NHL online wetten: Was die Quote verschweigt und der Bonus nachfordert
Die Eisfläche ist leer, das Licht brennt, und irgendwo zwischen zwei Bullys entscheidet sich, ob aus einem Einsatz ein Gewinn wird. Wer online auf die NHL wettet und in Deutschland wohnt, trifft diese Entscheidung mit einer Handvoll Vorgaben im Nacken: eine Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder, ein Marktprogramm, das nicht der Anbieter erfindet, eine Steuer, die im Einsatz steckt, und ein Bonus, der erst eingelöst ist, wenn der Umsatz erledigt ist. Keine dieser Bedingungen kostet sichtbar etwas. Alle kosten etwas.

Stand: 30. Oktober 2026, abgeglichen mit der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder in der Fassung vom 2. Oktober 2026.
Was eine Quote ist, wenn niemand hinsieht
Eine NHL-Quote sieht aus wie eine Zahl, ist aber ein Preis. Der Anbieter kauft das Risiko nicht, er verkauft es: Er nimmt auf beide Seiten des Spiels Einsätze an und behält von dem, was er auszahlt, einen Anteil für sich. Nennt man diesen Anteil die Marge, klingt das wie eine Gebühr. Es ist eine Gebühr, nur ohne Rechnung.

Rechnen wir es an dem Beispiel, das jede Seite braucht: ein Zwei-Weg-Markt mit 1,90 auf beiden Seiten. Der Auszahlungsschlüssel ergibt sich aus 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90), das sind rund 95,2 %. Die Marge liegt damit bei etwa 4,8 %. Das ist kein Wert, den ein bestimmtes Spiel trägt, und keiner, den ein bestimmter Anbieter führt — es ist das Ergebnis von zwei gleichen Quoten und nichts weiter. Bei einem Zwei-Weg-Markt mit 1,85 je Seite landen Sie bei etwa 5,4 % Marge, bei 1,95 je Seite bei rund 2,6 %.
Diese Bandbreite ist der eigentliche Befund. Wenn Sie einen Einsatz über viele Wetten rollen, wandert ein Anteil zwischen etwa 2,6 % und etwa 5,4 % des Einsatzes daran vorbei, ohne dass Sie dafür eine schlechte Entscheidung getroffen hätten. Bei einem Drei-Weg-Markt wie dem Hauptrundensieg ist die Bandbreite in der Regel breiter, weil der Anbieter mehr Ergebnisse korrekt bepreisen muss. Die Marge ist der Grund, warum ein Anbieter mit „den besten Quoten“ wirbt und nicht mit „der kleinsten Marge“ — die Werbung nennt nie die Kennzahl, um die es geht.
Genau hier setzt die Sportwettensteuer an, und sie ist das am häufigsten falsch wiedergegebene Detail am deutschen Wettmarkt. Der Satz beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“, wie §§ 17, 18 RennwLottG sie festlegen. Das entspricht rund 5,03 % des tatsächlich eingezahlten Betrags. Geschuldet wird sie vom Veranstalter der Wette, nicht von der Spielerin oder dem Spieler (§ 19 RennwLottG). Ob und wie sie weitergereicht wird, entscheidet jeder Anbieter in seinen eigenen Bedingungen. „5,3 % auf den Einsatz abzüglich der Steuer (rund 5 % des eingezahlten Betrags)“ ist deshalb eine falsche Aussage, auch wenn sie richtig klingt.
Wer eine Quote vor sich hat, sieht also zwei Kostenblöcke, die schon in die Zahl eingerechnet sind: die Marge und, je nach Anbieter, den Steueranteil. Ein Beispiel für die Auszahlung bei einer Quote von 2,10 und 50 € Einsatz gehört genau hierhin — 50 € × 2,10 ergeben 105 € brutto, der Nettogewinn liegt bei 55 €. Ob dieser Betrag später vollständig ankommt oder um eine ausgewiesene Steuerposition gekürzt wird, steht in den Bedingungen des jeweiligen Anbieters und nirgends sonst.
Welche Märkte zur NHL überhaupt offen sind
Spielsieger, Puck Line, Gesamttore
Der Markt, den fast jeder zuerst sieht, ist der Spielsieger: zwei Teams, zwei Quoten, ein Ergebnis nach regulärer Zeit oder nach Verlängerung — je nachdem, wie der Anbieter den Markt zuschneidet. Daneben steht die Puck Line, ein Handicap über Tore, mit dem der Anbieter ein Ungleichgewicht zwischen zwei Mannschaften ausgleicht. Und die Gesamttore, bei denen Sie weniger auf den Sieger als auf das Spielniveau wetten: fünf Tore, sechs, sieben — die Linie ist die einzige Variable, die Sie interessiert.

Alle drei sind Festquoten-Wetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon und auf Ereignisse innerhalb des Geschehens, als Einzel- oder Kombinationswette nach § 21 Abs. 1 GlüStV. Der entscheidende Nebensatz steht in § 21 Abs. 5: Erlaubt sind nur Wettarten, die die Behörde zugelassen hat. Das Sportwettprogramm des Anbieters ist also kein Selbstbedienungsregal, sondern eine Liste, die jemand abgesegnet hat. Wenn ein Markt bei einem lizenzierten Anbieter fehlt, ist das kein Angebotsfehler.
Für den Eishockey-Zuschauer ist das eine gute und eine schlechte Nachricht. Gut, weil die drei Kernmärkte fast überall zu finden sind und sich die Anbieter dort über die Linie unterscheiden, nicht über die Marktexistenz. Schlecht, weil die Spielarten, die den Reiz des Eishockeys ausmachen — das nächste Tor in einem bestimmten Drittel, die Anzahl der Strafzeiten, die Schüsse aufs Tor — nicht in jedem Programm stehen. Rechnen Sie damit, dass Ihr Lieblingsmarkt entweder selten oder gar nicht geöffnet ist.
Nichts erfindet Ihnen der Anbieter hinzu, was die Behörde nicht kennt. Der Vergleich der Marktauswahl ist deshalb kein Blick auf Kreativität, sondern auf die Tiefe des zugelassenen Programms.
Livewetten: die Grenze liegt im Gesetz, nicht im Produkt
Livewetten sind der Punkt, an dem die deutschen Regeln den größten Unterschied zu dem machen, was ein internationaler Anbieter zeigen würde. Während ein Spiel läuft, ist nur erlaubt, auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine ähnliche Komponente in Sportarten zu wetten, in denen solche Ereignisse selten sind (§ 21 Abs. 4 GlüStV). Das nächste Tor im Fußball: erlaubt. Der nächste Satz im Tennis: erlaubt. Der nächste Punkt im Tennis oder der nächste Korb im Basketball: nicht erlaubt.
Auf Eishockey übertragen heißt das: Ein Livewett-Angebot, das während des laufenden Spiels auf jeden Bully, jedes Drittelergebnis oder den nächsten Torschützen geht, kann von einem Whitelist-Anbieter so nicht angeboten werden. Was bleibt, ist der Endstand und die Tor-Komponente. Wer von einem Buchmacher ein Live-Portfolio auf dem Niveau einer ausländischen Plattform erwartet, wird enttäuscht — und die Enttäuschung ist der Preis der Erlaubnis.
Dazu kommt eine Regel, die in der Praxis mehr ausmacht als sie in der Theorie klingt: Gewinne werden erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt. Beim Livewetten heißt das, dass Sie zwischen der Entscheidung und dem Geld eine Wartezeit haben, die sich nicht abkürzen lässt. Eine Wette, die nach der ersten Torchance im Grunde gelaufen ist, ist es auf dem Konto noch nicht.
Cash-out: eine Einrichtung des Anbieters
Cash-out ist in der deutschen Rechtslage nicht geregelt. Es gibt keine Vorschrift und keine behördliche Regelung dafür, und das bedeutet in der Konsequenz: Was Cash-out leistet, was er kostet und wann er funktioniert, steht ausschließlich in den Bedingungen des jeweiligen Anbieters.
Wo es den Auszahlungsbetrag gibt, gibt es ihn meist nicht zum theoretischen Wert der Wette. Der Anbieter rechnet sich seine Marge noch einmal ein, und dieser Aufschlag ist der eigentliche Inhalt des Features. Wer eine Wette glattstellt, verkauft ein Risiko zu einem Preis, den der Käufer bestimmt. Bei Betway erscheint das grüne Symbol unter „Meine Wetten“; der Wert der Wette wird angezeigt, ausgezahlt werden kann der gesamte Betrag oder ein Teil. Das ist die Funktionsbeschreibung, die die App liefert — über den Abschlag beim Ausstieg sagt sie nichts, und das ist keine Lücke der Beschreibung, sondern die Natur des Produkts.
Wichtig für Livewetten-Freunde: Cash-out ersetzt das fehlende Liveangebot nicht. Er bezieht sich auf eine bestehende Wette, nicht auf einen Markt, und er öffnet Ihnen kein Fenster in ein laufendes Spiel, das § 21 Abs. 4 geschlossen hält.
Stanley-Cup-Quoten und die Auszeichnungen
Die Stanley-Cup-Quote ist der weiteste Markt, den ein Anbieter auf diese Liga anbieten kann: eine Wette, die im Oktober beginnt und im Juni endet. Genau darin liegt das Problem für den, der sie kauft. Ihr Geld liegt monatelang fest, und die einzige Rendite auf die Wartezeit ist die Chance, dass Ihre Einschätzung besser war als die des Anbieters im Herbst.
Dass der Wettbewerb lang ist, macht die Quote nicht unfair, aber die Bindung sichtbar. Die Playoffs werden nach der Hauptrunde in Serien im Modus „Best of seven“ ausgespielt — vier Siege pro Runde, bis zu sieben Spiele, und dieselbe Reihe zieht sich durch vier Runden. Ein Team, das zwei Serien über sieben Spiele geht, schleppt eine Last in die nächste Runde, die in einer Quote vom Oktober nicht enthalten war.
Wie das ausgeht, weiß niemand, und diese Seite sagt es nicht voraus. Aber es gibt einen Grund, die Struktur der Liga zu kennen, bevor man sich in einen langen Markt kauft: Die NHL hat 32 Teams, davon 7 aus Kanada und 25 aus den USA. Ein Team reist quer über den Kontinent, häufig zweimal in einer Woche, und die Reisebelastung ist eine Größe, die in keiner Quote steht. Sie steht auch in keiner Prognose. Sie gehört zur Disziplin des Lesers.
Der NHL-Kalender: Hauptrunde, Playoffs, Auszeichnungen
Wenn Sie auf NHL-Märkte wetten, ist der Kalender keine Randnotiz, sondern die Zeitachse, auf der Ihr Geld arbeitet. Die Hauptrunde 2025/26 lief vom 7. Oktober 2025 bis zum 16. April 2026, mit 82 Spielen pro Team bei 32 Teams. Ab der Saison 2026/27 sind laut Tarifvertrag 84 Spiele vorgesehen. Zwei Spiele mehr klingen nicht dramatisch — die Wirkung sind aber mehr Dehnung im Rumpf eines Spielplans, mehr Reisetage und mehr Spiele, in denen ein Trainer seinen Backup-Torhüter aufstellt, weil der Starter nicht mehr kann.
Die Playoffs 2026 liefen vom 18. April bis zum 14. Juni 2026. Die Carolina Hurricanes gewannen das Finale 4:2 gegen die Vegas Golden Knights. Es war der zweite Stanley Cup der Franchise, und die Conn Smythe Trophy als wertvollster Spieler der Playoffs ging an Jordan Staal. Die Presidents‘ Trophy für die beste Hauptrundenbilanz holte die Colorado Avalanche mit 121 Punkten.
Für den Marktleser hat diese Liste drei Funktionen. Erstens: Sie ist der Beleg, dass Vorrunden- und Playoff-Quoten zwei verschiedene Produkte sind, mit einem Schnitt am 16. April. Zweitens: Sie zeigt, was man in einem Herbstmarkt eigentlich kauft — eine Mannschaft, die in der Lage ist, bis Mitte Juni zu überleben, nicht eine, die im November gut aussieht. Drittens, und das ist der unangenehme Teil: Der Ausgang einer Best-of-seven-Serie entscheidet sich in einer Größenordnung, die eine Regular-Season-Bilanz nur grob vorhersagt. 121 Punkte in der Hauptrunde sind kein Versprechen fürs Frühjahr.
Dass die Liga übrigens einigermaßen alt ist, ändert an alldem nichts, ist aber hübsch: Gegründet wurde die NHL am 22. November 1917 von den Montreal Canadiens, den Montreal Wanderers, den Ottawa Senators und den Quebec Bulldogs; erster Präsident war Frank Calder. Rekordgewinner des Stanley Cups sind die Canadiens de Montréal mit 24 Titeln.
Wie sich zehn lizenzierte Anbieter unterscheiden
Die Gegenüberstellung beginnt mit dem einzigen Feld, das keine Verhandlung zulässt: der Erlaubnis. Seit dem 1. Juli 2021 gilt der GlüStV 2021; die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz in Halle (Saale) erteilt die bundesweite Erlaubnis für die Veranstaltung und Vermittlung von Sportwetten im Internet (§ 9a Abs. 1 Nr. 3, § 27f Abs. 1 GlüStV), überwacht den Markt und verhängt Bußgelder (§ 28a). Die Steuer ist Sache der Finanzämter, nicht der Behörde.
Der Schnappschuss der Whitelist vom 2. Oktober 2026 enthält 30 Einträge: 27 Inhaber mit Sportwetten-Erlaubnis, zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten, und drei reine Pferdewetten-Inhaber. Jede aufgeführte Domain ist eine .de-Domain, aber eine .de-Domain allein beweist gar nichts. Die White list selbst ist der einzige Test — § 9 Abs. 8 GlüStV. Eine erste Erlaubnis läuft fünf Jahre (§ 4c Abs. 1); die Liste nennt nur Erteilungsdaten, kein Enddatum. Und: Nur die unter der Sporterlaubnis aufgeführte Domain nimmt Sportwetten an. Slots-, Poker- oder Casino-Erlaubnisse desselben Inhabers sind andere Lizenzen mit anderen Regeln und sagen über das Sportwettenangebot nichts.
| Anbieter | Whitelist-Status und Inhaber der Erlaubnis | Sporterlaubnis seit |
|---|---|---|
| Tipico | geführt, Inhaber Tipico Co. Limited | 09.10.2020, Folgeerlaubnis 09.12.2022 |
| bpremium | geführt, Inhaber Ladbrokes (Deutschland) Limited | 09.10.2020, Folgeerlaubnis 21.12.2022 |
| DAZN Bet | geführt, Inhaber DZBT Operations Limited | 22.08.2023 |
| ODDSET | geführt, Inhaber Oddset Sportwetten GmbH | 18.11.2020, Folgeerlaubnis 15.12.2022 |
| 888sport | geführt, Inhaber 888 Germany Limited | 30.06.2021, Folgeerlaubnis 15.12.2022 |
| Wettarena | geführt, Inhaber I.B.C. Sportsbetting Limited | 09.10.2020, Folgeerlaubnis 15.12.2022 |
| LeoVegas | geführt, Inhaber LVSports Limited | 21.10.2024 |
| MERKUR BETS | geführt, Inhaber Merkur Bets Malta Limited | 06.11.2023 |
| Betway | geführt, Inhaber Betway Limited | 09.03.2021, Folgeerlaubnis 23.12.2022 |
| NEO.bet | geführt, Inhaber Greenvest Betting Limited | 09.10.2020, Folgeerlaubnis 22.12.2022 |
Die Spalte, die am meisten erzählt, ist die letzte. Zwei Anbieter dieser Gruppe sind erst 2023 und 2024 dazugekommen, während der Rest im Gründungsjahrzehnt des regulierten Marktes gestartet ist. Wer spät startet, hat den Aufbau des Programms nicht mit den ersten Jahren des Regimes erlebt und kommt häufig mit einer schlankeren Marktauswahl. Das muss kein Nachteil sein: Ein spät zugelassener Anbieter hat ein geringeres Risiko, in gewachsenen Strukturen festzustecken. Aber es ist eine andere Art von Buchmacher.
Die Whitelist listet einen Inhaber, nicht ein Produkt. „Tipico Co. Limited“ und „Tipico“ sind zwei verschiedene Dinge, und die zweite Zahl hinter einem Datum — die Folgeerlaubnis — ist kein neues Angebot, sondern eine Verlängerung oder Anpassung des bestehenden. Wer prüft, ob ein Anbieter für NHL-Wetten erlaubt ist, sucht einen Eintrag, nicht eine Aussage über sich selbst. Die Liste ist öffentlich und die Prüfung dauert eine Minute.
Was ein Bonus wirklich nachfordert
Ein Wettbonus in Deutschland hat keine gesetzliche Obergrenze. Der GlüStV setzt Beträge, Umsatzbedingungen und Mindestquoten nicht fest; sie kommen ausschließlich aus den Bedingungen des jeweiligen Anbieters. Das klingt nach Freiheit für den Anbieter und bedeutet Arbeit für Sie.
Zwei Zahlen entscheiden, was ein Bonus wert ist. Die erste ist der Umsatz: der Faktor, mit dem der Bonus — oder Bonus plus Einzahlung — durchgespielt werden muss. Die zweite ist die Mindestquote: Nur Wetten ab dieser Quote zählen überhaupt für den Umsatz. Die zweite Zahl wird beim Lesen der Bedingungen am häufigsten übersehen, und sie ist die teurere. Wer einen Bonus mit einem Faktor von 10 auf ein Guthaben von 100 € freispielen muss, kommt auf 1.000 € Umsatz. Bei einem Einsatz von 10 € je Wette sind das 100 Wetten. Das sind nicht 100 Gelegenheiten, sondern 100 Gelegenheiten, bei denen Sie jeweils mindestens die geforderte Quote treffen müssen — und die Mindestquote schließt regelmäßig genau die sicheren, klein bepreisten Wetten aus, mit denen man Umsatz billig erledigen würde.
Und was kostet das? Wenn der geforderte Umsatz in einem Markt mit einer Marge von 4,8 % gespielt wird, sind das im statistischen Mittel rund 48 € an die Buchmachermarge abgegeben — bei einem Bonus von 100 €, wohlgemerkt. Bei der breiteren Bandbreite von 2,6 % bis 5,4 % Marge liegt der erwartete Verlust zwischen etwa 26 € und etwa 54 €. Das ist eine Schätzung über viele Wetten unter der Annahme, dass ausschließlich der Bonusbetrag durchgespielt und das Guthaben nicht mehrfach eingesetzt wird. Sie sagt, was der Bonus im Durchschnitt kostet, nicht was er einbringt, und niemand kann sagen, wie Ihre 100 Wetten ausgehen.
Daraus folgt die einzige verlässliche Bonus-Regel: Rechnen Sie den Umsatz aus, bevor Sie den Bonus annehmen, und vergleichen Sie ihn mit dem, was Sie sowieso vorhatten zu setzen. Ist der geforderte Umsatz größer als Ihr geplanter Wettumsatz über die nächsten Wochen, wird aus dem Geschenk ein Auftrag.
Der Bonus und das erste Spiel
Eine Eigenheit des Eishockeys macht den Bonus-Check unangenehmer als in Sportarten mit täglichen Spielen. Die NHL spielt an manchen Tagen fünfzehn Partien, an anderen zwei. Ein Umsatz, der über einen bestimmten Zeitraum zu erledigen ist, wird dadurch zur Terminfrage: Wenn Ihr Zeitfenster in eine Phase fällt, in der Ihr Team drei Spiele in zehn Tagen hat, und die Mindestquote Sie auf Hauptmärkte verweist, wird die Auswahl dünn.
Prüfen Sie deshalb nicht nur die Zahl, sondern auch, was auf welche Märkte zählt. Steht in den Bedingungen, dass nur Einzelwetten ab einer bestimmten Quote zählen, ist eine Kombiwette aus zwei NHL-Partien unter Umständen nicht das Werkzeug, mit dem Sie den Umsatz erledigen. Steht dort, dass Live-Wetten zählen, haben Sie es mit einer dürren Auswahl zu tun, denn § 21 Abs. 4 lässt während eines Spiels nur das Endergebnis und die nächste-Komponente-Wetten zu. Ein Umsatzziel, das auf Live-Märkte verweist, verweist in Deutschland auf ein kleines Regal.
Der Weg durch die Bedingungen führt über drei Fragen. Welcher Betrag ist die Basis — Bonus allein oder Bonus plus Einzahlung? Welcher Faktor gilt? Und welche Quote muss eine Wette mindestens treffen, damit sie zählt? Alles andere ist nachrangig.
Bonus, Gratiswette, Preisboost: drei verschiedene Dinge
Ob ein Bonus ein Bonus bleibt oder etwas anderes ist, entscheidet über seinen Wert, und die Wörter auf der Startseite helfen dabei nicht. Eine Gratiswette ist kein Guthaben: Der Einsatz wird in der Regel nicht mit ausgezahlt, wenn die Wette gewinnt. Eine „risikofreie“ Wette, die im Verlustfall als Gratiswette zurückkommt, ist keine Rückzahlung in Geld. Ein Preisboost ist eine Erhöhung auf eine bestimmte Auswahl, kein Guthaben. Ein Cashback ist eine Teilrückgabe, keine Verdopplung. Und ein paketgebundener Bonus, der erst nach einer Einzahlung greift, ist genau das: eine Einzahlung mit Zusatzbedingungen.
Der Wert einer Gratiswette lässt sich grob abschätzen, wenn man ihre Bedingungen kennt. Bei einem Betrag B, einer Quote Q und einem Markt mit einem Auszahlungsschlüssel S liegt der durchschnittliche Wert bei B × (Q − 1) ÷ Q × S — bei 10 €, Quote 2,00 und einem Auszahlungsschlüssel von 95,2 % sind das rund 4,76 €. Das ist der Erwartungswert, nicht der Gewinn, und er setzt voraus, dass die Wette ohne Umsatzbedingungen ausgezahlt wird.
Genau hier liegt der Unterschied zwischen einer Gratiswette ohne Auflagen und einem Willkommensbonus mit Faktor 10. Die erste ist ein Rabatt, der zweite ist ein Programm.
Was in Deutschland für NHL-Wetten gilt
Die erste Frage vor jeder Wette ist keine Quotenfrage. Sie lautet: Hat dieser Anbieter eine deutsche Erlaubnis? Die Antwort steht in der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder nach § 9 Abs. 8 GlüStV, und sie ist die einzige belastbare Prüfung. Ohne diese Erlaubnis ist Sportwetten im Internet zu veranstalten oder zu vermitteln unerlaubtes Glücksspiel (§ 4 Abs. 1 GlüStV). Eine Curaçao-, Anjouan- oder Malta-Lizenz hat in Deutschland keine Bedeutung. Die Behörde hat im September 2026 Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten gewarnt und dabei ein konkretes Portal als Beispiel genannt.
Was ein lizenzierter Anbieter anbieten darf, ist eng umrissen. Erlaubt sind Festquoten-Wetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon und auf Ereignisse innerhalb des Geschehens, als Einzel- oder Kombinationswette (§ 21 Abs. 1 GlüStV), und nur die Wettarten, die die Behörde in ihrem Programm zugelassen hat (§ 21 Abs. 5). Nicht erlaubt sind Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren — in der Praxis der Behörde zählt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateur —, manipulationsanfällige Wetten und Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung (§ 21 Abs. 1a). Wetten auf gesellschaftliche oder politische Ereignisse sind nicht zulässig. E-Sport: Die Behörde stellt fest, dass Wetten auf E-Sport nicht möglich sind, weil E-Sport nicht als Sport anerkannt ist; ein lizenziertes E-Sport-Wetten gibt es in Deutschland nicht. Und es gibt keine gesetzliche Obergrenze für den Einsatz pro Wette im Sportwettenbereich.
Ein Wort zur Durchsetzung, weil es die zweite Hälfte des Kostenthemas ist. Wer bei einem Anbieter außerhalb der Whitelist wettet, verzichtet auf jede deutsche Rückgriffsmöglichkeit — es gibt keine Sperrdatei-Anbindung, keine deutsche Beschwerdestelle, keine deutschen Schutzregeln, dafür höhere Limits. Zivilgerichte haben in mehreren Fällen Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung von Einsätzen verurteilt, und die Frage liegt inzwischen beim Europäischen Gerichtshof. Der Bundesgerichtshof hat dem EuGH am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; der Kläger verlangt von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Der Generalanwalt des EuGH, Nicholas Emiliou, hält es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24, Tipico) grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Sportwettenanbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten — mit der Ausnahme, dass Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Ein Urteil steht aus. Niemandem ist eine Rückzahlung zugesichert, und niemand sollte seine Wette auf eine solche Aussicht bauen.
Zahlungen: kein anonymer Weg
Wer online auf die NHL wetten will, muss vorher zahlen, und für Zahlungen an lizenzierte Anbieter gilt eine harte Vorgabe: Sie dürfen nur von einem Zahlungskonto im eigenen Namen bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut erfolgen; anonyme Zahlungsmittel sind nicht erlaubt (§ 6b Abs. 4 GlüStV). Das ist der Mechanismus, der Krypto und anonyme Prepaid-Karten aus dem lizenzierten deutschen Wettmarkt heraushält, und er ist keine Empfehlung, sondern eine Einlassbedingung.
Welche Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, ist seine eigene Sache und steht nur in seinen Bedingungen. Die Spieler-Gelder liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto; bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt (§ 6b Abs. 6-7 GlüStV). Das ist ein Detail, das kaum jemand liest und das im Ernstfall den Unterschied macht.
Eine Konsequenz für die Praxis: Wer sein Wettkonto von einem Konto eines Dritten aufladen will, kommt nicht durch. Und wer ein Bonusangebot prüft, prüft am besten gleich mit, ob der Zahlungsweg, den er nutzen will, in den Bedingungen überhaupt auftaucht.
Steuer: der Betrag im Einsatz
Die Sportwettensteuer nach §§ 16-25 RennwLottG beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“ (§§ 17, 18). Von dem Betrag, den Sie tatsächlich einzahlen, sind das rund 5,03 %. Geschuldet wird sie vom Veranstalter (§ 19 RennwLottG), nicht von Ihnen, und ob sie in die Quote eingerechnet oder gesondert ausgewiesen wird, entscheidet der Anbieter in seinen Bedingungen.
Ein Punkt gehört betont, weil er oft als Lizenzbeweis missverstanden wird: Die Steuer trifft auch unerlaubte Anbieter. Gezahlte Steuer ist kein Nachweis einer Erlaubnis.
Was mit Gewinnen privater Wettender geschieht, ist auf primärer Ebene nicht geklärt. Für die eigene Situation führt der Weg zu einer Steuerberatung, nicht zu einem Forenbeitrag.
Werbung: die Regeln, die Sie nicht sehen
Ein Anbieter darf nur werben, wenn er eine Erlaubnis hat (§ 5 Abs. 7 GlüStV). Das Verbot zwischen 6 und 21 Uhr (§ 5 Abs. 3 Satz 1) betrifft virtuelle Automatenspiele, Online-Poker und Online-Casinospiele — nicht Sportwetten. Für Sportwetten gelten andere Grenzen: keine Werbung für Wetten auf ein Ereignis unmittelbar vor oder während seiner Live-Übertragung im selben Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlern oder Funktionären und keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz (§ 5 Abs. 3, 6).
Für Sie als Leser heißt das vor allem eines: Ein großer Teil der Werbung, die Ihnen beim Stöbern begegnet, erreicht Sie auf Wegen, die ein lizenzierter Anbieter nicht bezahlt hat. Woher die Empfehlung kommt, ist deshalb eine nützliche Frage. Sie führt nicht immer zu einer erfreulichen Antwort.
Spielerschutz: die Regeln, die das Konto betreffen
Altersgrenze, Prüfung, ein Konto
Die Teilnahme ist ab 18 Jahren möglich (§ 4 Abs. 3 GlüStV). Pro Anbieter ist ein Konto vorgesehen, mit vollständiger Verifizierung (§ 6a). Vor der Verifizierung darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden Spiel erlauben, mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen. Das ist die kurze Frist, in der ein neues Konto lebt, bevor die Identität geklärt ist — und sie erklärt, warum Auszahlungen bei einem frisch eröffneten Konto gelegentlich auf sich warten lassen.
OASIS: die Sperrdatei
OASIS ist das bundesweite Sperrsystem (§§ 8, 8a GlüStV). Es wird bei der Registrierung und bei jedem Login abgefragt. Wer sich selbst sperrt, legt entweder eine Dauer fest — dann beträgt die Sperre mindestens drei Monate — oder nennt keine, dann gilt sie mindestens ein Jahr. Für jemanden, der den Entschluss gefasst hat, nicht mehr zu wetten, ist das die wirksamste Maßnahme des deutschen Systems: Sie gilt anbieterübergreifend, und sie ist nicht mit einer E-Mail an den Support zu erledigen.
LUGAS und der Monatsrahmen
Für Einzahlungen gilt ein Standardlimit von 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg (§ 6c Abs. 1 GlüStV), durchgesetzt über die LUGAS-Limitdatei. Ein Anbieter, dessen Erlaubnis es zulässt, kann einem einzelnen Kunden ein höheres Limit einräumen — bis zu 10.000 € und, für höchstens 1 % seiner aktiven Spieler, zwischen 10.000 € und 30.000 € — jedoch nur bei nachweisbarer wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit. Eine Selbstauskunft genügt dafür nicht. Eine Senkung wirkt sofort, eine Erhöhung erst nach sieben Tagen. Die Frist ist übrigens kein Schikane-Detail: Wer sein Limit kurzfristig hochsetzen will, wird ausgebremst, und das ist Absicht.
Parallelspiel ist untersagt (§ 6h GlüStV, Aktivitätsdatei). Wer bei zwei Anbietern gleichzeitig dasselbe Spiel mit gegensätzlichen Wetten bedient, verstößt gegen die Regel — und das ist keine Grauzone, sondern eine Aufsichtsfrage.
Panikbutton und die letzte Frage
Der Panikbutton (§ 6i Abs. 3 GlüStV) löst eine sofortige Sperre für 24 Stunden aus. Er ist für den Moment gedacht, in dem ein Spieler die Kontrolle abgeben will, ohne durch ein Menü zu navigieren.
Die nüchterne Wahrheit über diese Werkzeuge: Sie sind gut, und sie sind gegenüber einem Anbieter ohne Erlaubnis das eigentliche Plus des deutschen Regimes. Wenn Sie schon einmal das Gefühl hatten, mehr zu setzen als geplant, ist das Limit nicht die Einschränkung, die Sie hassen sollten. Es ist die, die Sie behalten wollen. Hilfe gibt es bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung und in der Suchtberatung vor Ort.
Prognosen: was Form, Torhüter und Reisebelastung hergeben
Eishockey-Prognosen stützen sich auf vier Dinge: die Form der Mannschaft, die Leistung der Torhüter, das Überzahlspiel und die Reisebelastung. Das sind die Größen, die einigermaßen stabil sind. Alles davor und dahinter — ein zerbrochener Stock, ein schlechter Schiedsrichtertag, ein Puck an der Latte — ist es nicht.
Der Torhüter ist der Hebel mit dem größten Hebel. In der NHL spielt ein Team eine Hauptrunde mit 82 Partien; kein Starter geht durch alle. Wer für einen Auswärtsspieltag den Ersatzmann im Tor erwartet, bewertet ein anderes Team als das aus der Statistik. Deshalb gehört zur Vorbereitung einer Wette nicht nur der Blick auf die Bilanz, sondern auf die Frage, wer am Abend wirklich zwischen den Pfosten steht.
Das Überzahlspiel ist die zweite Größe, die Quoten systematisch verschiebt, weil es in der Vorschau oft ungenau erfasst wird. Eine Mannschaft mit schwacher Chancenverwertung in Überzahl und viele Strafen gegen sich ist gefährlicher, als die Bilanz vermuten lässt.
Die Reisebelastung ist die Größe, die in Deutschland am wenigsten beachtet wird. 32 Teams, verteilt auf zwei Länder, 7 kanadische und 25 amerikanische Standorte: Ein Auswärtsspiel nach einem Auswärtsspiel in einer anderen Zeitzone ist eine andere Aufgabe als ein Heimspiel nach drei Tagen Pause. Die Linie pendelt zwischen 1,85 und 2,05, und darin ist die Reise enthalten, aber nicht benannt.
Und dann ist da noch die eine Größe, die sich überhaupt nicht in einer Quote abbildet, weil sie keinen Bezug zum Spiel hat. Sie steht in Ihrem eigenen Kopf, und sie entscheidet mit. Wer nach zwei verlorenen Wetten den dritten Einsatz erhöht, um die beiden ersten zurückzuholen — der „Verlust-Jäger“ —, spielt ein anderes Spiel als das auf dem Wettschein. Die Marge wartet nicht auf Ihren Ausgleich; sie zieht bei jedem Einsatz mit.
Was ein Wetttipp leisten kann, ist eine bessere Einschätzung als die des Anbieters. Was er nicht leisten kann, ist eine Gewissheit. Wer eine Prognose liest und darin ein Versprechen hört, hat die Prognose falsch gelesen, und die Marge steht schon auf der anderen Seite der Wette.
Wie man einen Wett-Tipp liest, ohne ihm zu folgen
Die nützlichste Frage an einen Tipp ist nicht „Was setze ich?“, sondern „Was müsste passieren, damit dieser Tipp falsch ist?“ Ein Tipp, der auf eine Hypothese keine Antwort gibt, ist eine Wette in Prosaform. Ein Tipp, der sagt, sein Team gewinne, weil es besser sei, sagt gar nichts.
Der Vergleich mit der Quote ist der zweite Schritt, und er ist der einzige, der einen Wert sichtbar macht. Ein Tipp, dessen Begründung stark ist und dessen Quote dennoch 1,60 beträgt, ist eine teure Gelegenheit. „Wert“ entsteht in der Differenz zwischen der Einschätzung und der Quote, nicht in der Überzeugung. Genau deshalb halten Tipp-Sammlungen mit erwarteten Gewinnen keiner Nachzählung stand, und genau deshalb ist die NHL-Quote von 1,90 auf 1,90 für den, der die Marge kennt, kein Rätsel, sondern eine Rechnung.
Die zehn Anbieter im Einzelnen
Alle zehn im Folgenden sind Whitelist-Anbieter mit Sporterlaubnis, Stand 2. Oktober 2026. Die Reihenfolge ist die Reihenfolge dieser Prüfung und keine Rangfolge der Qualität. Was jeder über NHL-Märkte, Quoten und Bonusbedingungen sagt, steht in seinen eigenen deutschen Bedingungen.
Tipico: die längste Whitelist-Historie der Gruppe
Tipico geht mit der ersten Erlaubnis vom 9. Oktober 2020 an den Start und hat eine Folgeerlaubnis vom 9. Dezember 2022; Inhaber ist die Tipico Co. Limited. Wer rechnet, findet hier den Anbieter, der am längsten unter deutschem Regime operiert und entsprechend viel Erfahrung mit dem zugelassenen Sportwettprogramm gesammelt hat.
Zur App gehört Cash Out: Die Beschreibung im Apple App Store nennt „Tipico Cashout“ als Kontrolle über den Wettschein und Live-Wetten; Entwickler ist die Tipico B2B Ltd. Das ist die Funktionsbeschreibung des Anbieters, nicht die Bedingung dahinter. Wo Cash Out greift, wann er ausgesetzt wird und welcher Abschlag anfällt, steht in den Wettbedingungen.
Das Verdict: Für einen Einsteiger, der zuerst mit Einzelwetten und Spielsieger-Märkten anfängt, ist ein Anbieter mit langer Historie im regulierten Markt die unaufregendste Wahl. Wer dagegen auf exotische Eishockey-Märkte hofft, wird auch hier am Programm der Behörde entlanggeführt.
bpremium: der Ableger mit britischer Wurzel
bpremium wird von der Ladbrokes (Deutschland) Ltd betrieben, die in Gzira auf Malta sitzt und unter der Registernummer C92799 geführt wird (Fassung der Nutzungsbedingungen vom 3. April 2023). Die Erlaubnis stammt vom 9. Oktober 2020, mit Folgeerlaubnis vom 21. Dezember 2022.
Für den Vergleich interessant ist hier ein Nebeneffekt des Konzernhintergrunds: Die Marke bpremium unterscheidet sich deutlich von der ihres englischen Namensgebers, und wer Erfahrungen aus dem britischen Markt mitbringt, findet in Deutschland ein anderes Produkt. Maßgeblich ist die Whitelist-Domain mit Sportwetten-Erlaubnis und sonst nichts.
Die Bewertung: Wer seine Wettgewohnheiten aus einem anderen Rechtsraum mitbringt, sollte die deutschen Bedingungen als eigenständiges Dokument lesen. Ein Markenname reist, ein Regelwerk nicht.
DAZN Bet: der späte Start mit Sportmedien-Hintergrund
DAZN Bet wird von der DZBT Operations Limited mit Sitz in Zebbug auf Malta veranstaltet; die Behörde führt die Sporterlaubnis seit dem 22. August 2023. Das ist einer der beiden späten Einträge dieser Gruppe.
Spät bedeutet hier etwas Konkretes: Kaum Zeit, ein Programm über Jahre zu erweitern, dafür die Aussicht auf ein jüngeres Produkt mit weniger Altlasten. Für eine Liga wie die NHL, die in Deutschland keine Volkssport-Reichweite hat, ist die Frage, ob ein Anbieter sein Eishockey-Regel tief oder schmal hält, wichtiger als die Marke.
Das Verdict: Der Anbieter ist für die interessant, die eine schlanke Plattform einem über Jahre gewachsenen Menü vorziehen. Wer die Marktbreite zum Auswahlkriterium macht, muss sie im Sportwettprogramm nachzählen statt sie anzunehmen.
ODDSET: die staatliche Herkunft
ODDSET wird von der Oddset Sportwetten GmbH veranstaltet; das Regierungspräsidium Darmstadt erteilte mit Bescheid vom 15.12.2022 die Erlaubnis für Sportwetten im Internet und im stationären Vertrieb. Aufsichtsbehörde ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder. In der Whitelist steht der Eintrag mit Erlaubnis vom 18. November 2020 und Folgeerlaubnis vom 15. Dezember 2022.
Die staatliche Herkunft ist kein Bonus, aber sie ist ein Unterscheidungsmerkmal: Hier treffen Sie auf einen Anbieter, dessen Struktur aus dem klassischen Wettangebot kommt. Wer seit Jahren dieselbe Marke nutzt, findet die Kontinuität und wahrscheinlich auch die vertraute Bedienung.
Das Verdict: Interessant für den, der ein Angebot mit langer Linie und ohne Plattform-Exotik sucht. Wer in der App modernste Live-Features erwartet, sollte bedenken, dass § 21 Abs. 4 die Live-Märkte in Deutschland ohnehin begrenzt.
888sport: die Gruppe im Hintergrund
888sport gehört zur 888-Gruppe; deren Holding, die 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar, ist seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert. Die Whitelist führt die 888 Germany Limited mit Erlaubnis vom 30. Juni 2021 und Folgeerlaubnis vom 15. Dezember 2022.
Ein börsennotierter Konzern hinter der Marke bedeutet in Deutschland wenig für das NHL-Angebot und einiges für die Art, wie Bedingungen formuliert werden: Ein solcher Anbieter ändert seine AGB nicht im Wochenrhythmus.
Das Verdict: Für den, der Wert auf ein markt-erprobtes, konservativ geführtes Regelwerk legt, ist das ein Argument — und für den, der auf schnelle Produktänderungen setzt, kein Grund zur Wahl.
Wettarena: der maltesische Veranstalter
Wettarena wird laut AGB von der I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Sliema auf Malta angeboten. In der Whitelist steht die Marke mit Erlaubnis vom 9. Oktober 2020 und Folgeerlaubnis vom 15. Dezember 2022.
Der Sitz des Veranstalters in Malta ist bei lizenzierten Anbietern die Regel, nicht die Ausnahme: Fast alle in dieser Gruppe operieren von Malta aus und besitzen daneben die deutsche Erlaubnis. Der relevante Teil ist also nicht der Sitz, sondern die Whitelist-Domain, unter der die Sportwetten laufen.
Das Verdict: Wer den Anbieter rein nach Quoten und Programmtiefe sortiert, tut sich hier schwerer als bei größeren Marken, weil er weniger Vergleichsmaterial findet. Das ist ein Argument für Vorsicht, nicht gegen den Anbieter.
LeoVegas: der jüngste Sporterlaubnis-Eintrag
LeoVegas hat die Sportwetten-Erlaubnis für LeoVegas seit dem 21.10.2024; Betreiberin ist laut Whitelist die LVSports Limited. Virtuelle Automatenspiele laufen dort unter einer eigenen Erlaubnis seit dem 27.02.2023.
Dass Sporterlaubnis und Casino-Erlaubnis bei derselben Betreiberin zwei verschiedene Daten und zwei verschiedene Regime tragen, ist kein Detail am Rand. Es ist der Beleg für die Regel, dass ein Casino-Permit über das Sportwettenangebot nichts aussagt. Für die NHL-Wetten zählt allein die Sporterlaubnis.
Das Verdict: Jüngste Sportlizenz der Gruppe, also der kürzeste Erfahrungszeitraum mit dem deutschen Sportwettprogramm. Wer hier NHL wetten will, sollte sich nicht von der Größe der Marke im Casino-Bereich leiten lassen.
MERKUR BETS: der späte Einsteiger aus dem Spielhallen-Umfeld
Merkur Bets Malta Limited mit Sitz in St. Julian’s, Malta, ist Betreiberin von MERKUR BETS; die Behörde führt die Domain mit Sporterlaubnis seit dem 6. November 2023. Die Marke gehört zum Umfeld der deutschen Spielhallen und Automatenwirtschaft.
Das ist eine Herkunft, die journalistisch interessant und für die NHL-Frage neutral ist: Wer aus dem stationären Automatenbereich kommt, baut ein Wettangebot nicht aus einer Buchmacher-Tradition heraus. Was auf dem Wettschein landet, entscheidet das zugelassene Programm.
Das Verdict: Für einen Wettenden mit langer Verbindung zu Marken aus diesem Umfeld ist der Wiedererkennungswert der Punkt. Für den, der ein Eishockey-Portfolio mit Tiefe sucht, bleibt es die Frage, wie voll das Regal wirklich ist.
Betway: Cash-out bis zur Teilauszahlung
Betway hat die Erlaubnis für Betway von der Betway Limited seit dem 9. März 2021, mit Folgeerlaubnis vom 23. Dezember 2022. Beim Cash-Out erscheint das grüne Symbol unter „Meine Wetten“; der Wert der Wette wird angezeigt, ausgezahlt werden kann der gesamte Betrag oder ein Teil. Ein Wettkonfigurator für Fußballspiele, Konfigurator+, kombiniert Auswahlen aus verschiedenen Partien.
Für Eishockey-Freunde ist die Teilauszahlung der eigentliche Punkt. Sie erlaubt es, einen Teil des Risikos zu nehmen und den Rest laufen zu lassen — ein Werkzeug, das in einem Markt mit drei Dritteln und einer schwankenden Torlinie mehr hermacht als in einem einzelnen Fußballspiel. Dass der Aufschlag beim Ausstieg in der Beschreibung nicht auftaucht, ist die Logik des Features und kein Versehen der App.
Das Verdict: Interessant für den, der eine Wetten-Position aktiv bewirtschaften will statt sie bis zum Schluss zu halten. Wer Cash-out als Gratis-Option versteht, wird beim Ausstieg die Marge ein zweites Mal bezahlen.
NEO.bet: die Folgeerlaubnis als Stabilisator
NEO.bet wird von der Greenvest Betting Limited betrieben; die Whitelist führt die Sportwetten-Erlaubnis für NEO.bet seit dem 09.10.2020 und eine Folgeerlaubnis vom 22.12.2022. Damit gehört der Anbieter zu den Einträgen mit der längsten Zugehörigkeit zum regulierten Markt.
Eine Folgeerlaubnis ist kein neues Produkt, sondern die Fortsetzung eines bestehenden Status. Sie sagt weniger über eine Marke aus als über ihre Kontinuität: Der Anbieter ist geblieben.
Das Verdict: Wer eine überschaubare Plattform mit langer Whitelist-Zugehörigkeit dem größten Marktauftritt vorzieht, findet hier den ruhigen Gegenpol zu den jüngeren Einträgen.
Häufige Fragen zu NHL-Wetten in Deutschland
Auf welche NHL-Märkte lässt sich in Deutschland wetten?
Erlaubt sind Festquoten-Wetten auf den Ausgang eines Ereignisses, eines Abschnitts davon und auf Ereignisse im Geschehen, als Einzel- oder Kombinationswette — und nur die Wettarten, die die Behörde zugelassen hat. In der Praxis heißt das Spielsieger, Puck Line, Gesamttore und Stanley-Cup-Sieger; Exoten müssen im Sportwettprogramm stehen.
Woran erkenne ich, dass ein Anbieter für NHL-Wetten in Deutschland erlaubt ist?
An der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder nach § 9 Abs. 8 GlüStV. Der Schnappschuss vom 2. Oktober 2026 enthält 30 Einträge, davon 27 Sportwetten-Inhaber. Eine .de-Domain allein beweist nichts; maßgeblich ist der Eintrag und die darunter aufgeführte Domain.
Wie rechnet sich die Auszahlung bei Quote 2,10 und 50 € Einsatz, und was macht die Steuer?
50 € mal 2,10 ergeben 105 € brutto, der Nettogewinn liegt bei 55 €. Die Sportwettensteuer beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“, also rund 5,03 % des eingezahlten Betrags, und wird vom Veranstalter geschuldet, nicht vom Wettenden. Ob sie weitergereicht wird, steht in den Bedingungen.
Welche Livewetten sind bei laufenden NHL-Spielen erlaubt, und wie steht es um Cash-out?
Während eines laufenden Ereignisses ist nur das Endergebnis sowie das nächste Tor, der nächste Satz oder eine ähnliche seltene Komponente erlaubt. Auf Eishockey bleiben damit der Endstand und die Tor-Kombination. Cash-out hat keine gesetzliche Grundlage: Es ist eine Einrichtung des jeweiligen Anbieters.
Was bedeuten Umsatzbedingungen und Mindestquote bei einem NHL-Bonus?
Der Umsatz ist der Betrag, der vor einer Auszahlung durchgespielt werden muss; die Mindestquote legt fest, welche Wetten dabei überhaupt zählen. Ein Faktor von 10 auf 100 € ergibt 1.000 € Umsatz, bei 10 € je Wette also 100 Wetten. Bei 4,8 % Marge kostet das im Mittel rund 48 €.
Welche Rolle spielen OASIS und das Einzahlungslimit bei NHL-Wetten?
OASIS ist das bundesweite Sperrsystem und wird bei Registrierung und Login abgefragt; eine Selbstsperre gilt mindestens drei Monate, ohne Angabe einer Dauer mindestens ein Jahr. Für Einzahlungen gilt ein Monatslimit von 1.000 € über alle Anbieter, durchgesetzt über die Limitdatei LUGAS.
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