Die besten Sportwetten App 2026 – zehn Anbieter mit Erlaubnis, ein Weg zur Prüfung

Updated Oktober 2026
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Stand: 30. Oktober 2026. Geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder, Stand der Liste 2. Oktober 2026.

Eine Hand hält ein Smartphone mit dunklem Display, im Hintergrund unscharf ein Café-Tisch mit einer Tasse.
Die Tipico Sportwetten App wird im Apple App Store vom Entwickler Tipico B2B Ltd angeboten und nennt „Tipico Cashout“ als Kontrolle über den Wettschein.

Wer eine Wett-App sucht, stößt auf ein Problem, das keine Testwertung löst: Die Apps auf dem Bildschirm sehen sich ähnlich. Quoten, Schaltflächen, Livestreams, ein Willkommensbonus im Aufklappfenster. Was sie unterscheidet, steht nicht in der App. Es steht in einer Liste, die die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder führt, und diese Liste führt nach Halle (Saale) und nicht in einen App Store.

Das ist der erste und der wichtigste Satz: Eine seriöse Sportwetten App gehört einem Anbieter, der für seine Domain eine deutsche Erlaubnis nach § 9 Abs. 8 GlüStV im Sportwetten-Register hat. Alles andere an einer App – Bedienung, Ladezeit, Eingabefelder – lässt sich nach zwei Abenden ausprobieren. Die Erlaubnis lässt sich in zwei Minuten prüfen, und niemand prüft sie für dich.

Der zweite Teil des Bildes ist unbequemer. Dieselbe Erlaubnis, die einen Anbieter seriös macht, bringt Regeln mit, die das Angebot beschneiden: ein monatliches Einzahlungslimit, das über alle Anbieter hinweg gilt, Live-Wetten nur auf bestimmte Ereignisse, Zahlungen nur vom eigenen Konto. Wer die Auswahl als Wahl zwischen Apps begreift, versteht sie halb. Es ist eine Wahl zwischen Wegen, an deren Ende sehr unterschiedliche Spielräume stehen.

Warum die Erlaubnis das wichtigste Merkmal einer Wett-App ist

Der Weg vor die falsche Tür beginnt selten mit einer Warnung. Er beginnt mit einer App, die funktioniert, gut aussieht und schnell lädt. Ob der Anbieter eine deutsche Erlaubnis hat, merkt man daran nicht. Merken kann man es an einer Liste.

Ein Notizbuch mit handgeschriebenen Stichpunkten und ein Bleistift liegen auf einem Holztisch im Morgenlicht.
Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder (GGL) warnte am 17. September 2026 Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten „wie etwa Platincasino“.

Die Whitelist als einzige belastbare Prüfung

Die Whitelist der GGL ist nach § 9 Abs. 8 GlüStV die offizielle Übersicht der erlaubten Glücksspielanbieter. Sie ist der Overkill der deutschen Marktkontrolle, und sie ist angenehm schmucklos: Domain, Anbietername, Sitz der Gesellschaft, Erlaubnisdatum. Eine Erlaubnisprüfung, die über eine Tabelle läuft, hat einen Vorteil, den kein Siegel auf einer Website hat – sie ist nicht vom Werbenden. Der Stand der Liste vom 2. Oktober 2026 führt 30 Einträge: 27 Inhaber mit Erlaubnis für Sportwetten, davon zwei zusätzlich für Pferdewetten, und drei Anbieter ausschließlich für Pferdewetten.

Zwei Dinge, die diese Liste sehr klar sagt und viele Leser falsch erinnern. Die Whitelist nennt nur Erteilungsdaten, nie ein Ablaufdatum; wer in der App oder im Kleingedruckten ein „läuft bis“ findet, hat es nicht von der Behörde. Und: Aufgeführt ist stets die konkrete Domain unter dem Sportwetten-Titel. Eine Erlaubnis der Behörde für Automatenspiele beim selben Inhaber sagt über das Sportwettenangebot nichts, weil das getrennte Erlaubnisse mit getrennten Regeln sind.

Ein Schlüsselbund und eine Brille liegen auf einem leeren Block neben einem Fenster mit Regentropfen.
Generalanwalt Emiliou hält es in den Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24, Tipico) für möglich, unlizenzierte Wettanbieter zur Rückzahlung von Einsätzen zu verpflichten.

Es gibt einen Denkfehler, der auf der Kürzestformel „.de-Domain = seriös“ beruht. Jede in der Liste geführte Domain ist tatsächlich eine .de-Domain, aber die Umkehrung trägt nicht: Eine deutsche Endung beweist nichts, sie ist ein paar Euro wert. Und der umgekehrte Fall gilt ebenso – ein Anbieter mit Sitz in Malta wäre nicht unseriös, weil der Sitz im Ausland liegt. Die Sitzgesellschaften sind regelmäßig maltesische Gesellschaften; das ist bei einer Erlaubnis, die Geltung im Inland beansprucht, völlig gewöhnlich.

Was eine Erlaubnis praktisch verbürgt

Hinter der Registerzeile steht ein Satz von Pflichten, die der Betreiber nicht aussetzen kann, weil sie an der Erlaubnis hängen und nicht an seiner Kulanz.

Die Teilnahme beginnt bei 18 Jahren (§ 4 Abs. 3 GlüStV). Ein Anbieter führt ein Konto pro Person mit vollständiger Identitätsprüfung (§ 6a). Vor dem Abschluss dieser Prüfung darf gespielt werden, aber höchstens 72 Stunden lang, mit 100 € Einzahlungslimit und ohne Auszahlungen. Spielerkonten liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto; bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt (§ 6b Abs. 6-7). Das ist die Art von Detail, die man erst zu schätzen weiß, wenn eine andere Plattform eine Woche für eine Auszahlung braucht.

Dann sind da die Grenzen des Angebots selbst. Fixe Wetten sind zugelassen auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon und auf Vorfälle darin, als Einzel- oder Kombiwette (§ 21 Abs. 1), und nur in den Wettarten, die die Behörde genehmigt hat – dem Sportwettprogramm nach § 21 Abs. 5. Live-Wetten sind nach § 21 Abs. 4 während eines laufenden Ereignisses auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder einen vergleichbaren Bestandteil beschränkt, und das nur in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Nächstes Tor im Fußball ist damit in Ordnung, nächster Satz im Tennis auch. Nächster Punkt im Tennis oder nächster Korb im Basketball nicht.

Ausgeschlossen sind Veranstaltungen, an denen überwiegend Minderjährige oder Amateure teilnehmen; die Behörde rechnet Fußball unterhalb der 3. Liga dem Amateurbereich zu. Ausgeschlossen sind auch manipulationsträchtige Wetten, Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung (§ 21 Abs. 1a) sowie Wetten auf gesellschaftliche oder politische Ereignisse. E-Sport gehört nicht dazu: Die Behörde hält fest, dass Wetten auf E-Sport nicht möglich sind, weil E-Sport nicht als Sport anerkannt ist. Ein lizenziertes E-Sport-Wetten existiert in Deutschland nicht.

Gewinne werden erst nach dem offiziellen Ende der Veranstaltung ausgezahlt. Ein gesetzliches Limit pro Wette gibt es im Sportwettenbereich nicht – ein Punkt, den manchen überrascht, weil er so oft mit dem Einzahlungslimit verwechselt wird. Die Grenze sitzt auf dem Einzahlungsweg, nicht auf dem Wettschein.

Wo das Risiko tatsächlich sitzt

Ein Anbieter ohne deutsche Erlaubnis, der Sportwetten an Personen in Deutschland richtet, veranstaltet unerlaubtes Glücksspiel nach § 4 Abs. 1 GlüStV. Eine Lizenz aus Curaçao, Anjouan oder Malta hat in Deutschland keine Bedeutung. Die Behörde hat das im September 2026 noch einmal öffentlich unterstrichen und Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten gewarnt, die sie mit einem großen Namen aus dem Bereich benannte.

Die strafrechtliche Seite steht in § 284 StGB: Veranstalten bis zu zwei Jahren Freiheitstrafe oder Geldstrafe, Werbung bis zu einem Jahr. Die Teilnahme nach § 285 StGB bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe. Ob einzelne Spielende verfolgt werden, ist nicht belegt, und daraus folgt weder Entwarnung noch Drohkulisse. Der praktische Unterschied liegt ohnehin woanders: Kein OASIS, kein LUGAS, kein deutscher Rechtsweg. Und die Steuer ist kein Erlaubnisbeweis – sie wird auch bei unerlaubten Anbietern fällig.

Dass Zivilgerichte mehrfach Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung von Einsätzen verurteilt haben, ist Teil der Rechtslage, aber kein Versprechen. Der Bundesgerichtshof hat dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit der Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht (Az. I ZR 90/23); im Verfahren ging es um einen Kläger, der von einem Anbieter mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurückforderte. Generalanwalt Nicholas Emiliou hält es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24) grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Sportwettenanbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten – mit der Ausnahme, dass Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Wer aus diesen Verfahren einen Anspruch ableiten will, verwechselt eine offene Rechtsfrage mit einem Urteil zu seinen Gunsten.

Der Preis der Legalität, ehrlich gerechnet

Hier wird die Beratung unbequem, weil sie gegen das eigene Interesse des Ratenden geht. Der Weg über einen erlaubten Anbieter kostet etwas.

Er kostet den Standard von 1.000 € Einzahlung pro Kalendermonat, der nach § 6c Abs. 1 über alle Anbieter hinweg gilt und über die LUGAS-Limitdatei durchgesetzt wird. Wer glaubt, das Limit verschwinde, wenn er bei drei Anbietern parallel spielt, hat die Funktion nicht verstanden: Parallelspiel ist nach § 6h untersagt, und die Aktivitätsdatei erkennt es. Eine Erhöhung gibt es, aber nicht auf Zuruf: Nur mit nachweisbarer wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit, ein Selbstauskunftsbogen genügt nicht, und für höchstens ein Prozent der aktiven Spieler sind bis zu 30.000 € möglich. Absenkungen wirken sofort, Erhöhungen erst nach sieben Tagen.

Er kostet die Beschneidung der Live-Wetten. Er kostet die Identitätsprüfung vor dem ersten Schein, den eigenen Namen auf dem Zahlungskonto und den Verzicht auf anonyme Zahlungsmittel (§ 6b Abs. 4). Er kostet Konto und Guthaben auf einem Treuhandkonto – was manche als Einschränkung lesen, was aber der Grund ist, warum das Guthaben nicht in einer Insolvenz verschwindet.

Der Weg über einen nicht erlaubten Anbieter kostet dafür das Gegenteil: keine Verbindung zu OASIS, keine zur Limitdatei, keine deutsche Aufsicht, keine Beschwerdestelle, kein Rechtsweg – und die Erwartung höherer Limits. Das ist der eigentliche Tausch. Wer ihn eingeht, tauscht Schutz gegen Spielraum, und die Würfel, mit denen dieser Tausch schiefgeht, sind teurer als jede Quote.

Spielerschutz: was in jeder App gilt und keiner abstellen kann

Spielerschutz gehört zu den Abschnitten, die man überfliegt, weil sie sich in jedem Text gleich lesen. Das hat einen Grund: Bei erlaubten Anbietern sind die Werkzeuge tatsächlich gleich, weil sie an der Erlaubnis hängen und nicht am guten Willen. Interessanter wird die Sache an den Stellen, an denen die Geräte sich unterscheiden und die Regel nicht.

Altersgrenze, Verifizierung, ein Konto

Volljährigkeit ist die Zutrittsschwelle (§ 4 Abs. 3). Aus ihr folgt der Rest: volle Identifizierung vor der Teilnahme, ein Konto pro Anbieter (§ 6a). In den 72 Stunden vor abgeschlossener Prüfung ist Spielen möglich, aber unter 100 € Einzahlungslimit und ohne Auszahlungsanspruch – ein Kontingent, das kleiner ist als bei manch einem Handyvertrag.

Dieser Punkt verschwindet nicht dadurch, dass man am Smartphone wetten wollte und es schnell gehen sollte. Er ist der häufigste Grund, warum der erste Abend in einer App enttäuschend verläuft: Man hat ausprobiert, es läuft, und dann blockiert die Auszahlung. Wer das vorher weiß, plant den Ausweis ein.

OASIS: bundesweit, digital, wirksam

OASIS ist das bundesweite Spielersperrsystem nach §§ 8, 8a GlüStV. Erlaubte Anbieter fragen es bei der Registrierung und bei jedem Login ab. Wer sich sperren lässt und einen Zeitraum nennt, ist mindestens drei Monate gesperrt; nennt er keinen, mindestens ein Jahr. Das ist keine weiche Selbstverpflichtung, sondern eine Abfrage, die im Hintergrund läuft, bevor der Wettkampf auf dem Bildschirm erscheint.

An dieser Stelle zahlt sich die Whitelist auch jenseits des Papiers aus. Ein Angebot ohne Erlaubnis hängt an keinem OASIS. Wer sich dort sperren lassen möchte, kann es versuchen – technisch durchgesetzt wird es nicht. Genau hier liegt der Unterschied, den eine Liste nicht ausdrückt und jede Beratung aussprechen muss.

LUGAS, Einzahlungslimit und Panikbutton

Das Einzahlungslimit läuft über die LUGAS-Limitdatei, die Aktivitätsdatei verhindert nach § 6h das Parallelspiel bei mehreren Anbietern. Beides zusammen ist der Grund, warum es sich lohnt, die eigenen Limits einmal einzustellen, bevor sie aufgebraucht sind. Eine Absenkung greift sofort, eine Erhöhung nach sieben Tagen – diese Asymmetrie ist Absicht und die beste Nachricht in diesem Abschnitt.

Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 löst eine sofortige Sperre für 24 Stunden aus. Er ist der Notausgang für den Moment, in dem der Kopf nicht mehr entscheidet. Er ist bewusst schmucklos: keine Rückfrage, keine Betreuernummer, nur zu.

Dass diese Werkzeuge funktionieren, heißt nicht, dass sie reichen. Sie alle stehen an einer Stelle, an der schon jemand eine App geöffnet hat. Wer früher Hilfe braucht, braucht sie außerhalb, und dort wird sie kostenlos und anonym gegeben.

Boni in der App: Wettguthaben, Umsatz und Mindestquote

Ein Willkommensangebot in einer Wett-App ist kein Geschenk, sondern ein Vertrag mit Bedingungen, und die Bedingungen sind der eigentliche Inhalt des Angebots. Der Gesetzgeber setzt in dieser Frage erstaunlich wenig: Das GlüStV enthält keine Vorschrift, die einen Sportwettenbonus der Höhe nach begrenzt oder seine Umsatzbedingungen regelt. Beträge, Umsätze und Mindestquoten kommen ausschließlich aus den Bedingungen des Anbieters. Wer also eine Zahl liest, liest die des Anbieters.

Für die Werbung dagegen gibt es Regeln. Nur Erlaubnisinhaber dürfen werben (§ 5 Abs. 7). Für Sportwetten gilt ein Verbot, unmittelbar vor oder während einer Live-Übertragung im selben Kanal für Wetten auf dieses Ereignis zu werben, ebenso ein Verbot von Werbung mit aktiven Sportlern oder Funktionären und das Verbot einer Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz (§ 5 Abs. 3, 6). Die 06:00-21:00-Uhr-Sperre des § 5 Abs. 3 Satz 1 gilt für Automatenspiele, Online-Poker und Online-Casino – nicht für Sportwetten. Wer die Uhrzeit als Sportwettenregel zitiert, hat den Anwendungsbereich verschoben.

Wettguthaben ist nicht Bargeld

Die Typen sind streng zu trennen, weil sie völlig unterschiedlich auszahlen. Ein Cash-Bonus ist Geld. Eine Gratiswette, auch Freiwette, ist ein Guthaben, dessen Einsatz bei einem Gewinn in der Regel nicht mitbezahlt wird: Gewinnt man mit 10 € Freiwette bei einer Quote von 2,00, kommt meist 10 € zurück, nicht 20 €. Eine als „risikofrei“ beworbene Wette, die im Verlustfall als Freiwette erstattet wird, ist ebenfalls keine Bargeldrückgabe. Eine Quotenerhöhung ist eine Quotenerhöhung, eine Kombiwettenversicherung bleibt eine Versicherung, ein Cashback bleibt ein Cashback. Ein an eine Einzahlung gekoppeltes Paket bleibt eines. Diese Typen dürfen nicht ineinander übersetzt werden, weil ihre Erstattung unterschiedlich viel wert ist.

Was die drei Zahlen kosten

Drei Klauseln entscheiden über den Wert eines Angebots, und keine von ihnen steht im Werbebanner.

Erstens der Umsatz. Das Wettguthaben muss in der Regel mehrfach umgesetzt werden, bevor eine Auszahlung möglich ist. Der Faktor steht in den Bedingungen; er entscheidet darüber, wie viel Wettvolumen aus einem kleinen Guthaben folgt. Ein Faktor von 3 auf 100 € Wettguthaben verlangt 300 € Umsatz. Bei 10 € pro Wette sind das 30 Wetten – und das hat noch niemanden etwas gekostet, außer Nerven und Zeit.

Zweitens die Mindestquote. Nur Wetten ab einer bestimmten Quote zählen für den Umsatz, üblich sind moderate Werte. Das schließt die kurzen Favoritenwetten aus, mit denen sich Umsatz am langweiligsten erzeugen lässt. Wichtiger ist die Wirkung auf den Preis einer Wette: Eine hohe Mindestquote erhöht die Varianz der Wege, über die man den Umsatz erledigt, weil jeder Umsatz ab dieser Quote seltener aufgeht.

Drittens die Frist. Umsätze laufen ab, und abgelaufene Umsätze verfallen mit dem Guthaben. Eine Frist ist damit die einzige Klausel, deren Verstreichen man nicht nachholen kann.

Werbung dazu ist erlaubt oder nicht, seriös oder nicht – aber die drei Zahlen stehen immer beim Anbieter, selten in der Anzeige, und nie in einem Vorschaubanner. Eine Offerte, deren Umsatzbedingungen sich nur mit Suchen finden lassen, sagt damit selbst etwas über ihre Zielgruppe.

Die Steuer und das eigene Konto

Die Sportwettensteuer steht in §§ 16-25 RennwLottG und beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz, der die Steuer selbst nicht enthält“ (§§ 17, 18). Umgerechnet auf den eingezahlten Betrag sind das rund 5,03 % (5,3 geteilt durch 105,3). Wer von „5,3 % des Einsatzes“ spricht, rechnet falsch, da die Steuer 5,3 % auf den Einsatz abzüglich der Steuer beträgt (rund 5 % des eingezahlten Betrags). Die Steuer schuldet der Veranstalter der Wette, nicht der Wettende (§ 19). Ob und wie er sie weitergibt, ist seine Entscheidung – und darüber steht etwas nur in seinen eigenen Bedingungen, nicht in einer Faustregel.

Zahlungseingänge sind nach § 6b Abs. 4 auf ein Zahlungskonto im eigenen Namen bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut beschränkt. Anonyme Zahlungsmittel sind damit ausgeschlossen – der Mechanismus, der Krypto und anonyme Prepaidkarten aus dem lizenzierten deutschen Sportwetten heraushält. Welche Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, ist seine eigene Sache und immer nur aus seinen Bedingungen zu beantworten.

Welche Zahlungswege die Apps führen, ist unten im Vergleich gelistet – und die Liste zeigt, wie breit die Spanne innerhalb desselben Rechtsrahmens ist.

App oder Mobilversion im Browser: der Unterschied, den man erst später merkt

Eine Wett-App auf dem Touchscreen ist zuerst eine Fingerübung. Ob eine Wette nach dem vierten Tipp noch dort landet, wo man sie haben wollte, entscheidet über mehr als Bequemlichkeit. Es entscheidet darüber, ob man einen Wettschein noch abbricht, wenn sich der Lineup geändert hat.

Touchscreen, Benachrichtigungen, Installation

Der funktionale Kern einer Mobilversion im Browser ist der Kern einer App, aber die Ränder unterscheiden sich. Eine installierte App kann Benachrichtigungen senden, eine Browserversion tut es nicht. Eine App hat Login per Face ID oder Fingerabdruck, was lästige Passworteingaben spart. Eine App bündelt die Funktionen oft an einer Stelle im Wettschein.

Gleichzeitig gibt es echte Argumente gegen die App. Eine App muss aktualisiert werden, und eine Browserversion ist nie veraltet. Eine App belegt Platz, eine Browserversion nichts. Auf fremden Geräten ist der Browser ohnehin die einzige Option. Wer nur selten und ohne Benachrichtigungen spielt, braucht die Installation nicht.

Wer eine App installieren will, geht über die Stores. Im Apple App Store ist der Entwickler bei jeder App ausgewiesen, und der Name des Entwicklers ist mehr als ein Detail: Eine App, die im Store unter einem anderen Namen läuft als dem des Erlaubnisinhabers aus der Whitelist, kann trotzdem dieselbe Firma dahinter haben – aber sie kann es auch nicht. Wer das wissen möchte, vergleicht den Entwicklernamen mit der Whitelist-Zeile. Bei den Apps dieses Vergleichs ist das durchweg unspektakulär, wie im Abschnitt zu den Downloads gleich zu sehen.

Der Punkt, der bei Mobilgeräten häufiger übersehen wird als auf dem Desktop: Ein Konto, das auf dem Smartphone entstanden ist, unterliegt denselben Regeln wie eines am Rechner. Kein Store, keine App und kein Betriebssystem schaltet OASIS oder das Einzahlungslimit ab.

Vorsicht bei Angeboten rund um die App

Rund um den App-Begriff kursiert eine eigene Sorte von Angebot: die „exklusive App-Version“ mit Sonderkonditionen, ein Gewinnspiel, das nur im Store sichtbar sei, ein Vorteil, der verschwinde, wenn man den Browser nutzt. Solche Formulierungen haben kein Gegenstück in einer Lizenz oder in einer Regel: Wer in Deutschland Sportwetten veranstalten darf, darf das über jeden Kanal seiner Domain, und ein Sondervorteil für die App ist eine Marketingaussage des Anbieters, keine Eigenschaft des Rechtsrahmens.

Es lohnt, hier den Blick schlichter zu halten. Die Wahl zwischen App und Browser ist eine Bedienungs- und Komfortfrage. Die Wahl zwischen einem Anbieter mit und ohne Erlaubnis ist die Frage, unter welchen Regeln das Konto läuft. Die erste darf man nach Geschmack entscheiden. Die zweite nicht.

Die zehn Anbieter im Vergleich

Die folgende Übersicht ordnet die zehn Betreiber nach der Whitelist-Zeile und dem Sportwetten-Titel, wie er dort steht. Dass alle zehn dieselbe Art von Erlaubnis haben, heißt nicht, dass ihre Angebote gleich sind – im Gegenteil: Die Unterschiede liegen in der Bedienung, den Funktionen, den Zahlungswegen und den Bedingungen, und die stehen in den Abschnitten darunter.

Anbieter Whitelist-Status und Erlaubnisinhaberin Sportwetten-Erlaubnis seit
Bet3000 im Verzeichnis geführt – I.B.C. Sportsbetting Limited, Sliema (Malta) 22.04.2026
bpremium im Verzeichnis geführt – Ladbrokes (Deutschland) Limited, Gzira (Malta) 09.10.2020, Folgeerlaubnis 21.12.2022
VBet im Verzeichnis geführt – SCGO Limited, St. Julian’s (Malta) 05.12.2023
DAZN Bet im Verzeichnis geführt – DZBT Operations Limited 22.08.2023
888sport im Verzeichnis geführt – 888 Germany Limited 30.06.2021, Folgeerlaubnis 15.12.2022
bwin im Verzeichnis geführt – bwin (Deutschland) Limited 09.10.2020, Folgeerlaubnis 23.12.2022
Tipico im Verzeichnis geführt – Tipico Co. Limited 09.10.2020, Folgeerlaubnis 09.12.2022
MERKUR BETS im Verzeichnis geführt – Merkur Bets Malta Limited 06.11.2023
Sportingbet im Verzeichnis geführt – Sportingbet (Deutschland) Limited 09.10.2020, Folgeerlaubnis 21.12.2022
NEO.bet im Verzeichnis geführt – Greenvest Betting Limited 09.10.2020, Folgeerlaubnis 22.12.2022

Die Spalte der Erlaubnisdaten erzählt bei genauerem Hinsehen eine Marktgeschichte. Wer 2020 dabei war, ist größtenteils mit einer Erst- und einer Folgeerlaubnis zum Jahreswechsel 2022/2023 verzeichnet; die späteren Zugänge aus 2023 und 2026 kommen ohne zweiten Eintrag. Die Whitelist führt ausschließlich Erteilungsdaten, kein Enddatum – wer wissen möchte, wie lange eine Erlaubnis läuft, findet die Fünf-Jahres-Frist des § 4c Abs. 1 und muss die Rechnung selbst anstellen. Sie steht hier nicht, weil die Behörde sie nicht ausweist.

Alle zehn gehören damit zu den 30 Einträgen des Stands vom 2. Oktober 2026. Das ist ein guter Moment, um die Größenordnung klarzumachen: Diese Liste ist eine Auswahl von zehn aus 27 Inhabern mit Sportwetten-Erlaubnis. Weitere Anbieter mit derselben Rechtsstellung existieren, und die Prüfung in der Whitelist ist immer der vollständige Weg, unabhängig davon, welcher Vergleich zuerst auf dem Bildschirm landet.

Bet3000: Erlaubnis mit dem jüngsten Datum

Die Whitelist führt als Veranstalter der Sportwetten unter Bet3000 die I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Sliema, Malta. Eingetragen ist die Sportwetten-Erlaubnis mit dem Erstdatum 22. April 2026 – das jüngste Datum im Feld, und ein Hinweis darauf, wie aktuell die Marktstruktur hier noch ist.

Für die Praxis heißt dieses junge Datum vor allem: kein lange eingespieltes Verhältnis von Großen dieser Branche, sondern ein Anbieter im Aufbau seiner deutschen Position. Ein Fehler, den man beim ersten Klick auf ein solches Angebot macht, ist, die Länge des Anbietermarktes mit der Sicherheit der Erlaubnis zu verwechseln. Beides sind unterschiedliche Dinge. Die Whitelist-Führung ist das eine, der Platz im Markt das andere.

Ein Neuling in der Whitelist trägt die üblichen Startrisiken: weniger öffentlich dokumentierte Erfahrung mit Auszahlungsabwicklung, weniger Referenzen aus deutscher Kundschaft, eine weniger selbstverständliche App-Präsenz. Was er nicht trägt, ist die Unsicherheit über den Rechtsstatus. Der ist eingetragen.

Für wen sich das lohnt, lässt sich nur an einer Stelle beantworten: beim eigenen Test mit einem ersten kleinen Betrag und einer zeitnahen Auszahlung, nicht beim Lesen einer Rezension. Was in dieser Übersicht über Bet3000 steht, ist die Registerzeile und ihr Datum. Der Rest ist ein Kontakt mit dem Anbieter.

bpremium: Verwaltung einer alten Erlaubnis, Vorsicht bei Details

Hinter bpremium steht die Ladbrokes (Deutschland) Limited mit Sitz in Gzira, Malta, geführt unter der Registernummer C92799. Die Erst-Erlaubnis datiert auf den 9. Oktober 2020, die Folgeerlaubnis auf den 21. Dezember 2022 – bpremium gehört damit zur Gruppe der Marken, die seit Anfang an dabei sind.

Die Nutzungsbedingungen in der Fassung vom 3. April 2023 sind der Ort, an dem die Vertragsdetails stehen. Genau dort muss man nachsehen, weil ein altes Erlaubnisdatum mit einem alten Bedingungstext zusammengeht: Die drei Zahlen, die den Wert eines Angebots bestimmen – Umsatzfaktor, Mindestquote, Frist –, ändern sich mit den Jahren, das Erlaubnisdatum nicht.

Diese Markengeschichte ist kein Nachteil, solange man den Unterschied zwischen Kontinuität und Aktualität im Blick behält. Die Zugehörigkeit zu einer internationalen Gruppe mit langer Historie sagt etwas über die Stabilität der Gesellschaft; über die Bedingungen der aktuellen Aktion sagt sie nichts.

Wer nach einem Anbieter sucht, bei dem die Vertragsstruktur nicht bei jedem Relaunch neu erfunden wird, findet hier ein Argument. Wer meint, das Alter der Erlaubnis sei ein Qualitätsurteil über das Wettangebot, sollte sich den Irrtum sparen.

VBet: Erlaubnis über drei Jahre alt, Angebot bleibt Prüfsache

Als Veranstalter der Sportwetten unter VBet ist die SCGO Limited mit Sitz in St. Julian’s, Malta, in der Whitelist geführt. Die GGL verzeichnet die Sportwetten-Erlaubnis seit dem 5. Dezember 2023.

Für wen sich VBet damit eignet, ist eine Frage des eigenen Vorgehens. Wer gern selbst prüft und ein Wettprogramm innerhalb weniger Minuten liest, kommt mit einem Anbieter ohne dicht beschriebene Oberfläche besser zurecht als jemand, der eine Bewertung vor dem ersten Klick haben möchte.

DAZN Bet: die App mit Wettschein-Funktionen im Vordergrund

Die App für das iPhone bietet Live-Wetten und Cash Out direkt im Wettschein. Im App Store ist IBID Malta Limited als Entwickler eingetragen, für den deutschen Markt ist die DZBT Operations Limited als Betreiber genannt. In der Whitelist steht unter dem Sportwetten-Titel von DAZN Bet die DZBT Operations Limited mit dem Erstdatum 22. August 2023.

Zwei Namen in zwei Systemen sind für den Leser kein Widerspruch, aber ein Anlass zur Aufmerksamkeit. Der Store nennt den Entwickler der Software, die Whitelist den Veranstalter der Wetten. Wer die Erlaubnis prüfen will, prüft die Whitelist-Zeile, nicht die Entwicklerzeile. Bei DAZN Bet passen die Zuständigkeiten zusammen, aber das ist ein Ergebnis und kein Automatismus.

Der Anreiz dieser Marke liegt für einen Teil der Kundschaft gar nicht im Sportwettenangebot als solchem. Sie kommt über eine Sportplattform und bleibt, weil die Wettscheinfunktionen eingebaut sind.

Was diese App damit richtig macht, ist ein Punkt, der in Vergleichstabellen gern untergeht: Die Wege in einem Wettschein entscheiden über die Abbruchquote. Wer beim vierten Tipp noch sieht, was er im ersten getan hat, bricht seltener ab – und das ist mehr wert als ein Zehntel einer Quote.

888sport: lange Markenhistorie, Whitelist zählt trotzdem

Die 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar ist die Holdinggesellschaft der 888-Gruppe, zu der 888sport gehört; die Aktie ist seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert. In der Whitelist steht unter 888sport unter dem Sportwetten-Titel die 888 Germany Limited mit einer Ersterlaubnis vom 30. Juni 2021 und einer Folgeerlaubnis vom 15. Dezember 2022.

Der Börsenhinweis ist ein Hintergrunddetail, das zeigt, wie die Gruppe organisiert ist – nichts weiter. Die börsennotierte Holding ist nicht die Inhaberin der deutschen Erlaubnis. Das ist die 888 Germany Limited, und wer sich über die Aufsicht versichern will, liest deren Zeile.

Für den deutschen Wettenden ist die Kette entscheidend, nicht ihre Länge. Eine große Gruppe bedeutet nicht schlechteren Schutz; die deutschen Pflichten hängen an der Erlaubnis der genannten Gesellschaft, Punkt.

Wer eine Marke mit langer Geschichte sucht und das Kriterium mit der Whitelist-Zeile zusammenbringt, wird hier finden, was er sucht. Wer dagegen annimmt, eine Konzernhistorie ersetze die Prüfung, verwechselt zwei verschiedene Dinge.

bwin: Kombi- und Quoten-Boost im Baukasten

Die „bwin – Sportwetten App“ wird im Apple App Store von der bwin.party entertainment Limited angeboten. Die Entwicklerbeschreibung nennt Cashout in manueller und automatischer Ausführung, Live-Streams und Live-Statistiken sowie Kombi-Boost und Quoten-Boost. In der Whitelist steht für bwin unter dem Sportwetten-Titel die bwin (Deutschland) Limited, Erst-Erlaubnis 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnis 23. Dezember 2022.

Der automatische Cashout ist die interessanteste Position dieser Beschreibung und die am wenigsten verstandene. Er legt eine Auszahlungsschwelle fest, statt sie bei jedem Wettschein von Hand zu entscheiden – praktisch, weil er den Griff zum Telefon erspart, und riskant, weil eine Mechanik, die sich selbst auslöst, nicht mitrechnet. Ein Cashout ist kein Gewinn und kein Verlust in dem Moment, in dem er ausgelöst wird; er ist ein Verkauf des Wettscheins zu einem Preis, den der Anbieter stellt.

Kombi-Boost und Quoten-Boost sind für sich genommen brauchbar. Nur zeigt der Boost den Blickwinkel des Anbieters und nicht den des Wetters.

Für die Freunde des schmalen Vorteils ist der automatische Cashout die eigentliche Attraktion, für alle anderen bleibt er eine Funktion, über die man sich ärgern kann, wenn man nicht aufgepasst hat. Wer ein voll ausgestattetes Wettprogramm mit vielen Werkzeugen sucht, bekommt es hier – samt der Frage, was er davon nutzt.

Tipico: Cashout als Kontrolle über den Schein

Die Tipico Sportwetten App wird im Apple App Store vom Entwickler Tipico B2B Ltd angeboten. In der Beschreibung werden „Tipico Cashout“ als Kontrolle über den Wettschein und Live-Wetten auch während des Fußballspiels genannt. Die Whitelist führt für Tipico die Tipico Co. Limited mit dem Erstdatum 9. Oktober 2020 und einer Folgeerlaubnis vom 9. Dezember 2022.

Die Formulierung „Kontrolle über den Wettschein“ ist die Sorte Werbetext, auf die man sich einlassen kann, wörtlich verstanden. Cashout ist Reue zum Marktpreis. Verlässt man eine Wette, die gerade über der Schwelle steht, bezahlt man die Rückkehr. Verlässt man eine, deren Chancen versunken sind, hat man sich einen Teil der Verluste erspart – genau der Teil, den der Anbieter dafür verlangt hat.

Der Zusatz „auch während des Fußballspiels“ ist der Hinweis darauf, dass Live-Wetten hier einen Platz im Kern haben. Nach § 21 Abs. 4 bleiben aber auch dann nur bestimmte Ereignisse zugelassen – das nächste Tor ja, nicht jeder Vorfall.

Diese App ist eine gute Wahl für Zuschauer, die eine laufende Wette beenden statt aussitzen wollen. Wer Cashout per se für einen Vorteil hält, hält das falsche Ende.

MERKUR BETS: Cashout mit Auszahlung am Ende

Der Cashout bei MERKUR BETS ist nach Abgabe der Wette jederzeit nutzbar und in der App unter „Meine Wetten“ über den gelben Cashout-Button erreichbar. Der Betrag wird jedoch erst ausgezahlt, wenn alle Spiele des Wettscheins beendet und abgerechnet sind. In der Whitelist steht unter dem Sportwetten-Titel von MERKUR BETS die Merkur Bets Malta Limited mit einer Ersterlaubnis vom 6. November 2023.

Diese Kombination ist es wert, ausgesprochen zu werden, weil sie leicht verschwimmt. Eine jederzeit nutzbare Cashout-Funktion liest sich wie eine sofort verfügbare Auszahlung. Sie ist es nicht. Der Wettschein wird zum Preis geschlossen, das Geld bleibt bis zur Abrechnung liegen. Das ist technisch nachvollziehbar und für die Liquidität des Spielenden relevant: Ein Cashout, der nicht zum Zugriff auf Geld führt, hilft nur, wenn das Ziel der Wertverlust-Verhinderung gilt bzw. der Verringerung des Verlustrisikos – und nicht, wenn ein Betrag gebraucht wird.

Die App selbst deckt mehr ab als nur Sport: Die kostenlose MERKUR-BETS-App für Android und iOS nennt über 70 Sportarten und mehr als 250.000 Vorab- und Live-Wettmöglichkeiten und enthält in derselben App auch MERKUR SLOTS.

Wer die Sport- und die Automatenspielwelt in einem einzigen Programm führen möchte, findet hier diesen Weg. Nach § 5 Abs. 3 Satz 1 gilt die zeitliche Werbesperre für Automatenspiele und nicht für Sportwetten – die beiden Bereiche gehorchen unterschiedlichen Regeln, auch wenn sie denselben App-Namen tragen.

Sportingbet: Sportwetten-Erlaubnis und eine zweite Erlaubnis daneben

Die Sportingbet (Deutschland) Ltd nennt im Impressum die behördliche Erlaubnis zum Veranstalten von Sportwetten vom 21.12.2022, die Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele vom 15.11.2022 und die GGL als Aufsichtsbehörde. Die Whitelist führt für Sportingbet unter dem Sportwetten-Titel die Sportingbet (Deutschland) Limited mit einer Ersterlaubnis vom 9. Oktober 2020 und einer Folgeerlaubnis vom 21. Dezember 2022.

Die zweite Erlaubnis in dieser Angabe ist kein Detail, sondern ein Merkmal: Zwei getrennte Titel mit getrennten Regeln. Dass die Aufsicht dieselbe ist, macht die Regelwerke nicht gleich.

Die Sportwetten-Erlaubnis selbst ist mit der Folgeerlaubnis vom 21. Dezember 2022 die aktuell erteilte. Wer die eigene App und die eigene Domain prüft, findet den Namen der Limited als Veranstalter – der Weg über das Impressum ist der kürzeste, den ein Wettender gehen kann, wenn er nicht in die Whitelist will.

Der nützlichste Blick hier ist aber ein anderer: Wer wissen will, wie ein Anbieter mit dem Nebeneinander zweier Produkte umgeht, sieht es in der Informationsführung. Sportingbet trennt es sauber. Das ist ein gutes Zeichen für die Sorgfalt im Umgang mit dem eigenen Erlaubnisstatus.

NEO.bet: die App, die selbst mit der Lizenz wirbt

Die NEO.bet-App beschreibt sich im App Store als lizenzierter Sportwettenanbieter mit deutscher Lizenz; als Anbieter ist die Greenvest Betting Limited genannt. Zu den Funktionen zählen laut Entwickler Live-Quoten und Live-Wetten sowie Cashout und Teil-Cashout. Die Whitelist führt NEO.bet unter dem Sportwetten-Titel mit einer Ersterlaubnis vom 9. Oktober 2020 und einer Folgeerlaubnis vom 22. Dezember 2022.

Ein Anbieter, der mit seiner Erlaubnis wirbt, hat mindestens die richtige Frage erkannt. Die Erlaubnis selbst ist eine Registertatsache, keine Marketingaussage – wer sie überprüfen will, prüft sie in der Whitelist, nicht im Store-Text.

Teil-Cashout ist die flexiblere Variante des Instruments und wird hier zusammen mit dem vollständigen Cashout geführt. Das ist die deutlich nützlichere Kombination. Wer nur einen Teil des Scheins schließen kann, gewinnt den einen Teil des Wertes zurück, den er sonst ganz verloren hätte.

Für einen Anbieter mit einem der ältesten Erlaubnisdaten des Feldes hält sich das Profil auffällig zurück. Der Auftritt ist geschlossen, ohne laute Funktionen. Wer eine sachliche Oberfläche mit einem breiten Cashout schätzt, kommt hier am besten zurecht; wer wütende Werbung gewohnt ist, wird sie vermissen.

Zu welchem Anbieter welcher Weg passt

Die Auswahl unter zehn erlaubten Anbietern klingt nach einem Luxusproblem. Sie ist eine Frage der Reihenfolge. Wer mit einem Kriterium beginnt, das für alle zehn gleich ausfällt, vergleicht am Ende nichts.

Der erste Schritt ist deshalb kein Vergleich, sondern eine Grenze. Wer ein Kontingent von 1.000 € im Monat bereits mit Wetten bei zwei Anbietern ausgeschöpft hat, braucht keine Liste mehr – dann geht es um das Limit, nicht um die App. Wer das Limit bei Weitem nicht erreicht, kann aus den folgenden Fragen auswählen.

Die zweite Frage ist die nach der Kontoführung des Einzahlungswegs. Ein Zahlungskonto im eigenen Namen bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut ist nach § 6b Abs. 4 die Voraussetzung. Wer kein solches Konto hat oder keines nutzen will, hat keine Anbieterwahl mehr, sondern ein Problem, das keine App löst.

Die dritte Frage betrifft die Funktionen, und hier weichen die Profile wirklich auseinander. Für die Zuschauerrolle mit laufender Wette sind die Cashout-Angebote relevant – vollständig, teilweise, automatisch oder manuell. Für stille Nutzung mit wenig Benachrichtigungswunsch zählt die Reife der App-Oberfläche. Für Wetten mit Wettguthaben zählt das Bonusprofil, und hier sind die drei Klauseln aus dem Bonusabschnitt der einzige echte Vergleich, weil die beworbene Summe den Wert eines Angebots nicht wiedergibt.

Die vierte Frage ist die nach der Auszahlung. Wer bei mehreren Anbietern ein Konto führt, sollte die jeweils eigene Erfahrung an der Kasse zur Entscheidung heranziehen und nicht nur das Inserat. Auszahlungen sind die Stelle, an der die Bedingungen in Berührung mit einem tatsächlich abgegrenzten Betrag kommen. Gewinne werden erst nach dem offiziellen Ende der Veranstaltung ausgezahlt, und bei Kontoschließung binnen fünf Werktagen (§ 6b Abs. 6-7).

Eine Rangfolge nach dem besten Anbieter existiert in dieser Aufstellung bewusst nicht – dafür sind die Profile zu verschieden und die Kriterien zu persönlich. Es gibt aber Verteilungen, die häufiger als andere zur Passung führen. Wer eine App zum Zuschauen und Wetten während des Spiels sucht, wird bei den Cashout-starken Angeboten fündig werden. Wer eine App mit einem großen, weit gefassten Wettprogramm sucht, sollte die Liste der Sportarten und Wettarten zum Ausgangspunkt machen. Wer eine etablierte, breite Marke mit umfangreichem Funktionsrahmen will, sieht bei den Anbietern mit den ältesten Erlaubnisdaten nach.

Was App-Bewertungen nicht messen können

Zwischen den Anbietern gibt es eine Klasse von Bewertungen, die strukturell nicht messen kann, was sie zu messen vorgibt: Apps, die Listen von Merkmalen ohne Kontext erzeugen, also Einzahlungswege, Funktionen und Bonusbeträge abhaken. Das ist nicht falsch, aber es erzeugt den falschen Eindruck, dass ein Kriterium, das bei zehn von zehn Anbietern vorhanden ist, keine Unterscheidung liefert.

Die App-Landschaft unter dem deutschen Rechtsrahmen macht das leicht nachprüfbar. Alle zehn Wett-Apps, die hier stehen, unterliegen demselben Einzahlungslimit, derselben OASIS-Abfrage und demselben Verbot von Wetten auf Amateurveranstaltungen. Das sind Eigenschaften der Erlaubnis, nicht des Anbieters. Wer eine Vergleichsliste liest, in der diese Punkte zehnmal aufgeführt werden, liest eine Liste der Gesetzeslage, nicht der Produkte.

Was tatsächlich unterscheidet, ist eine kleine Zahl von Dingen. Die konkrete Funktion des Wettscheins – nicht ihre Existenz, sondern ihr Verhalten. Die Breite des Sportangebots, gemessen an ausgeprägten Sportarten und der Zahl der Wettmöglichkeiten. Die Bedingungen des Bonus, nicht seine Summe. Die Frage, ob eine Auszahlung innerhalb weniger Tage ankommt. Und das Verhalten des Supports, wenn etwas nicht ankommt.

Wer den App-Begriff als Tür zu einer Kategorie versteht, kommt an einer unangenehmen Feststellung nicht vorbei: Der Unterschied liegt nicht im Portal, sondern in der Bequemlichkeit, mit der er benutzt wird. Ein Wettschein, den man ab dem vierten Tipp nicht mehr übersieht, ist die wichtigste Funktion. Die Zahl der Sportarten ist die zweitwichtigste.

Das ist die Antwort, die aus dem ganzen Vergleich folgt. Die App ist eine Schale. Was zählt, sind die Regeln ihres Inhalts und die Bedingungen daneben. Alle zehn Anbieter, die hier stehen, haben die richtige Seite der Regeln. Wer die beste App sucht, sucht eine App mit eigener Bestimmung – und die kann man bis zur ersten Auszahlung nicht beurteilen, sagt aber nichts über ihre Zulassung.

Häufige Fragen zu Sportwetten-Apps mit deutscher Erlaubnis

Welche App ist die beste, und welche Punkte zählen über die Quoten hinaus?

Eine Beste lässt sich daraus nicht ableiten, weil die Profile zu verschieden sind. Wichtiger als die Quote selbst ist der eigene Wettschein: Wie verhält sich Cashout, wie übersichtlich bleibt eine Kombiwette, kommen Auszahlungen an? Daneben zählen die Bonusbedingungen viel mehr als die beworbene Summe, weil Umsatzfaktor, Mindestquote und Frist den Wert bestimmen. Eine Notierung sagt nur, was ein Einsatz zurückbrächte.

Woran erkennt man die offizielle App eines erlaubten Anbieters vor dem Download?

Sinnvoll ist der Vergleich zweier Angaben: Welcher Entwickler steht im App Store, und welcher Veranstalter steht in der Whitelist-Zeile? Stimmen sie überein, passt es zusammen. Die Entwicklerangabe allein genügt nicht. Verlässlich ist die Prüfung der Domain im offiziellen Verzeichnis; das Verzeichnis ist nicht vom Werbenden.

Wie prüfe ich, ob die Betreiberin einer App in der GGL-Whitelist steht?

Die Whitelist ist die amtliche Übersicht der erlaubten Glücksspielanbieter nach § 9 Abs. 8 GlüStV. Sie verzeichnet die Domain, den Anbieternamen, den Sitz und das Erteilungsdatum, aber kein Ablaufdatum. Wer dort unter dem Sportwetten-Titel die richtige Domain mit passendem Veranstalter findet, hat die Erlaubnis nachgewiesen. Eine Erlaubnis für andere Spielarten am selben Haus beweist hier nichts.

Welche Zahlungsmethoden sind in Sportwetten-Apps möglich, und welche Regel gilt für das Konto?

Einzahlung und Auszahlung laufen nach § 6b Abs. 4 über ein Zahlungskonto im eigenen Namen bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut. Damit fallen anonyme Zahlungsmittel weg; Krypto und anonymes Prepaid sind draußen. Welche Marken ein Anbieter führt, steht in seinen eigenen Bedingungen. Genannt werden je nach Haus unter anderem Debitkarte, PayPal, paysafecard, Apple Pay, Google Pay oder Klarna Sofortüberweisung.

Wie wirken sich Boni mit Wettguthaben auf eine Auszahlung aus?

Ein Wettguthaben ist erst nach Erfüllung der Umsatzbedingungen auszahlbar. Drei Klauseln entscheiden: der Umsatzfaktor auf das Guthaben, die Mindestquote, ab der Wetten für den Umsatz zählen, und die Frist, bis zu der der Umsatz laufen muss. Läuft sie ab, verfällt das Guthaben. Eine als „risikofrei“ beworbene Freiwette zahlt den Einsatz bei einem Gewinn in der Regel nicht mit aus.

Gelten das Einzahlungslimit von 1.000 € im Monat und die OASIS-Sperre in jeder erlaubten App?

Ja. Das Limit von 1.000 € pro Kalendermonat gilt nach § 6c Abs. 1 über alle Anbieter hinweg und wird über die LUGAS-Limitdatei durchgesetzt. OASIS, das bundesweite Spielersperrsystem nach §§ 8, 8a GlüStV, wird bei Registrierung und Login abgefragt. Beide greifen unabhängig vom Gerät. Offshore-Angebote hängen an keinem der beiden Systeme.

Inhalt erstellt vom Team «Die besten Wett Apps»