Online auf Cricket wetten — die Anbieter mit deutscher Erlaubnis im Vergleich
Stand: 30. Oktober 2026 · geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder, Stand der Liste 2. Oktober 2026.

Cricket ist in Deutschland ein Sport ohne Publikum. Es gibt keine Bundesliga, kaum Übertragungen, und wer hier ein Test-Match verfolgen will, sitzt nachts vor einem Stream, der in einem Land produziert wird, in dem dieser Sport zur Grundausstattung gehört. Trotzdem liegt die Sportart in der Suchmaske jedes großen Anbieters — als Kachel, die weit unten steht und die niemand anklickt, der am Samstag ein Bundesligaspiel setzen will.
Genau daraus folgt alles Weitere. Ein Anbieter führt Cricket nicht, weil er damit Geld verdient, sondern weil sein Sportwettprogramm so gebaut ist, dass Cricket hineinpasst. Wer hier auf Cricket setzen möchte, findet also ein Angebot, das dünner, langsamer und weniger gepflegt ist als das Angebot zum Fußball — und er findet es nur dort, wo überhaupt ein deutsches Sportwetten-Programm betrieben wird. Ob ein solcher Anbieter Cricket im Programm hat, ist nicht Gegenstand der Whitelist. Der Vergleich unten prüft deshalb zuerst das, was geprüft werden kann: die Erlaubnis und die Bedingungen, unter denen sie gilt.
Und noch etwas folgt daraus, nüchterner: Wer in einem Monat neben Cricket auch Fußball setzt, schöpft sein Einzahlungslimit mit dem Fußball aus, bevor die erste Partie im Subkontinent angepfiffen ist. Das ist keine Randnotiz, sondern der Grund, warum dieser Text mit der Rechtslage beginnt und nicht mit den Quoten.
Grundlagen: was im Cricket überhaupt gespielt wird
Zwei Mannschaften, je elf Spieler, zwei oder vier Innings, dazwischen der Wechsel von Schlag und Feld. Ein Over besteht aus sechs regulären Bällen, und das ist die Einheit, auf die sich jede Sportartik-Debatte im Cricket zurückführen lässt: Länge, nicht Uhr. Diese vier Regeln reichen, um zu verstehen, warum Cricketwetten anders funktionieren als das, was deutsche Kunden aus dem Fußballwetten kennen.

Die Formate schreiben vor, wie lange gespielt wird, und wie lange gespielt wird, bestimmt, wie ein Buchmacher das Feld aufteilt. Ein Test-Match läuft bis zu fünf Tage, an jedem Tag drei Sessions von etwa zwei Stunden. Ein One-Day International (ODI) umfasst in der Regel 50 Overs pro Innings, ein Twenty20 (T20) 20 Overs pro Innings mit höchstens 75 Minuten je Innings. Aus diesen Zeiträumen ergeben sich völlig verschiedene Wettangebote — und völlig verschiedene Risiken, denn ein Spiel, das fünf Tage dauert, kann durch Regen in einen Zustand der Bedeutungslosigkeit versetzt werden, den es im Fußball nicht gibt.
Wer sich im Cricket auskennt, weiß um die Sonderfälle, die die meisten Wettenden in Deutschland überraschen, wenn sie zum ersten Mal einen Wettschein ausfüllen. Ein Spiel endet als Tie, wenn alle Innings beendet sind und der Punktestand gleich ist — das gilt als sehr selten. Als Draw gilt dagegen in der Regel ein Spiel, bei dem die Zeit vor Ende aller Innings abläuft. Tie und Draw sind zwei verschiedene Ergebnisse, und eine Wette auf „Unentschieden“ kann im Cricket bedeuten, dass keine der beiden Ausgänge eintritt, die man im Kopf hatte.
Auf der nächsten Ebene liegen die Ligen und Turniere, also die Frage, wann überhaupt etwas angeboten wird. Der Cricket World Cup der Männer findet alle vier Jahre statt und wird mit 50 Overs pro Innings gespielt; seit 1987 durchgängig, zuvor mit 60 Overs. Die erste Austragung war 1975 in England, Rekordsieger ist Australien mit 6 Titeln. Die Ausgabe 2023 gewann Australien, Gastgeber war Indien; die Ausgabe 2027 wird in Südafrika, Simbabwe und Namibia ausgetragen und auf 14 Teams erweitert. Das ist der Takt, in dem der Sport für einen deutschen Kunden sichtbar wird: ein großes Fenster alle vier Jahre, dazwischen die nationalen Twenty20-Ligen.
Ein Beispiel für eine solche nationale Twenty20-Liga mit internationalen Spielern ist die Indian Premier League (IPL). Sie ist der Grund, warum Cricket bei deutschen Anbietern überhaupt einen Live-Block haben kann — die Spiele laufen in einem Zeitfenster, in dem auch europäische Kundinnen und Kunden wach sind, und sie haben eine Sendezeit, die Wetten zwischen dem ersten und dem letzten Ball ökonomisch interessant macht. Ein Test-Match, das um vier Uhr morgens deutscher Zeit beginnt und fünf Tage läuft, tut das nicht.
Was ein Spiel auszahlt, hängt nicht von der Länge ab, sondern von der Quote — dazu unten mehr. Und was angeboten wird, hängt nicht vom Interesse eines Anbieters an Cricket ab, sondern vom Spielplan, den die Verbände vorgeben. Der Kalender ist die Grenze, nicht die Auswahl.
Märkte und Quoten zwischen den Formaten
Bei einem Test-Match liegt der Kern der Quoten in der Frage, welche Mannschaft über fünf Tage die größere Zahl an Runs erzielt, und daneben in der Frage, ob das Spiel überhaupt zu einem Ergebnis kommt. Der Draw ist im Cricket keine Nebenwette, sondern bei einem Test-Match ein realer Ausgang mit einer eigenen Quote daneben. Bei einem ODI oder einem T20 verliert dieser Ausgang an Gewicht, weil 50 beziehungsweise 20 Overs an einem Tag gespielt werden und die Zeit selten ausgeht — der Draw rückt nach hinten, das Ergebnis nach vorn.
Für das Live-Angebot ist die Overs-Grenze die eigentliche Sortiermaschine. Wenn in einem T20 jedes Innings auf höchstens 75 Minuten ausgelegt ist, bleibt für den einzelnen Ball wenig Raum, und der Buchmacher verdient sein Geld nicht in der Bewegung der Quote, sondern in der Zahl der Bälle, die er bewerten kann. Twenty20 ist deshalb das Format, in dem ein deutscher Kunde die meisten Live-Spielarten findet, und das Test-Match das Format, in dem er mit einem Wettschein oft tagelang auf eine Entscheidung wartet.
Der wichtigste Mechanismus, der Cricket vom Fußball unterscheidet, sitzt aber in der Unterbrechung. Die Duckworth-Lewis-Stern-Methode berechnet das Ziel der zweiten schlagenden Mannschaft in durch Wetter unterbrochenen Limited-Overs-Spielen. In 50-Over-Spielen muss jedes Team mindestens 20 Overs spielen, im Twenty20 mindestens fünf — sonst wird das Spiel als „No Result“ gewertet, mit einer Ausnahme: ein Team ist all out oder erreicht das Ziel früher. Eingeführt wurde die Methode 1997, 1999 vom International Cricket Council (ICC) offiziell übernommen; seit November 2014 trägt sie nach Steven Stern den Namen Duckworth–Lewis–Stern.
Was das für eine Wette bedeutet, ist unspektakulär und brutal zugleich: Ein Regenfall kann ein 50-Over-Spiel zu einem 20-Over-Wettbewerb machen, das Ziel wird neu berechnet, und die Quote, die man abgeschlossen hat, bezieht sich auf eine Partie, die es so nie geben wird. Wer in Deutschland eine Cricketwette abschließt und in einer Partie ohne diese Regel rechnet, setzt auf ein anderes Spiel als das, das gespielt wird.
Rechtslage: die Whitelist, das Sportwettprogramm und der Straftatbestand daneben
Sportwetten im Internet zu veranstalten oder zu vermitteln braucht in Deutschland eine Erlaubnis. Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) mit Sitz in Halle (Saale) erteilt sie bundesweit auf Grundlage des Glücksspielstaatsvertrags 2021, der seit dem 1. Juli 2021 in Kraft ist, und sie beaufsichtigt und ahndet Verstöße. Die Erlaubnis ist eine Erlaubnis für Sportwetten als Ganzes — nicht für Cricket, nicht für Fußball, nicht für eine Liga.

Damit steht die entscheidende Frage für jeden Leser fest. Ob ein Anbieter Cricket im Programm führt, kann keine Erlaubnis der Welt vorschreiben. Worüber die Behörde Auskunft gibt, ist die Frage, ob jemand überhaupt Sportwetten anbieten darf. Und die Antwort auf diese Frage steht an genau einer Stelle, die offiziell ist: der Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV. Nur diese Übersicht zählt als Nachweis einer Erlaubnis; der Stand der Liste vom 2. Oktober 2026 umfasst 30 Einträge — 27 Inhaber mit einer Sportwetten-Erlaubnis, darunter zwei, die zusätzlich Pferdewetten anbieten dürfen, und drei Anbieter mit ausschließlich pferdewettspezifischer Erlaubnis. Jede dort geführte Domain endet auf .de, aber eine .de-Domain belegt für sich genommen gar nichts. Wer eine Cricketwette abschließen will, findet ihren zulässigen Rahmen also nur über die Domain, die dort eingetragen ist, nicht über ein Gütesiegel auf der Startseite.
Eine erste Erlaubnis läuft in der Regel fünf Jahre. Die Whitelist weist ausschließlich Erteilungsdaten aus und nie ein Enddatum — wer dort ein Ablaufdatum sucht, sucht etwas, das nicht existiert. Und: Eine Erlaubnis für Spielautomaten, Online-Poker oder Online-Casino sagt nichts über das Sportwettenangebot desselben Inhabers. Es sind getrennte Erlaubnisse mit getrennten Regeln, und nur die Domain, die unter der Sportwett-Erlaubnis steht, darf Sportwetten annehmen. Eine Marke, die auf ihrer Seite Casino und Sport kombiniert, hat dafür in Deutschland zwei Papiere.
Welche Wetten das Programm überhaupt zulässt
Erlaubt sind feste Wetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon sowie auf Ereignisse innerhalb des Geschehens, als Einzelwette oder als Kombinationswette. Was angeboten werden darf, geht dabei nicht über das hinaus, was die GGL im jeweiligen Sportwettprogramm zugelassen hat — der Rahmen ist also nicht die Kreativität des Buchmachers, sondern das Programm.
Live-Wetten während eines laufenden Ereignisses sind auf den Endausgang oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder einen ähnlichen Bestandteil beschränkt, und auch das nur in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Nächstes Tor im Fußball: ja. Nächster Satz im Tennis: ja. Nächster Punkt im Tennis oder nächster Korb im Basketball: nein. Auf Cricket übersetzt heißt das: Der nächste Ball oder die nächste Wicket ist kein zulässiges Live-Ereignis im Sinne dieser Regel. Was live bleibt, ist der Endausgang der Partie — und bei einem Twenty20 ist das ein Ausgang, der sich über 40 Overs hinweg in jede Richtung bewegen kann.
Ausgeschlossen sind Veranstaltungen, an denen überwiegend Minderjährige oder Amateure teilnehmen — die GGL rechnet Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurbereich —, ferner manipulationsträchtige Wetten und Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung. Wetten auf gesellschaftliche oder politische Ereignisse sind nicht erlaubt. E-Sport: Die GGL stellt fest, dass Wetten auf E-Sport nicht möglich sind, weil E-Sport nicht als Sport anerkannt ist; ein lizenziertes E-Sport-Wetten gibt es in Deutschland nicht. Virtuelle Sportarten: dazu ist nichts festgestellt. Gewinne werden erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt — bei einem Test-Match also unter Umständen fünf Tage nach dem Beginn. Ein gesetzliches Einsatzlimit pro Wette gibt es im Sportwettenbereich nicht.
Für Cricket ist die wichtigste dieser Regeln die Live-Regel. Nicht weil Cricket besonders riskant wäre, sondern weil sie das Fenster schließt, in dem ein Cricket-Freund aus dem Fußball bekannte Spielarten erwartet: kein In-Play auf den nächsten Ball, kein Markt zwischen den Overs. Wer live auf Cricket setzen möchte, setzt auf das Ende der Partie und wartet. Das ist die eine Einschränkung, die jeder Liebhaber des Formats im Kopf haben sollte, wenn er sich für einen Anbieter entscheidet.
Was die Erlaubnis den Kunden kostet
Eine Whitelist-Marke kostet den Leser wenig, wenn er einmal im Monat setzt. Sie kostet ihn viel, wenn er viel setzt. Das Einzahlungslimit beträgt standardmäßig 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg und wird über die LUGAS-Limitdatei durchgesetzt — anbieterübergreifend, nicht pro Konto. Ein Anbieter, dessen Programm es zulässt, kann für einen einzelnen Kunden ein höheres Limit setzen, bis zu 10.000 €, in Ausnahmefällen 10.000 bis 30.000 € für höchstens 1 % seiner aktiven Spieler, und nur gegen einen belastbaren Nachweis der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Eine Selbsterklärung genügt dafür nicht. Ein Limit zu senken wirkt sofort, ein Limit zu erhöhen erst nach sieben Tagen.
Paralleles Spielen bei mehreren Anbietern ist untersagt und wird über die Aktivitätsdatei kontrolliert; wer also glaubt, den Fehlbetrag beim Cricket-Anbieter einfach mit einem zweiten Konto bei einer zweiten Marke auszugleichen, plant gegen die Regel. Teilnehmen darf, wer 18 Jahre alt ist. Ein Konto pro Anbieter, vollständig verifiziert. Vor abgeschlossener Verifizierung darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden lang Spiel ermöglichen, mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen. Zahlungen sind ausschließlich über ein auf den eigenen Namen lautendes Zahlungskonto bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut möglich; anonyme Zahlungsmittel sind nicht zugelassen. Das ist der Mechanismus, der Krypto und anonyme Prepaid-Karten aus dem lizenzierten deutschen Sportwetten ausschließt. Welche Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, ist dessen eigene Sache und nur aus dessen eigenen Bedingungen zu ersehen. Kundengelder liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto; bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt.
Auf der anderen Seite steht die Frage, was eine nicht erlaubte Seite den Kunden kostet. Sportwetten ohne deutsche Erlaubnis anzubieten, ist unerlaubtes Glücksspiel; eine Erlaubnis aus Curaçao, Anjouan oder Malta hat in Deutschland keine Bedeutung, und die GGL hat Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten gewarnt. Das strafrechtliche Bild: Wer unerlaubtes Glücksspiel veranstaltet, kann mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe rechnen, Werbung dafür mit bis zu einem Jahr; die Teilnahme kann mit bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe geahndet werden. Verfolgungen einzelner Spieler sind nicht festgestellt — das ist weder ein Freibrief noch ein Grund zur Dramatisierung. Die Behörde arbeitet mit Untersagungsverfügungen, Zahlungs- und Netzblocks. Zivilgerichte haben mehrfach Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung von Einsätzen verurteilt, und die Frage ist vom Bundesgerichtshof zum Europäischen Gerichtshof gewandert: Der BGH legte mit Beschluss vom 25. Juli 2024 dem EuGH die Frage vor, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; in dem Verfahren geht es um mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018. Die Schlussanträge des Generalanwalts Nicholas Emiliou vom 19. März 2026 halten es grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Anbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten — mit einer Ausnahme für den Fall, dass Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Zugesprochen ist damit nichts. Wer auf einer Seite ohne Erlaubnis setzt, hat weder den Zugang zum Spielersperrsystem OASIS noch zur Limitdatei LUGAS, noch einen deutschen Rechtsweg, dafür potenziell höhere Limits.
Verantwortung: Altersgrenze, OASIS und der Knopf, der sofort sperrt
Der Schutz beginnt bei der Anmeldung. OASIS ist das bundesweite Sperrsystem nach §§ 8, 8a GlüStV und wird bei der Registrierung und bei jedem Login abgefragt. Wer sich dort sperren lässt und dabei einen Zeitraum nennt, ist mindestens drei Monate gesperrt; ohne Nennung mindestens ein Jahr. Auf einer Seite ohne deutsche Erlaubnis existiert diese Abfrage nicht — und niemand prüft dort, ob man gesperrt ist. Der Unterschied klingt verwaltungstechnisch, ist aber praktisch der wichtigste, den es gibt: Er entscheidet, ob eine zwei Jahre zuvor getroffene Entscheidung am Bildschirm ankommt.
Neben OASIS steht der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 GlüStV, der sofort eine 24-stündige Sperre auslöst. Es lohnt, sich diese Zahl anzusehen: 24 Stunden sind kurz, und das ist Absicht — das Instrument ist für den Moment gedacht, in dem man sich nach einer verlorenen Kombiwette neu einschätzt, nicht als Lösung für ein Muster. Für ein Muster ist OASIS zuständig. Ein Spieler, der den Knopf regelmäßig drückt, zieht den kürzeren Hebel. Nur der längere hat Wirkung.
Die Altersgrenze von 18 Jahren gilt in beiden Fällen, aber sie ist der schwächste der genannten Zäune, weil sie nur den Zugang regelt und nicht das Verhalten danach. Das gemeinsame Einzahlungslimit — 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter, in der Rechtslage beschrieben — ist die Grenze, die tatsächlich wirkt, weil sie sich an ein Kontingent knüpft und nicht an eine Absichtserklärung.
Wer in Deutschland auf Cricket setzen will, hat eine zusätzliche Eigenheit in diesem Bereich. Die Spiele finden oft nachts statt. Ein Einzahlungslimit pro Kalendermonat schützt nicht davor, um drei Uhr morgens mehr auszugeben, als man um fünf Uhr nachmittags ausgegeben hätte; es schützt nur davor, das Kontingent für den Rest des Monats auszureizen. Wer merkt, dass seine Cricketwetten in dieses Fenster fallen, sollte die Kontobewegungen im Auge behalten und sich fragen, ob die Sportart das richtige Fenster für sein Spiel ist — nicht weil Cricket gefährlicher wäre, sondern weil ein Monatsdeckel und ein Monat mit einem Nachtprogramm gegeneinander laufen.
Wenn der Rahmen nicht zum Angebot passt
Es gibt eine Reibung, die man aussprechen soll, weil sie aus der Struktur des Marktes folgt und nicht aus dem Verhalten eines Kunden. Der deutsche Rahmen belohnt Legalisierung durch Beschränkung: 1.000 € Deckel pro Monat über alle Anbieter, Live-Wetten nur auf Endausgang und die nächste seltene Einzelaktion, vollständige Verifizierung vor der ersten Auszahlung, Zahlung nur vom eigenen Konto. Das Cricket-Angebot, das einem Reisenden auf einem internationalen Buchmacher begegnet, ist breiter, live reicher und ohne Nachtdeckel. Zwei Dinge werden dabei gern vergessen. Erstens steht der breitere Markt in keinem Verhältnis zu dem Recht, den Spieler in Deutschland zu schützen. Zweitens gibt es keine Rückzahlungsgarantie; die Verfahren vor Gericht sind im Gang, und wer darauf baut, macht aus einem Urteil, das es noch nicht gibt, einen Plan.
Für die Mehrheit der Leser heißt das nicht, auf Cricket zu verzichten, sondern die Erwartung anzupassen: einen Anbieter mit Erlaubnis wählen, dort das Wettprogramm zum Cricket prüfen, und die Blöcke, in denen der Anbieter Live-Wetten zum Cricket führt — vor allem Twenty20 —, als das eigentliche Angebot verstehen. Wer mehr braucht als das, braucht es auf eigene Verantwortung und ohne deutschen Schutz.
Cricket im Wettprogramm der zehn Anbieter
Der folgende Vergleich ordnet zehn Anbieter nach dem, was sich überprüfen lässt. Die Tabelle listet Marke, Inhaber der Erlaubnis und den Stand der Whitelist zum 2. Oktober 2026. Ob eine dieser Marken Cricket führt, steht in keiner Spalte, weil es in keiner amtlichen Quelle steht — wer das wissen will, muss das Sportwettprogramm aufrufen, und zwar das, was er nach der Anmeldung sieht, nicht das, was auf der Startseite beworben wird. Das ist der erste Klick, den dieser Text dem Leser zumutet, und kein Artikel ersetzt ihn.
| Marke | Inhaber nach Whitelist | Sportwett-Erlaubnis seit |
|---|---|---|
| Tipico | Tipico Co. Limited | 09.10.2020, Folgeerlaubnis 09.12.2022 |
| ODDSET | Oddset Sportwetten GmbH | 18.11.2020, Folgeerlaubnis 15.12.2022 |
| NEO.bet | Greenvest Betting Limited | 09.10.2020, Folgeerlaubnis 22.12.2022 |
| Tiptorro | Torro Tec Limited | 30.06.2021, Folgeerlaubnis 27.12.2022 |
| DAZN Bet | DZBT Operations Limited | 22.08.2023 |
| Sportwetten.de | NetX Betting Limited | 19.11.2020, Folgeerlaubnis 16.12.2022 |
| 888sport | 888 Germany Limited | 30.06.2021, Folgeerlaubnis 15.12.2022 |
| Betway | Betway Limited | 09.03.2021, Folgeerlaubnis 23.12.2022 |
| bwin | bwin (Deutschland) Limited | 09.10.2020, Folgeerlaubnis 23.12.2022 |
| Interwetten | Interwetten Gaming Limited | 02.11.2020, Folgeerlaubnis 27.12.2022 |
Was diese Spalte an Zusatzinformation trägt, ist der Unterschied zwischen den Daten. Zwischen der ersten Erteilungsrunde im Oktober und November 2020 und dem Eintrag von DAZN Bet im August 2023 liegt fast das ganze erste Jahrzehnt des neuen Staatsvertrags. Ein spät hinzugekommener Anbieter hatte weniger Zeit, sein Sportwettprogramm an die deutsche Fassung anzupassen — und für Cricket bedeutet das konkret, dass die Tiefe des Angebots bei einem Anbieter mit spätem Eintrag eher aus einer internationalen Programmvorlage stammt als aus etwas, das in Halle geprüft wurde. Umgekehrt belegt ein frühes Datum nichts über Cricket. Es belegt nur, wie lange der Anbieter im deutschen Rahmen arbeitet.
Der zweite Punkt, den die Tabelle nicht sagen kann und den der Text deshalb hier sagen muss: Die Whitelist nennt Inhaber, keine Konzerne. Tipico, ODDSET und die acht folgenden Marken sind zehn Marken mit einer Erlaubnis in Deutschland, und keine davon genießt irgendeine Exklusivität — die Liste führt 27 Inhaber mit einer Sportwetten-Erlaubnis, nicht zehn. Wer eine Marke außerhalb dieser Auswahl im Blick hat, prüft sie selbst in der Liste unter dem eingetragenen Namen. Das ist keine Formalität; die Liste ist der einzige Test, den es gibt.
Wie sich eine Quote in Geld übersetzt, lässt sich unabhängig von jedem Anbieter zeigen — und ähnlich unabhängig von der Sportart. Nehmen wir einen zweiseitigen Markt, wie er im Kopf eines Wettenden entsteht: zwei Ausgänge, Quote 1,90 für beide Seiten. Das ist ausdrücklich ein Rechenbeispiel und kein irgendwo notierter Preis. Der Anteil, den dieser Markt an die Wettenden zurückzahlt, liegt bei rund 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90), also bei etwa 95 Prozent. Die Marge — der Rest, den der Veranstalter einbehält — liegt damit bei ungefähr 5 Prozent des Umsatzes dieses Marktes. Bei 100 € Einsatz auf die Gesamtheit solcher Wetten bleiben so etwa 95 € im Umlauf der Auszahlungen und rund 5 € beim Veranstalter.
Die 5 Prozent sind eine Bandbreite, keine Konstante, und die Bedingung dafür ist die Quotenhöhe. Je niedriger beide Quoten stehen — sagen wir bei einer schwer vorherzusagenden Partie mit klarer Favoritenrolle —, desto breiter wird die Spanne; je näher beide Seiten 2,00 kommen, desto schmaler. Im Cricket ist das besonders sichtbar, weil ein Test-Match mit einem dritten Ausgang — dem Draw — einen Markt erzeugt, dessen Quote auf allen drei Seiten länger ist als in einem reinen Zweiwegemarkt, und eine lange Quote auf allen drei Ausgängen ist nicht dasselbe wie ein faires Verhältnis. Die Marge sitzt in jedem einzelnen Markt, und sie sitzt in den langen Quoten ebenso wie in den kurzen. Wer die Marge eines Anbieters beurteilen will, vergleicht nicht die Hauptquote eines Spiels, sondern die Summe über alle Ausgänge eines Marktes.
Was eine Cricketwette zurückzahlt, folgt derselben Arithmetik wie jede andere: Bei einer Einzelwette ergibt sich der mögliche Rückfluss aus Einsatz multipliziert mit der Quote; der mögliche Nettogewinn entspricht dem Einsatz multipliziert mit der Quote minus eins. Aus 10 € Einsatz und Quote 2,10 werden also 21 € zurück, davon 11 € Gewinn. Bei einer Kombiwette werden die Quoten der Teile zu einer Gesamtquote vervielfacht — 1,90 mal 2,10 ergäbe eine Gesamtquote von 3,99, und aus 10 € würden 39,90 €. Das ist kein Vorteil, sondern eine Addition von Margen: Mit jedem weiteren Teil multiplizieren sich die einbehaltenen Anteile, und genau deshalb ist eine Kombiwette aus sechs Cricketmärkten wettökonomisch kein besseres Geschäft als eine Einzelwette, sondern ein schlechteres.
Auf die Sportwettensteuer sei an dieser Stelle verwiesen, weil sie in jede Quote eingerechnet sein kann, nicht muss: Sie beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“ und damit rund 5,03 % des eingezahlten Betrags; sie schuldet der Veranstalter der Wette, nicht der Wettende. Ob und wie sie an den Kunden weitergegeben wird, entscheidet der Anbieter — Aussagen dazu lassen sich nur den Bedingungen des einzelnen Anbieters entnehmen, und die Formulierung „5,3 % auf den Einsatz abzüglich der Steuer (rund 5 % des eingezahlten Betrags)“ trifft die Regel nicht. Die Steuer trifft auch unerlaubte Anbieter; gezahlte Steuer ist kein Nachweis einer Erlaubnis.
Die zehn Anbieter mit deutscher Sportwett-Erlaubnis im Einzelnen
Die Reihenfolge dieser Einzelbetrachtungen ist keine Rangfolge. Jeder Eintrag beginnt mit dem, was bei der Marke am stärksten auffällt, nicht mit dem, was alle teilen.
Tipico — die Marke mit der größten App-Reichweite und einem Cashout, der namentlich beworben wird
Tipico Co. Limited ist seit dem 9. Oktober 2020 mit einer Sportwett-Erlaubnis geführt, die am 9. Dezember 2022 eine Folgeerlaubnis erhalten hat. Öffentlich auffälliger als das Datum ist die App: Die Tipico Sportwetten App wird im Apple App Store von der Entwicklerin Tipico B2B Ltd angeboten, und in der Entwicklerbeschreibung werden „Tipico Cashout“ als Kontrolle über den Wettschein sowie Live-Wetten auch während des Fußballspiels genannt.
Der Cashout ist der Punkt, an dem sich die Frage des Cricket-Angebots entscheidet. Ein Cashout erlaubt, eine offene Wette vor dem Ende zu schließen; bei einem Test-Match, das fünf Tage läuft, ist das kein Komfortmerkmal, sondern die einzige Möglichkeit, einen Wettschein loszuwerden, bevor Regen, Zeit oder ein einzelner Schlag die Sache umgedreht haben. Ob Tipico Cashout für Cricket-Partien anbietet, ist damit die erste Frage, die ein Cricket-Kunde an diese Marke hat — und sie ist keine Frage, die man vor der Anmeldung an der Startseite ablesen kann. Zu klären ist sie im Wettschein, sobald eine Cricketwette im Korb liegt, oder in den Bedingungen. Ein Cashout ist im Übrigen keine gesetzlich geregelte Einrichtung; er existiert, solange ein Anbieter ihn anbietet, und unter dessen eigenen Bedingungen.
Wer Cricket bei einem Anbieter mit deutscher Erlaubnis und einer App sucht, die Live-Wetten sichtbar verankert, findet hier die naheliegendste Adresse. Wer seine Wette überwiegend nachts abschließt und dabei eine Abbruchmöglichkeit erwartet, sollte sie nicht unterstellen.
ODDSET — die staatlich geprägte Marke und der älteste Erlaubnisbescheid im Feld
Die ODDSET Sportwetten GmbH bekam vom Regierungspräsidium Darmstadt mit Bescheid vom 15.12.2022 die Erlaubnis für Sportwetten im Internet und im stationären Vertrieb; Aufsichtsbehörde ist die GGL in Halle (Saale). In der Whitelist steht die Marke mit einer ersten Erlaubnis vom 18.11.2020 und der Folgeerlaubnis vom 15.12.2022.
Bemerkenswert ist der Umstand, dass hier eine Erlaubnis für Internet und stationären Vertrieb nebeneinander besteht. Das ist für Cricket kein Vorteil, aber es sagt etwas über die Rolle dieser Marke im Markt: Sie ist der Anbieter mit dem traditionellen Vertriebsnetz, und ihre Programmgestaltung folgt einem Publikum, das seine Wetten an einem Kassenort abschließt und nicht um drei Uhr morgens am Telefon. Ein Live-Cricket um Mitternacht ist in diesem Modell kein Kernstück. Wer Cricket vor allem als Live-Angebot sucht, findet hier die schwächere Ausgangslage; wer eine Marke mit dem institutionellen Hintergrund sucht, findet die stärkere.
Ein zweiter Punkt hängt an derselben Struktur: Wenn Cricket im Programm steht, dann dort eher als Turnierangebot während der großen Fenster — Weltmeisterschaft, große Länderspielserien — denn als tägliche Abdeckung. Für die IPL kann das reichen, für ein Test-Match in Australien selten.
NEO.bet — die junge Marke mit betagtem Erlaubnisdatenstand
Für NEO.bet führt die Whitelist die Greenvest Betting Limited als Betreiberin, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 09.10.2020 und einer Folgeerlaubnis vom 22.12.2022. Der Markenauftritt ist jung, der Erlaubnisverlauf nicht.
Das ist für Sportwetten kein Widerspruch, aber es ordnet das Angebot ein. Ein Anbieter, der seine Marke über Design und Zielgruppenansprache positioniert, tut das über die Programmoberfläche; Cricket ist in solchen Oberflächen ein Sortimentsartikel wie jeder andere, und die Frage lautet, ob unter der Kachel mehr liegt als ein Turnier. Für einen Kunden heißt das: Das Live-Programm zur Partie ist das Kriterium, an dem sich die Marke im Cricket bewährt, und die Testversion ist die Partie, nicht die Startseite. Wer erst nach der Anmeldung erfährt, dass er sein Konto verifiziert hat und kein laufendes Cricket-Spiel findet, hat den teuren Weg gewählt.
Tiptorro — die App-Marke, die sich selbst an der Whitelist misst
Die Tiptorro-App wird im App Store von der Torro Tec Limited mit Sitz in Malta angeboten; diese beschreibt sich als behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder mit Eintrag in der Whitelist. Die Whitelist führt die Marke mit einer Erlaubnis seit dem 30.06.2021 und einer Folgeerlaubnis vom 27.12.2022.
Dass ein Anbieter seine Aufsicht ausdrücklich benennt, statt sie in einem Rechtshinweis verschwinden zu lassen, ist angenehm zu lesen und in dieser Aufstellung nicht bei allen zu finden. Es ändert allerdings nichts an der eigentlichen Frage für Cricket: Ob das Wettprogramm der Marke Cricket-Jahreskalender mitführt oder sich auf die großen Turniere beschränkt, verrät die Selbstbeschreibung nicht. Der Weg dahin ist der Wettschein — eine Cricket-Partie im Programm suchen, nicht eine Marke im Verzeichnis prüfen.
DAZN Bet — der späteste Whitelist-Eintrag und die Frage, was das Wettprogramm aus dem Stream macht
Die DZBT Operations Limited mit Sitz in Zebbug auf Malta veranstaltet die Sportwetten unter DAZN Bet; die GGL verzeichnet die Sportwett-Erlaubnis seit dem 22. August 2023. Das ist der jüngste Eintrag unter den zehn — und der einzige in dieser Runde ohne Folgeerlaubnis, weil die Zeit dafür noch nicht abgelaufen ist.
Der Markenhintergrund ist der eines Sportstreaming-Dienstes, und hier wird der Vergleich für Cricket wirklich interessant. Ein Cricket-Angebot lebt von Sendezeiten; ein Anbieter, dessen Umfeld ohnehin Sport in Bewegtbild zeigt, hat einen strukturellen Grund, Cricket zu führen, den ein reiner Wettanbieter nicht hat. Gleichzeitig sagt eine Erlaubnis seit 2023 nichts über das sportliche Sortiment. Für einen deutschen Cricket-Fan ist die Prüfreihenfolge hier eine andere als bei den übrigen Marken: zuerst die Frage, ob Cricket überhaupt im Programm steht, dann die Frage, ob die Live-Wetten dazu angeboten werden. Wer beides nicht vorab klärt, verifiziert sich für ein Angebot, das er nicht vorfindet.
Sportwetten.de — die Marke, deren Name die Adresse ist und deren Inhaber kaum jemand kennt
In der GGL-Übersicht ist für Sportwetten.de die NetX Betting Limited mit Sitz in Birkirkara auf Malta geführt, mit einer ersten Erlaubnis vom 19.11.2020 und einer Folgeerlaubnis vom 16.12.2022. Die Marke trägt ihren Verwendungszweck im Namen; ein Wiedererkennungswert jenseits davon entsteht daraus nicht.
Für Cricket ist der Gedanke einfach: Eine Marke, die sich über den Gattungsnamen positioniert, spricht Gelegenheitswettende an, nicht Spezialisten. Ein Sport wie Cricket, der in Deutschland von einer kleinen, sehr informierten Gruppe gesucht wird, steht in einem solchen Programm selten weit oben. Das ist kein Ausschluss, sondern eine Erwartungshaltung: Wer eine Test-Match-Wette sucht, sollte die beiden Minuten investieren, die es braucht, um im Programm eine laufende Serie zu finden. Findet er keine, hat er die Antwort und muss nicht weiterlesen.
888sport — die Marke mit einem börsennotierten Konzern im Rücken
Hinter 888sport steht die 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar, die Holdinggesellschaft der 888-Gruppe, zu der 888sport gehört; die Aktie ist seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert. Die Whitelist weist für die deutsche Domain die 888 Germany Limited als Inhaberin der Sportwett-Erlaubnis aus, erstmals erteilt am 30.06.2021, mit Folgeerlaubnis vom 15.12.2022.
Ein börsennotierter Konzern bedeutet für den Kunden keine bessere Quote und kein tieferes Cricket-Programm. Was es bedeutet, ist Publizität: Zahlen, Beteiligungen und das Geschäftsgebaren eines solchen Hauses sind öffentlich einsehbar, und wer wissen will, mit wem er es zu tun hat, hat hier mehr Material als bei einer Malteser Beteiligungsgesellschaft. Das ist ein Argument für Transparenz und gegen nichts. Für Cricket zählt weiterhin allein, was im Wettprogramm steht — und dort bewegt sich ein Konzernportfolio eher an den großen internationalen Fenstern als im Test-Spielbetrieb.
Betway — die Marke, deren Cashout dokumentiert ist und deren Zusammenstellung davon lebt
Beim Betway-Cash-Out erscheint das grüne Symbol unter „Meine Wetten“; der Wert der Wette wird angezeigt, ausgezahlt werden kann der gesamte Betrag oder ein Teil. Betway bietet zudem einen Wettkonfigurator für Fußballspiele, der Konfigurator+ Auswahlen aus verschiedenen Partien kombiniert. Die Whitelist führt für die Marke die Betway Limited, mit einer ersten Sportwett-Erlaubnis vom 09.03.2021 und einer Folgeerlaubnis vom 23.12.2022.
Zwei Dinge stechen heraus. Der teilweise Cashout ist bei einer lang laufenden Partie mehr wert als der vollständige — bei einem ODI kann man einen Teil der Wette auflösen und den Rest laufen lassen, und genau das passt zur Struktur eines Spiels, das sich in mehreren Phasen entscheidet. Der Konfigurator ist dagegen ausdrücklich für Fußball beschrieben. Wer aus dieser Beschreibung ableitet, dass Cricket-Märkte in eine freie Zusammenstellung passen, leitet zu viel ab: Ein Konfigurator existiert für die Sportarten, für die ein Anbieter ihn gebaut hat, und Cricket ist keine Fußballpartie. Der Cashout ist damit das belastbare Merkmal dieser Marke für Cricket, der Konfigurator nicht.
bwin — die früh erlaubte Marke einer großen Gruppe
Als Anbieter von bwin führt die Whitelist die bwin (Deutschland) Limited mit Sitz in Gzira auf Malta — ein Eintrag mit Stand der Liste vom 2. Oktober 2026. Die erste Erlaubnis datiert vom 09.10.2020, die Folgeerlaubnis vom 23.12.2022.
Eine Marke, die seit dem ersten Erlaubnisjahr im deutschen Markt ist, hat die Filter des Programms über viele Jahre mitgebaut. Für Cricket ist das ein schwaches, aber reales Signal: Wer lange im regulierten deutschen Markt arbeitet, hat es schwerer, ein Sportartensortiment zu führen, das nicht an einen deutschen Alltag anschließt — die Zugangsbeschränkungen und das Programm der GGL setzen den Rahmen, nicht der eigene Wunsch. Wer bei bwin auf Cricket setzen möchte, prüft die Turnierfenster und nicht die Marke.
Interwetten — der Anbieter, dessen Markenprofil am längsten am Sport hängt
Die Whitelist nennt als Anbieter von Interwetten.de die Interwetten Gaming Limited mit Sitz in Tigne’ Point in Sliema auf Malta, mit einer ersten Erlaubnis vom 02.11.2020 und einer Folgeerlaubnis vom 27.12.2022.
Interwetten gehört zu den Häusern, bei denen Sportwetten über Jahrzehnte das Kerngeschäft waren, nicht ein Anhängsel eines anderen Produkts. Solche Häuser führen Sportarten traditionell nach Sendezeit und Saison statt nach Umsatzprognose, und Cricket steht in dieser Logik in dem Fenster, in dem es international gespielt und übertragen wird. Für den deutschen Cricket-Kunden ist das die interessantere Ausgangslage: Der Weg über das Sportartenverzeichnis, in dem Cricket einen eigenen Eintrag hat, statt über die Turniersonderliste. Ob der Eintrag dann mit Märkten gefüllt ist, entscheidet die laufende Saison.
Der Vergleich endet hier, und er endet ohne Empfehlung. Alle zehn Marken sind in Ordnung; die Frage ist, welche davon das Sportartenverzeichnis so führt, dass Cricket darin nicht nur als Kachel existiert. Wer diese Frage vor der Anmeldung klärt, spart sich die anschließende Verifizierung. Wer sie nach der Anmeldung klärt, hat wenig verloren außer Zeit.
Häufige Fragen zu Cricketwetten in Deutschland
Wo kann ich bei einem Anbieter mit deutscher Erlaubnis auf Cricket setzen?
Bei den Marken, deren Sportwetten-Domain auf der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder steht. Ob eine von ihnen Cricket im Programm führt, steht in keiner amtlichen Übersicht. Prüfen lässt sich das nur im Sportwettprogramm des Anbieters — nach der Anmeldung, in laufenden Turnierfenstern. Vor dem Abgeben eines Wettscheins, nicht danach.
Was ändert sich für meine Wette, wenn Regen ein Spiel unterbricht?
In Limited-Overs-Spielen berechnet die Duckworth-Lewis-Stern-Methode das Ziel der zweiten schlagenden Mannschaft neu. In 50-Over-Partien muss jede Mannschaft mindestens 20 Overs bestreiten, im Twenty20 mindestens fünf, sonst gilt das Spiel als „No Result“ — außer ein Team ist all out oder erreicht das Ziel früher. Ihre Quote bleibt, das Spiel kann sich dabei auf ein kürzeres Format verkürzen.
Welche Live-Wetten auf Cricket sind in Deutschland erlaubt?
Nur auf den Endausgang der Partie oder auf einen ähnlichen seltenen Bestandteil im Sinne der Live-Wett-Regel des Glücksspielstaatsvertrags. Der nächste Ball und die nächste Wicket sind keine zugelassenen Live-Ereignisse — im Fußball wäre das der nächste Treffer, im Tennis der nächste Satz. Bei einem Twenty20 bleiben damit nur Wetten auf den Ausgang der gesamten Partie.
Wie wirkt sich die Sportwettensteuer von 5,3 % auf meine Auszahlung aus?
Die Steuer betrifft die Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“, das sind rund 5,03 % des eingezahlten Betrags, und schuldet sie der Veranstalter der Wette, nicht Sie. Ob ein Anbieter sie in seine Quoten einrechnet, steht in dessen eigenen Bedingungen. Aus einem Einsatz von 10 € bei Quote 2,10 werden vor Abzügen 21 €.
Gibt es eine sichere Cricket-Prognose?
Nein. Ein Tipp ist eine Einschätzung, keine Vorhersage, und kein Verfahren macht aus einer Einschätzung ein Ergebnis — wer eine sichere Wette anbietet, verkauft etwas, das er nicht besitzt. Eine Prognose entsteht aus Form, Aufstellung, Platzverhältnissen und Spielplan, und jedes dieser Elemente kann sich in einer Partie umkehren. Die Quote eines Anbieters liefert dazu keine weitere Information.
Was von dieser Seite übrig bleibt
Zehn Marken, eine Whitelist, eine Sportart, die in Deutschland niemanden als Publikum hat. Die Reihenfolge der Entscheidung ist das Ergebnis: erst die Erlaubnis prüfen, dann das Cricket-Programm im Sportartenverzeichnis suchen, dann die Quote eines Marktes über alle ihre Ausgänge rechnen und nicht über eine einzelne Zahl. Der Anbieter, der übrig bleibt, ist selten der mit dem größten Bonus, aber er ist der, bei dem man die Wette am Ende auch ausgezahlt bekommt.
Und wenn ein Cricket-Spiel um vier Uhr morgens deutscher Zeit beginnt: Das Einzahlungslimit von 1.000 € pro Kalendermonat gilt dann genauso wie um vier Uhr nachmittags. Das ist die unromantischste Aussage dieser Seite und die einzige, die niemand nachprüfen muss.
Sportarten – Die besten Wett Apps
Inhalt erstellt vom Team «Die besten Wett Apps»
