist weniger wert als ihr Nennbetrag, weil der Gewinn nur den Nettoteil auszahlt. Bei einer Quote von 3,40 in dem Markt aus dem Rechenbeispiel bleibt von jedem Euro Freiwette erheblich weniger übrig als ein Euro — ein Effekt, der bei jeder Wette wiederkehrt und deshalb wichtiger ist als die absolute Höhe des Freibetrags.

Dazu kommen die Bedingungen: Umsatzauflagen, Mindestquoten, Fristen und Deckelungen des Gewinns. Ein Bonus, dessen Umsatz hoch und dessen Mindestquote streng ist, kann teurer sein als gar kein Bonus, weil der Umsatz die Marge mehrfach fällig macht. Bezahlen tut man den Bonus also mit Umsatz, nicht mit Geld — aber der Umsatz kostet echtes Geld, siehe die Rechnung oben.

Für Spielende mit kleinem Budget ist die praktische Konsequenz einfach: ein Angebot mit wenigen, klar benannten Bedingungen schlägt ein großes mit undurchsichtigen. Und eine Regel gilt immer — ein Angebot, das man nur versteht, wenn man die Bedingungen zweimal liest, wird beim dritten Lesen nicht besser.

Für wen welche Wahl passt

Der deutsche Markt ist kein Basar mit zwanzig Ständen. Er ist eine kurze Liste von Anbietern, die alle denselben Rahmen einhalten, und die Unterschiede liegen in der Ausführung. Daraus folgen einige Wege, die sich sauber trennen lassen.

Wer schlicht und sicher wetten will und keine Lust auf Recherche hat, fährt mit einem Haus aus dem ersten Schub 2020, weil dort die Prozesse am längsten an den deutschen Vorgaben ausgerichtet sind — bet-at-home, bpremium, bet365, Interwetten, Sportingbet, Wettarena und AdmiralBet stehen alle mit Erlaubnis aus dem Herbst 2020 in der Liste. Wer ein Auge auf die Eigentümerstruktur legt, findet bei 888sport eine börsennotierte Konzernmutter und bei bet365 eine maltesische Gesellschaft, deren Marke international bekannt ist. Wer den Weg über eine stationäre Annahmestelle schätzt, ist bei ODDSET richtig. Und wer aus einem Streamingumfeld kommt, findet bei DAZN Bet den jüngsten Eintrag der Liste, dessen deutscher Betrieb entsprechend kurz ist.

Wer seine Kombiwetten selbst konfigurieren und über mehrere Sportarten hinweg bauen will, profitiert bei Sportingbet vom „Konfigurator+“ und dem breiten Sportartenkatalog, der Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker nennt. Wer Live-Wetten während eines Fußballspiels als zentralen Teil seiner Wetten ansieht, sollte sich die Einschränkung des § 21 Abs. 4 vor Augen halten: Es gibt bei keinem lizenzierten Anbieter mehr als das Endergebnis und den nächsten Treffer. Wer das Spiel dazu sehen will, muss die Bildquelle außerhalb des Wettkontos suchen, weil das umfangreiche Streamingangebot im Markt auf andere Sportarten zielt.

Und der Weg, der am wenigsten taugt, ist der, der am meisten verspricht. Ein Anbieter ohne deutschen Eintrag auf der Whitelist bleibt ohne OASIS, ohne LUGAS, ohne Monatslimit und ohne deutschen Rechtsbehelf — dafür mit höheren Limits, falls die Auszahlung ankommt. Wer diesen Weg geht, geht ihn bewusst und nicht, weil die Startseite hübsch aussieht.

Häufige Fragen zu Nations-League-Wetten in Deutschland

Bei Anbietern, die eine deutsche Sportwetten-Erlaubnis besitzen und deren Sport-Domain in der amtlichen Whitelist der GGL steht. Nur diese Erlaubnis macht Länderspielwetten in Deutschland zulässig. Eine ausländische Lizenz — ob aus Curaçao, Anjouan oder Malta — hat für den deutschen Markt keine Geltung.

Woran erkennt man, dass ein Anbieter eine deutsche Erlaubnis besitzt?

An seinem Eintrag in der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder, mit der dort geführten Domain und dem genannten Halter. Die Liste ist der einzige belastbare Nachweis. Ein Lizenzlogo, ein Impressum oder der Hinweis auf eine ausländische Aufsicht ersetzen ihn nicht. Eine .de-Domain allein beweist nichts.

Wie funktioniert die Nations League, und welche Wettmärkte gibt es dazu?

Die 55 UEFA-Verbände spielen in vier Ligen von A bis D, aufgeteilt in Gruppen mit drei oder vier Teams, jeweils in Hin- und Rückspiel; seit 2020/21 gibt es 14 Gruppen. Als Märkte kommen Festquotenwetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder Abschnitts sowie auf Zwischenfälle in Frage, als Einzel- oder Kombinationswette und nur soweit im Sportwettprogramm der GGL vorgesehen.

Welche Livewetten sind bei Nations-League-Spielen nach dem Glücksspielvertrag erlaubt?

Nach § 21 Abs. 4 GlüStV während eines laufenden Ereignisses nur Wetten auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine ähnliche Komponente, und nur in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Der nächste Punkt im Tennis und der nächste Korb im Basketball sind damit ausgeschlossen.

Was ist bei Wett-Tipps zur Nations League zu beachten, und warum bleibt jede Prognose unsicher?

Eine Prognose verbindet Form, Aufstellung, Reisebelastung und die Quote zu einer Einschätzung, die eine Meinung bleibt und keine Gewissheit ist — niemand kennt einen Spielausgang. Der Nutzen liegt in der Einsatzdisziplin: ein fester Bruchteil der Bankroll, gleichmäßig gesetzt, und die Marge als garantierter Kostenfaktor im Kalkül.

Wie berechnet sich der Gewinn aus Einsatz und Quote, und wie wirkt die Sportwettensteuer von 5,3 %?

Der Gewinn ist Einsatz mal Quote, der Reingewinn Einsatz mal (Quote minus 1). Die Steuer beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“, das sind rund 5,03 % des eingezahlten Betrags, geschuldet vom Veranstalter. Ob er sie an den Spielenden weitergibt, regelt allein sein eigenes Geschäft.

Inhalt erstellt vom Team «Die besten Wett Apps»