Regionalliga Wetten 2026: die vierte Liga ist kein Wettmarkt mit deutscher Erlaubnis

Updated Oktober 2026
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Auf Spielen der vierten Liga steht in Deutschland kein erlaubtes Wettangebot. Das ist keine Lücke im Programm eines einzelnen Anbieters, sondern die Folge einer Regel, die für alle gilt, die mit deutscher Erlaubnis arbeiten.

Ein einfacher Rasenplatz mit kleiner Stehtribüne und Flutlichtmasten in der Dämmerung, auf der Tribüne sitzen nur wenige Zuschauer.
Aus der Fußball-Regionalliga steigen seit 2019 die Meister von drei Staffeln direkt in die 3. Liga auf; die restlichen zwei Staffelmeister spielen in einem Playoff den vierten Aufsteiger aus.

Datenstand: 30. Oktober 2026, abgeglichen mit der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder in der Fassung vom 2. Oktober 2026.

Warum erlaubte Anbieter die vierte Liga ausschließen

Wenn ein Wettprogramm fehlt, liegt das selten daran, dass jemand geschlafen hat. Bei der Regionalliga liegt es daran, dass die Erlaubnis es nicht hergibt. Wer in Deutschland ein Sportwettangebot betreiben will, braucht die behördliche Erlaubnis nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 in Verbindung mit § 27f Abs. 1 des Glücksspielstaatsvertrags, und die Erlaubnis ist an ein Programm gebunden, das die GGL freigegeben hat — das Sportwettprogramm (§ 21 Abs. 5).

Ein abgewetzter Fußball liegt auf dem Anstoßkreis eines Naturrasens im Morgennebel.
Die erste Saison der Fußball-Regionalliga war 1963; ihre heutige Form als vierthöchste Spielklasse besteht seit der Saison 2008/09.

Was in diesem Programm stehen darf, sagt § 21 Abs. 1: Festquotensportwetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon und auf Ereignisse innerhalb desselben, als Einzel- oder Kombiwette. Das klingt breit, hat aber eine Sperre, die für unser Thema alles entscheidet: Veranstaltungen, an denen überwiegend Minderjährige oder Amateure teilnehmen, sind unzulässig. Die Behördenpraxis zieht die Grenze beim Fußball klar — alles unterhalb der 3. Liga ist amateur. Wer also im Sportwettprogramm die Regionalliga sucht, sucht an einer Stelle, an der sie nicht stehen darf.

Der praktische Beweis steht auf jeder Whitelist-Seite. Der offizielle Überblick der GGL zur Erlaubnis nach § 9 Abs. 8 ist laut § 9 Abs. 8 die einzige Prüfung einer Erlaubnis, und in der Fassung vom 2. Oktober 2026 führt er 30 Einträge: 27 Inhaber mit Sportwetten-Erlaubnis, von denen zwei zusätzlich Pferdewetten anbieten, und drei Anbieter, die ausschließlich Pferdewetten vermitteln. Kein einziger dieser Einträge öffnet die vierte Liga.

Die Whitelist führt bei Betano als Anbieter von Betano die Betkick Sportsbetting Limited, Ersterlaubnis seit dem 19. Februar 2021, Folgeerlaubnis seit dem 16. Dezember 2022. Das ist der erste Eintrag in der Reihenfolge, in der die zehn geprüften Marken in dem Abschnitt über die zehn geprüften Anbieter besprochen werden, und er zeigt schon das Muster: Erlaubnis für Sportwetten, kein Wort über Amateurfußball. Weil sie es nicht darf, nicht weil sie es nicht will.

Die zweite Hälfte der Antwort klingt paradox, ist aber entscheidend. Was erlaubte Anbieter anbieten, das folgt aus ihrer Erlaubnis samt Sportwettprogramm, das sind Wetten auf Bundesliga, Champions League, Handball, Basketball, Tennis. Was sie dagegen bieten, sobald ein Anbieter ohne deutsche Erlaubnis ins Spiel kommt, ist keine Ausübung von mehr Freiheit, sondern einzig die Abwesenheit einer Verbotsnorm, die ihn bindet. Dieses zweite Angebot behandeln der Abschnitt zur Whitelist und der Abschnitt zu LUGAS und OASIS ausführlich; an dieser Stelle bleibt festzuhalten, dass der Amateurstatus der Liga nicht relativierbar ist. Es genügt nicht, einen der als Amateure eingestuften Spieler zu einem anderen Status zu erklären.

Woran eine Erlaubnis tatsächlich zu erkennen ist

Die Frage „Hat dieser Anbieter eine deutsche Erlaubnis?“ klingt nach einer Suche im Netz und ist in Wahrheit ein Blick in eine einzige Liste. Die GGL, die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz in Halle (Saale), führt unter § 9 Abs. 8 des GlüStV das offizielle Verzeichnis der erlaubten Glücksspielanbieter, die Whitelist. Sie ist der einzige belastbare Nachweis. Ohne Eintrag dort gibt es keine Erlaubnis für Deutschland, Punkt.

Ein geschlossenes Tor an einem Zaun mit Vorhängeschloss im Morgenlicht, dahinter ein einfacher Sportplatz.
Als Anbieter von bet365 führt die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Und der Eintrag selbst hat eine Form, die viele Marken falsch umsetzen. Aufgeführt wird nicht eine Marke als solche, sondern ein Inhaber der Erlaubnis mit einer konkreten Domain. Als Anbieter von bet365 nennt die Whitelist die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex auf Malta, Ersterlaubnis seit dem 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnis seit dem 27. Dezember 2022. Beim Anbieter von Sportwetten steht die NetX Betting Limited mit Anschrift in Birkirkara auf Malta in der Liste. Bei Sportingbet die Sportingbet (Deutschland) Limited mit Ersterlaubnis vom 9. Oktober 2020, bei Betway die Betway Limited mit Ersterlaubnis vom 9. März 2021, bei 888sport die 888 Germany Limited mit Ersterlaubnis vom 30. Juni 2021, bei VBet die SCGO Limited mit Ersterlaubnis vom 5. Dezember 2023, bei MERKUR BETS die Merkur Bets Malta Limited mit Ersterlaubnis vom 6. November 2023, bei AdmiralBet die Greentube Betting Malta Limited mit Ersterlaubnis seit dem 9. Oktober 2020 und Folgeerlaubnissen vom 13. Dezember 2022 und 29. Juli 2024, bei bpremium die Ladbrokes (Deutschland) Limited mit Registernummer C92799.

Daraus folgt der häufigste Anfängerfehler in diesem Bereich: Eine .de-Domain ist kein Nachweis. Jede Domain, die in der Whitelist steht, ist eine .de-Domain, aber das Umgekehrte gilt nicht. Wer auf eine deutsche Endung starrt, hat nichts geprüft.

Zwei Details der Rechtslage kosten Betreibern und Spielern gleichermaßen Geld, wenn sie übersehen werden. Erstens handelt es sich um einen Anbieter-Erlaubnis-Verhältnis und nicht um eine Domain-Eigenschaft: Nur das Sportwetten-Exemplar erlaubt Sportwetten; dass derselbe Inhaber zusätzlich eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele, Pokerspiele oder Casinospiele hält, hilft dem Sportsbook nicht. Die Greentube Betting Malta Limited ist Betreiberin von AdmiralBet, führt die Whitelist für Sportwetten seit dem 9. Oktober 2020 mit Folgeerlaubnissen vom 13. Dezember 2022 und 29. Juli 2024, und für virtuelle Automatenspiele auf slots.admiralbet.de besteht eine Erlaubnis seit dem 28. September 2022. Zwei Erlaubnisse, zwei Rechtsregime. Wer aus dem Vorhandensein der zweiten auf die erste schließt, liegt richtig, wer daraus auf Wetten innerhalb eines laufenden Fußballspiels schließt, liegt falsch.

Zweitens trägt die Whitelist nur Ausstellungsdaten; ein Ablaufdatum steht dort nicht. Eine Ersterlaubnis läuft nach § 4c Abs. 1 fünf Jahre, danach kommt eine Folgeerlaubnis, danach noch eine. Im Verzeichnis ist also nicht zu lesen, bis wann eine Erlaubnis gilt.

Und dann ist da noch der Umkehrschluss, den mancher als günstige Alternative begreift. Ein Anbieter, der Sportwetten auf Regionalliga-Spiele listet, ohne dass sein Name oder seine Domain in der Whitelist steht, ist kein Pionier, sondern ein Anbieter ohne deutsche Erlaubnis. Sein Angebot zu nutzen, ist mangels Erlaubnis nach § 4 Abs. 1 GlüStV unerlaubtes Glücksspiel, und welche Regeln in seinem Fall gelten und welche nicht, steht im Abschnitt zu LUGAS und OASIS, den der nächste Abschnitt vorbereitet.

Was beim Wettprogramm mit deutscher Erlaubnis noch fehlt

Der Ausschluss der Regionalliga ist nicht die einzige Kürzung. Es gibt sie, und deshalb streicht mancher noch heute die Amateurklassen, ohne zu ahnen, dass es mehr als eine Einschränkung gibt. Eine erlaubte Anbieterin darf Wetten auf die Regionalliga nicht anbieten — das ist bereits geklärt. Wie die Grenze genau liegt, ist es nicht: Unterhalb der 3. Liga ist Fußball aus Sicht der Aufsicht amateur, und von dort an wird umgekehrt auch nicht gewettet, weil erlaubte Anbieter keine Regionalliga haben.

Wer sich auf dieser Ebene bewegt, findet vor allem ein Paar: anonymer Wettanbieter mit Regionalliga, aber ohne deutsche Erlaubnis. Im Gegensatz zum Sportprogramm mit Erlaubnis, in dem Regionalliga-Spiele fehlen, aber Bundesliga, Champions League und alle anderen Sportarten vollständig verfügbar sind.

Was statt der Regionalliga im Programm steht: Bundesliga, Champions League und mehr

Betano listet in der App-Beschreibung „Bet Builder“ (mehrere Märkte eines Spiels kombinieren), Cash Out und Live-Streaming unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL. Sportingbet bietet im Wettangebot einen „Konfigurator+“ sowie Live-Wetten an, zu den Sportarten zählen unter anderem Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker. Beim Betway-Cash-Out erscheint das grüne Symbol unter „Meine Wetten“; der Wert der Wette wird angezeigt, und es kann der gesamte Betrag oder ein Teil ausgezahlt werden. Betway bietet zudem einen Wettkonfigurator für Fußballspiele, der Konfigurator+ Auswahlen aus verschiedenen Partien kombiniert. Winamax TV stemmt Live-Streams von Spielen aus La Liga, Serie A, Ligue 1, Primeira Liga, Eredivisie und MLS, von den vier Grand-Slam-Turnieren und allen ATP- und WTA-Turnieren sowie von NBA und NFL. Wettstar zeigt Live-Streams von zahlreichen Pferderennen aus Deutschland und der ganzen Welt.

Betano und Sportingbet wollen den Livewettbewerb gewinnen, und beide haben Zuschauerbindungsmaschinen wie Streaming und Konfiguratoren. Der Unterhaltungsfaktor liegt nicht in der Liga, sondern in der Vereinfachung des Zugangs zu den großen Ligen. Wer sein Budget nach Unterhaltungswert verteilt, bekommt bei diesen Anbietern das meiste.

Der Spielplan der fünf Staffeln und warum die Liga so zerfällt

Die Fußball-Regionalliga ist die vierthöchste Spielklasse im deutschen Männerfußball und gliedert sich in fünf eingleisige Staffeln: Nord, Nordost, West, Südwest und Bayern. Je Staffel spielen 18 bis 20 Mannschaften. Aus der Fußball-Regionalliga steigen seit 2019 die Meister von drei Staffeln direkt in die 3. Liga auf; die restlichen zwei Staffelmeister spielen in einem Playoff den vierten Aufsteiger aus. Zur Saison 2012/13 wechselte die Hauptverantwortlichkeit für die Fußball-Regionalliga vom DFB zu fünf Ligaverbänden. Die erste Saison der Fußball-Regionalliga war 1963; ihre heutige Form als vierthöchste Spielklasse besteht seit der Saison 2008/09.

Fünf Staffeln, fünf Zuständigkeiten, ein Aufstiegssystem mit drei Direktaufsteigern, einem Playoff-Sieger und zwei Verlierern. Wer glaubt, hier einen einheitlichen Wettmarkt zu finden, sucht etwas, das es strukturell nicht gibt. Die Staffeln sind in mehr als einem Sinn getrennte Ligen. Genau diese Zersplitterung ist der zweite Grund, warum Sportwetten hier schwer tun.

Der Spielplan der regionalen Staffeln samt Aufstiegsspielen zur dritten Liga macht sichtbar, wie wenig davon ein nationaler Anbieter in ein Wettprogramm pressen könnte. Was übrig bleibt, ist die Region: Nord-, Nordost-, West-, Südwest- und Bayern-Staffeln bedienen lokale Interessen, nicht die Nachfrage einer nationalen Zielgruppe. Für ein gewinnorientiertes Buchmacherangebot ist das keine attraktive Kombination.

Was die deutschen Regeln für Spielende bedeuten

Wer Sportwetten mit deutscher Erlaubnis nutzt, wettet nicht nur auf Zahlen, sondern innerhalb eines Rahmens, der ihm Grenzen setzt. Dieser Rahmen ist der Preis der Legalität — oder besser: sein Nutzen, je nach Sichtweise. Denn die Regeln, die im nächsten Abschnitt stehen, sind Schutzbestimmungen: Altersgrenze, Verifizierung, Einzahlungslimit über alle Anbieter, Sperrdatei OASIS. Wer ohne Erlaubnis bei einem Offshore-Anbieter spielt, findet kein Gegenstück in der Liste.

Was sich ändert, wenn Regionalliga-Wetten für einen illegalen Anbieter die Tagesaufgabe sind: Von den Schutzbestimmungen, die für die deutschen Erlaubnisinhaber gelten, erreicht diesen einen Fall keine einzige. „Denn was für legale Anbieter gilt, ist für illegale nicht durchsetzbar“ — dieser Satz steht nicht als Zitat zur Verfügung, und er würde auch zu kurz greifen. Er sagt nur, dass sich die Wirkung nicht verbessern kann. Wenn die Aufsicht die Zahlungen und die Netze nicht sperrt, hängt die Wette eines Spielers an einem Anbieter außerhalb jeder deutschen Aufsicht, und im Streitfall trägt er das volle Risiko der Durchsetzung.

Allein die Botschaft ist wichtiger als der Einzelfall: Die Bundesrepublik schützt den Sportwetter nicht in der Anbietervielfalt, sondern in der Einheitlichkeit der Regeln. Wer das als Verknappung des Angebots liest, hat recht: Die Erlaubnis verhindert in der Tat, dass ein Anbieter mehr oder weniger frei anbietet. Wer es als Versprechen liest, hat ebenfalls recht, und wer in der Sache weder das eine noch das andere will, der bleibt bei denen, die ohne Erlaubnis arbeiten. Der Preis dafür steht jedoch nicht in der Quotenzeile.

Einzahlungslimit, Sperrdatei und Altersprüfung — die Spielerschutzregeln

Bei einem Anbieter mit deutscher Erlaubnis gilt: Die Teilnahme ist ab 18 Jahren erlaubt (§ 4 Abs. 3). Ein Konto pro Anbieter mit vollständiger Identifizierung ist Pflicht (§ 6a); vor Abschluss der Verifizierung darf der Anbieter höchstens 72 Stunden Spiel möglich machen, mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen. Einzahlungslimit nach § 6c Abs. 1: 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg, durchgesetzt über die LUGAS-Limitdatei. Ein Anbieter, dessen Erlaubnis es erlaubt, kann einem einzelnen Spieler ein höheres Limit setzen (bis 10.000 €, für höchstens 1 % seiner aktiven Spieler 10.000 bis 30.000 €), aber nur bei nachweisbarer wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit. Eine Selbstauskunft genügt dafür nicht. Eine Absenkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 7 Tagen.

Paralleles Spielen ist über § 6h und die Aktivitätsdatei untersagt. OASIS nach §§ 8, 8a ist das bundesweite Sperrsystem, das bei der Registrierung und beim Login abgefragt wird. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Spielende eine Frist nennt, sonst mindestens ein Jahr. Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 löst sofort eine 24-stündige Sperre aus.

Offshore-Anbieter sind mit OASIS und LUGAS nicht verbunden. Das ist keine Nebenbemerkung, sondern der teuerste Satz dieses Abschnitts. Zwei Bausteine fallen weg, die für Spielende mit Kontrollbedarf wichtiger sind als jede Quote: eine Sperrdatei, in die man sich selbst eintragen kann und die über alle Anbieter hinweg wirkt, und ein Einzahlungslimit, das anbieterübergreifend greift. Anonymous läuft nicht — im Gegenteil.

Zwei Dinge bleiben für den Leser festzuhalten. Erstens, diese Regeln gelten für Anbieter mit deutscher Erlaubnis, nicht für alle, die eine Wettseite betreiben. Zweitens, keine der Regeln wird für einen Anbieter ohne Erlaubnis dadurch besser, dass er in einem anderen Land registriert ist. Diese Unterscheidung ist die Grundlage dafür, dass die Liste der geprüften Anbieter im Abschnitt „Die zehn geprüften Anbieter im Vergleich“ brauchbar ist und die Diskussion über Offshore-Anbieter nicht.

Quoten, Auszahlung und die Rolle der Sportwettensteuer

Nimmt man einen 1X2-Markt mit den Quoten 2,10, 3,40 und 3,60 als Beispiel — ein Beispiel, kein Zitat einer echten Preisstellung — und rechnet die Auszahlungsquote über alle drei Ausgänge aus, also 1 ÷ (1/2,10 + 1/3,40 + 1/3,60), kommt man auf etwa 93 Prozent. Die Marge, also der Anteil, den der Buchmacher von jedem eingesetzten Euro behält, liegt also bei etwa 93 Prozent — nein, bei rund 7 Prozent, und das ist die Marge im engeren Sinn. Solche Bänder zwischen etwa 4 und 9 Prozent sind für Fußballmärkte üblich, abhängig von der Liga und der Frage, wie stark ein Anbieter einen Markt bewirbt. Wer das für einen 1X2-Markt im Amateurfußball sucht, findet bei erlaubten Anbietern gar keinen solchen Markt.

Der Quotenschlüssel ist ein Marktbegriff, kein Gesetz. Er beschreibt, welchen Anteil aller Einsätze ein Markt zurückzahlt; die Marge ist 100 Prozent minus Quotenschlüssel. Was in Wettprogrammen steht, ist demnach nicht die Rendite eines Anbieters, sondern die Kehrseite derselben Zahl.

Dasselbe gilt für die Steuer, und hier ist die exakte Formulierung wichtiger als die große Linie. Die Sportwettensteuer nach §§ 16 bis 25 des Rennwett- und Lotteriegesetzes beträgt 5,3 % auf die Bemessungsgrundlage „Einsatz, vermindert um die Steuer selbst“ (§§ 17, 18), was ungefähr 5,03 % des eingezahlten Betrags entspricht (5,3 / 105,3). Geschuldet wird sie vom Veranstalter der Wette, nicht vom Spielenden (§ 19). Ob und wie sie an den Spielenden weitergegeben wird, entscheidet der Anbieter selbst; das steht in dessen eigenen Bedingungen. Man sollte nicht davon sprechen, dass 5,3 % des Einsatzes anfallen: das wäre eine andere Zahl als die genannte (5,3 % auf den Einsatz abzüglich der Steuer, rund 5 % des eingezahlten Betrags).

Die Steuer trifft auch Anbieter ohne Erlaubnis. Dass Steuer gezahlt wird, beweist also keine Erlaubnis. Für den Leser heißt das: Steuerhinweise in der Werbung sind ein Indiz für nichts.

Welche Wettarten es gibt und was sie kosten

Bei den erlaubten Anbietern sind die Standardwettarten der Oberklassen zu finden: Siegerwette, Handicap, Über/Unter Tore, Kombiwette. Für die Regionalliga sind sie bei erlaubten Anbietern nicht vorgesehen — das ist die Kernaussage für all diejenigen, die eine Liste der „Regionalliga Wettarten“ erwarten.

Für Livewetten gilt nach § 21 Abs. 4: Während eines laufenden Ereignisses sind Wetten nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine ähnliche Komponente in Sportarten erlaubt, in denen solche Ereignisse selten sind. Das nächste Tor im Fußball ist damit erlaubt, der nächste Satz im Tennis auch — der nächste Punkt im Tennis und der nächste Korb im Basketball nicht. Auch hier gilt die Einschränkung ohne Amateursonderfall; eine Regionalliga-Livewette steht nicht zur Debatte, weil die Liga insgesamt unzulässig ist.

Die Quotenhöhe unterscheidet sich nicht grundsätzlich von der in höheren Ligen. Der Unterschied liegt in der Verfügbarkeit, nicht in der Preisstellung: Wo die Liga nicht im Programm ist, gibt es keine Quote, die sich lohnen könnte. Unbekannt bleiben die Felder, die nicht feststellbar sind — „Alt. Bekanntes: unbekannt“.

Cash Out und Kombiwettenkonfiguratoren sind keine gesetzliche Kategorie, sondern eine Funktion des jeweiligen Anbieters. Wer Cash Out nutzen will, prüft die Bedingungen des Anbieters, bei dem er ohnehin spielt. Ein generelles Recht auf Cash Out gibt es nicht.

Die zehn geprüften Anbieter im Vergleich

Die folgende Einordnung ordnet die zehn Anbieter aus der Whitelist nach der Art ihrer Erlaubnis und dem Datum, seit dem sie Sportwetten anbieten dürfen.

Marke Whitelist-Status und Inhaber der Erlaubnis Sportwetten-Erlaubnis seit
Betano erlaubt, Betkick Sportsbetting Limited 19.02.2021
Sportwetten erlaubt, NetX Betting Limited 19.11.2020
Sportingbet erlaubt, Sportingbet (Deutschland) Limited 09.10.2020
Betway erlaubt, Betway Limited 09.03.2021
888sport erlaubt, 888 Germany Limited 30.06.2021
VBet erlaubt, SCGO Limited 05.12.2023
MERKUR BETS erlaubt, Merkur Bets Malta Limited 06.11.2023
AdmiralBet erlaubt, Greentube Betting Malta Limited 09.10.2020
bet365 erlaubt, Hillside (Europe) ENC 09.10.2020
bpremium erlaubt, Ladbrokes (Deutschland) Limited 09.10.2020

Das erste, was an dieser Tabelle auffällt: Kein einziger Eintrag hat ein Datum vor 2020. Das ist kein Zufall und auch keine besonders junge Branche, sondern die Folge davon, dass die Erlaubnisse erst nach Inkrafttreten des GlüStV 2021 in größerer Zahl erteilt wurden. Wer eine Marke mit einer zehn Jahre alten „Lizenz“ wirbt, wirbt mit etwas, das in Deutschland so nicht existiert.

Die zweite Beobachtung betrifft die Spannweite der Daten. Die frühesten Ersterlaubnisse liegen im Oktober und November 2020, die jüngsten im November und Dezember 2023. Zwei Anbieter, VBet und MERKUR BETS, sind also erst seit verhältnismäßig kurzer Zeit dabei, während fünf der zehn seit dem Jahr 2020 eine deutsche Erlaubnis haben. Für die Auswahl bedeutet das: Ein spätes Datum ist kein Mangel, aber es ist ein Unterschied. Die Länge einer Beziehung zu einer nationalen Aufsicht sagt etwas darüber aus, wie ein Anbieter mit Regeln umgeht; sie sagt nichts über seine Quoten.

Für die Regionalliga-Frage sind alle zehn gleichermaßen ungeeignet und gleichermaßen brauchbar. Keiner von ihnen bietet Regionalliga-Spiele an, alle von ihnen bieten Bundesliga und die internationalen Wettbewerbe an. Wer ein Angebot sucht, das auch die vierte Liga abdeckt, findet es in dieser Tabelle nicht — nicht wegen der Marken, sondern wegen der Erlaubnis.

Die zehn Anbieter im Einzelnen

Betano — breites Sportprogramm mit Bet Builder und Cash Out

Betano gehört zu den jüngeren Erlaubnisinhabern in Deutschland. Die Whitelist führt als Anbieter von Betano die Betkick Sportsbetting Limited mit Ersterlaubnis seit dem 19. Februar 2021 und Folgeerlaubnis seit dem 16. Dezember 2022. In der Beschreibung der Betano-App stehen Bet Builder, Cash Out und Live-Streaming unter anderem aus LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL.

Für Regionalliga-Spiele gilt auch hier: nichts. Das ist kein individueller Mangel, sondern die Erlaubnislage. Was bleibt, ist ein breites Programm mit Livestreams und einer Funktion, die mehrere Märkte desselben Spiels kombiniert.

Wer Live-Wetten mit mehreren Märkten in derselben Partie kombinieren will, ohne den Anbieter zu wechseln, findet bei diesem Anbieter die passende Werkzeugkiste. Wer Regionalliga sucht, findet sie nicht.

Sportwetten — deutsche Domain, maltesischer Betreiber

Die Whitelist führt für Sportwetten die NetX Betting Limited mit Sitz in Birkirkara auf Malta, Ersterlaubnis seit dem 19. November 2020, Folgeerlaubnis seit dem 16. Dezember 2022.

Die Marke hat einen Namen, der wie eine Behörde klingt, und einen Betreiber, der auf Malta sitzt. Genau darum ist es hilfreich, einmal klar zu sagen, was hier zusammengehört: Nicht die Domain entscheidet über Legalität, sondern der Eintrag der Domain in der Whitelist mit einem konkreten Inhaber. Die Liste führt Sportwetten mit Erlaubnis, nicht das Unternehmen als solches. In diesem Fall wirft die Erlaubnis den Anbieter also durchaus in den Kreis der legalen. Umgekehrt gilt: Wer nach „Sportwetten“ sucht, kann in der Whitelist nachsehen, ob der Eintrag existiert. Dass eine Marke nach Legalität klingt, ist die schwächste denkbare Begründung für Legalität; dass sie in der Liste steht, die stärkste.

Für Regionalliga-Spiele taucht auch dieser Anbieter nicht auf. Wer sich von einer Domain mit dem Wort „Sportwetten“ mehr Angebot verspricht, wird enttäuscht: Der Name ist ein Versprechen über das Ressort, nicht über die Ligen.

Sportingbet — Konfigurator plus Live-Wetten, aber kein Amateurfußball

Sportingbet betreibt Sportingbet unter der Sportingbet (Deutschland) Limited, Ersterlaubnis seit dem 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnis seit dem 21. Dezember 2022. Zum Wettangebot gehören ein „Konfigurator+“ und Live-Wetten; zu den Sportarten zählen unter anderem Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker.

Sieben Sportarten mit Fußball an erster Stelle, das ist ein Hauptprogramm und kein Spezialist für Liebhaberklassen. Für Leser, die Sportwetten als Unterhaltung über mehrere Sportarten hinweg betreiben, ist das ein Vorteil. Für Regionalliga-Anhänger ist es keiner.

Sportartenvielfalt ist die Stärke dieses Anbieters, und die Regionalliga spielt darin keine Rolle. Das ist kein Mangel, sondern die logische Folge der Erlaubnis: Er darf nur am Sport mit vollen Ligen teilnehmen.

Betway — Teilauszahlung und Konfigurator aus dem App-Store

Betway hält die Erlaubnis über die Betway Limited, Ersterlaubnis seit dem 9. März 2021, Folgeerlaubnis seit dem 23. Dezember 2022. Beim Betway-Cash-Out erscheint das grüne Symbol unter „Meine Wetten“; der Wert der Wette wird angezeigt, und ausgezahlt werden kann der gesamte Betrag oder ein Teil. Hinzu kommt ein Wettkonfigurator für Fußballspiele, der Auswahlen aus verschiedenen Partien kombiniert.

Die Teilauszahlung ist die Besonderheit, nicht die Existenz eines Cash-Out. Wer eine Wette früh schließen und sich nur einen Teil des Werts auszahlen lassen will, hat hier die entsprechenden Möglichkeiten. Wer die ganze Wette mit einem Griff beenden will, ebenfalls. In beiden Fällen wird das grüne Symbol nur sichtbar, wenn der Anbieter gerade einen Ausstiegspreis anbietet.

Betway deckt die größeren Ligen ab und lässt die vierte Liga zu Recht aus. Die Teil-Cash-Out-Funktion macht den Anbieter für Flexibilitätssuchende interessant; Regionalliga-Wetten gibt es nicht.

888sport — Konzern mit langer Börsengeschichte, Sportwetten seit 2021

Das Sportwetten-Angebot von 888sport läuft über die 888 Germany Limited, Ersterlaubnis seit dem 30. Juni 2021, Folgeerlaubnis seit dem 15. Dezember 2022. Die 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar ist die Holdinggesellschaft der 888-Gruppe, zu der 888sport gehört; die Aktie notiert seit September 2005 an der London Stock Exchange.

Die Börsennotierung sagt nichts über die Wettmärkte und doch etwas über den Anbieter: Es ist ein börsennotierter Konzern, der in einem regulierten Markt auftritt. Wer Wert auf Unternehmensdaten und Berichtspflichten legt, hat hier etwas zum Nachlesen. Wer Regionalliga-Spiele sucht, hat sie auch hier nicht.

VBet — späte deutsche Erlaubnis, breites Live-Angebot

Die SCGO Limited betreibt die Sportwetten unter VBet und hat ihren Sitz in Portomaso in St. Julian’s auf Malta; die GGL verzeichnet die Sportwetten-Erlaubnis für VBet seit dem 5. Dezember 2023. Das ist die zweitjüngste Ersterlaubnis in dieser Gruppe.

Wer die Erlaubnis 2023 bekommen hat, hat den Weg durch die Anforderungen in der geltenden Fassung genommen. Neueinsteiger haben keinen Altbestand an Konten und Routinen. Ob das ein Vorteil ist, entscheidet der Einzelfall; für den Leser lohnt es sich, die Bedingungen der ersten Einzahlung selbst zu prüfen.

Ein späterer Erlaubnisbeginn sagt nichts über die Qualität, nur über das Alter der Marke in Deutschland. VBet ist deshalb keinen Deut besser oder schlechter für Regionalliga-Zwecke als die anderen — auch hier gibt es sie nicht.

MERKUR BETS — über 70 Sportarten in einer App samt Slots

Die Merkur Bets Malta Limited ist Betreiberin von MERKUR BETS und hat ihren Sitz in St. Julian’s auf Malta; die GGL führt die Domain mit Sportwetten-Erlaubnis seit dem 6. November 2023. Die MERKUR-BETS-App für Android und iOS ist kostenlos; sie nennt „über 70 Sportarten und mehr als 250.000 Vorab- und Live-Wettmöglichkeiten“ und enthält in derselben App auch MERKUR SLOTS.

Über 70 Sportarten und ein Casino-Modul in derselben App — die Bandbreite ist eine klare Positionierung. Wer eine einzige App für möglichst viele Sportarten und darüber hinaus für Slots will, wird hier fündig. Wer beim Wettangebot bleiben und Casino-Angebote getrennt halten will, muss damit umgehen, dass beides in derselben Anwendung liegt. Wichtig: Für virtuelle Automatenspiele hat die Greentube Betting Malta als Betreiberin von AdmiralBet eine Erlaubnis, nicht MERKUR BETS — die Casino-Erlaubnisse der verschiedenen Marken sind getrennt zu betrachten. Für Regionalliga-Spiele gilt weiterhin: unerlaubt und deshalb nicht im Programm.

AdmiralBet — seit 2020 dabei, mit getrennter Casino-Erlaubnis

Die Whitelist führt für AdmiralBet die Greentube Betting Malta Limited als Betreiberin, mit Sportwetten-Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020 und Folgeerlaubnissen vom 13. Dezember 2022 und 29. Juli 2024. Für virtuelle Automatenspiele auf slots.admiralbet.de besteht eine Erlaubnis seit dem 28. September 2022.

Drei Termine für Sportwetten und ein separater für virtuelle Automatenspiele: Hier lässt sich am besten zeigen, wie die Erlaubnisarchitektur funktioniert. Der Sportsbook-Betreiber und der Slots-Betreiber können verschiedene Firmen sein, und die Regeln der einen Erlaubnis lassen sich nicht auf die andere übertragen. Wer also in der admiralbet-App Sportwetten und Slots nutzt, nutzt zwei Erlaubnisse.

Die Regionalliga bleibt hier außen vor; Sportwetten auf Amateurfußball sieht keine der beiden Erlaubnisse vor.

bet365 — Whitelist-Inhaber Hillside, wettbewerbsstarkes Sportbuch

Als Anbieter von bet365 führt die Whitelist die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex auf Malta, Ersterlaubnis seit dem 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnis seit dem 27. Dezember 2022.

bet365 ist als erste Adresse für Sportwetten bekannt, und der Whitelist-Eintrag bestätigt die Erlaubnis. Was er nicht enthält, ist die Liga, die hier interessiert. Für Bundesliga und die internationalen Wettbewerbe spielt der Anbieter eine führende Rolle; Regionalliga-Spiele darf er nicht anbieten.

Die Erlaubnis ist die Voraussetzung für das Programm, und sie ist zugleich dessen Grenze. Das gilt für den bekanntesten Anbieter der Liste genauso wie für den kleinsten.

bpremium — Ladbrokes-Tochter mit eigener Registernummer

bpremium wird von der Ladbrokes (Deutschland) Limited betrieben, mit Sitz in Gzira auf Malta und der Registernummer C92799; so steht es in den Nutzungsbedingungen in der Fassung vom 3. April 2023. Die Whitelist führt den Anbieter mit Ersterlaubnis seit dem 9. Oktober 2020 und Folgeerlaubnis seit dem 21. Dezember 2022.

Die Nutzungsbedingungen nennen das Betreiberunternehmen mit Registernummer, und die Whitelist nennt dasselbe Unternehmen mit Erlaubnis. Wer nachvollziehen will, wem er sein Geld gibt, findet hier beide Angaben in derselben Marke — und erinnert sich dabei, dass die Whitelist selbst zwar jeden einzelnen Inhaber führt, aber keine Aussage über einen Konzern trifft.

Regionalliga bleibt auch hier außen vor.

Welche Wege für wen in Frage kommen

Es gibt keinen zugelassenen Weg zu einer Regionalliga-Wette in Deutschland, und die Alternativen sind alles andere als gleichwertig. Der legale Weg führt zu erlaubten Anbietern mit vollem Sportprogramm — aber ohne die vierte Liga. Wer sich für diesen Weg entscheidet, gewinnt Rechtssicherheit, Spielerschutz und eine Streitbarkeit im deutschen System, und verliert die Chance, auf die Regionalliga zu wetten.

Der zweite Weg ist der zu einem Anbieter, der Regionalliga-Spiele anbietet, typischerweise mit ausländischer Registrierung und ohne deutschen Eintrag in der Whitelist. Dieser Weg verliert genau das, was den ersten ausmacht: Erlaubnis, OASIS-Anbindung, LUGAS-Limit, deutsche Rechtsdurchsetzbarkeit im Streitfall. Die Entscheidung zwischen den Wegen ist daher keine Geschmacksfrage.

Für wen lohnt sich welcher Weg? Werbung gibt es nur für den ersten: Nur Inhaber einer Erlaubnis dürfen nach § 5 Abs. 7 GlüStV werben. Das ist der Grund, warum der zweite Weg fast nie beworben wird und fast immer durch Empfehlungen im Bekanntenkreis läuft. Diese Asymmetrie ist selbst ein Signal.

Was bleibt für den Regionalliga-Fan, der trotzdem am Produkt interessiert ist? Wer sich für Regionalfußball interessiert, kann sich die Spiele ansehen, ohne auf sie zu wetten. Wer unbedingt wetten will, muss den angebotenen Sport im Blick behalten — Bundesliga, Champions League, Handball und Basketball etwa — und dort den Markt nutzen.

Das ist kein Trostpreis, sondern der ehrliche Weg. Bei einer Wette auf einen Markt mit rund 7 Prozent Marge ist der Unterhaltungswert ohnehin das Produkt.

Wo Betroffene Hilfe bekommen

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung betreibt die Telefonberatung zur Glücksspielsucht unter der Nummer 0800 1 37 27 00, erreichbar von Montag bis Donnerstag von 10 bis 22 Uhr und von Freitag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr. Daneben steht die Onlineberatung der Bundeszentrale. Beide Angebote sind anonym, kostenlos und mehrsprachig.

Für Spieler mit deutscher Erlaubnis ist der wichtigste eigene Hebel der Einzahlungsbegrenzer. Wer sich selbst sperren will, nutzt OASIS; die Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn eine Frist genannt wird, sonst mindestens ein Jahr. Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 löst sofort eine 24-stündige Sperre aus. Wer die Anfangsschwelle kennt, meldet sich früher Hilfe als jemand, der erst dann sucht, wenn das Konto leer ist.

Wer bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis spielt, hat keinen Zugriff auf OASIS und LUGAS. Der Spielerschutz hängt dann von dem ab, was der Anbieter selbst anbietet. Deshalb ist die Nummer oben die richtige erste Adresse — und die Sperrung eines Kontos bei einem Anbieter eine zweite Ebene, keine erste.

Wie sich Sportwetten auf höhere Ligen von Regionalliga-Wetten unterscheiden

Für die höchsten Ligen ist der Markt in Deutschland vollständig verfügbar. Bundesliga-Spiele, Champions League, Handball, Basketball, Tennis und Darts gehören zum Sportwettprogramm erlaubter Anbieter. Der Auszahlungsschlüssel liegt bei rund 93 Prozent von einem Euro, den der Buchmacher annimmt — was bedeutet, dass er rund 7 Prozent für sich behält. Dasselbe gilt in der Regionalliga, aber die findet hier nicht statt.

Der Regionalliga fehlt die Grundlage, die höhere Ligen liefern: eine bundesweite, professionell betriebene Wettbewerbsstruktur mit klaren nationalen Ergebnissen und einer allgemeinen Wahrnehmung. Die Staffeln und das Aufstiegssystem sind regional organisiert. Ein Anbieter, der diese Liga aufnimmt, müsste mit einer eigenen Datenquelle und eigenen Auszahlungen arbeiten. Das ist bei den erlaubten Anbietern nicht vorgesehen, und die Amateurregel verbietet es ohnehin.

Was bei höheren Ligen zählt, ist also nicht nur die Quote, sondern auch die Verfügbarkeit. Eine gute Quote auf ein Spiel, das im Programm nicht steht, ist keine gute Quote — sie existiert nicht.

Rechtliche Fallstricke und was ein Angebot ohne Erlaubnis nach sich ziehen kann

Das Angebot von Sportwetten an Personen in Deutschland ohne deutsche Erlaubnis ist unerlaubtes Glücksspiel nach § 4 Abs. 1 GlüStV. Eine Lizenz aus Curaçao, Anjouan oder Malta hat in Deutschland keinerlei Bedeutung. Die GGL hat am 17. September 2026 ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten gewarnt, „wie etwa Platincasino“.

Strafrechtlich ist das Veranstalten nach § 284 StGB mit bis zu zwei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe bedroht, die Werbung dafür mit bis zu einem Jahr; die Teilnahme nach § 285 StGB mit bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe. Zur Verfolgung einzelner Spieler ist nichts feststellbar — weder ein Freibrief noch eine Drohung.

Aufsichtsrechtlich stehen der GGL nach § 9 GlüStV Untersagungsverfügungen, Zahlungssperren und Netzwerksperren zur Verfügung. Zivilgerichte haben in mehreren Fällen Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung von Einsätzen verurteilt, und die Frage ging vom BGH zum EuGH. Der Bundesgerichtshof legte dem EuGH am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) die Frage vor, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; der Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Der Generalanwalt des EuGH hält es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24) grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Sportwettenanbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten; eine Ausnahme gilt, wenn Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Ein Rückzahlungsanspruch ist damit für niemanden zugesichert.

Wer sich über die Nachrichtenlage hinaus informieren will, findet die Originalquellen bei der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder und in den veröffentlichten Entscheidungen. Für rechtliche Einzelfälle ist eine Anwältin oder ein Anwalt die zuständige Adresse, nicht ein Wettanbieter.

Häufige Fragen zu Regionalliga-Wetten

Kann man in Deutschland überhaupt auf Regionalliga-Spiele wetten?

Nein, bei einem Anbieter mit deutscher Erlaubnis nicht. Veranstaltungen mit überwiegend Amateuren sind unzulässig, und Fußball unterhalb der 3. Liga zählt nach der Behördenpraxis dazu. Wer dennoch Regionalliga-Wetten findet, findet ein Angebot außerhalb der deutschen Erlaubnis, ohne Spielerschutz und ohne deutsche Rechtsschutzwege.

Warum gilt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurbereich?

Die Behördenpraxis zieht die Grenze bei der dritten Spielklasse, weil unterhalb dieser Ebene die Teilnehmenden überwiegend Amateure sind. Das Verbot in § 21 Abs. 1a GlüStV greift damit für die Regionalliga, und zwar unabhängig davon, ob einzelne Beteiligte als Profis arbeiten. Die Einstufung folgt der Liga, nicht der Person.

Was bedeutet es, wenn ein Anbieter ohne deutsche Erlaubnis Regionalliga-Spiele listet?

Es bedeutet, dass er die deutsche Erlaubnispflicht nicht erfüllt. Solche Anbieter unterliegen nicht der Whitelist, nicht dem Sportwettprogramm und keiner deutschen Aufsicht. Die GGL warnt vor der Teilnahme an solchen Angeboten und kann Untersagungsverfügungen, Zahlungssperren und Netzwerksperren einsetzen.

Woran erkenne ich, ob ein Wettanbieter auf der Whitelist der GGL steht?

Sie sehen im offiziellen Verzeichnis der erlaubten Anbieter unter § 9 Abs. 8 GlüStV nach. Geprüft wird nicht die Marke, sondern der Inhaber zusammen mit der konkreten Domain. Eine deutsche Domain allein ist kein Beleg. Nur die Domain, die unter der Sportwetten-Erlaubnis steht, darf Sportwetten anbieten.

Welche Folgen hat ein Angebot außerhalb von OASIS und LUGAS?

Die Selbstsperre über OASIS und das anbieterübergreifende Einzahlungslimit über LUGAS greifen dort nicht. Wer sich schützen will, kann sich bei einem solchen Anbieter nicht wirksam sperren lassen. Das bundesweite Einzahlungslimit von 1.000 € pro Kalendermonat gilt nur bei Anbietern mit deutscher Erlaubnis.

Inhalt erstellt vom Team «Die besten Wett Apps»