Die besten mobilen Wettanbieter 2026 – geprüft über die GGL-Whitelist

Updated Oktober 2026
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Auf dem Smartphone verschwindet der Unterschied zwischen einer geprüften und einer beliebigen Wettseite. Beide laden in zwei Sekunden, beide haben einen Wettschein, beide werben mit einer Gratiswette. Der Unterschied zeigt sich erst, wenn etwas schiefgeht: bei der Auszahlung, beim Limit, bei der Frage, an wen man sich wendet. Genau dort entscheidet die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder, und nirgends sonst.

Eine Hand hält ein Smartphone mit dunklem Display in einem Zug, am Fenster ziehen verschwommen Felder vorbei.
In der App-Store-Beschreibung von bet365 steht der „Wetten-Konfigurator+“, der die beliebtesten Wettmöglichkeiten ausgewählter Veranstaltungen in einer Wette kombiniert.

Stand: 30. Oktober 2026. Die Erlaubnisangaben wurden gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder in der Fassung vom 2. Oktober 2026 abgeglichen.

Wer mobil wetten will, stößt zuerst auf eine unbequeme Reihenfolge. Die App-Qualität ist das Letzte, worüber man reden sollte. Zuerst kommt die Erlaubnis, dann die Schutzregeln, die im Browser und auf dem Touchscreen identisch greifen, und erst danach die Frage, ob ein Anbieter ein brauchbares Livebild und einen Wettschein hat, den man mit dem Daumen bedienen kann. Wer diese Reihenfolge umdreht, sortiert am Ende nach Ladezeiten und landet bei einem Anbieter, dessen Auszahlung an einer Regel hängt, die auf der Startseite nicht steht.

Mobile Wetten sind in Deutschland kein eigener Rechtsraum. Es ist derselbe Markt, dasselbe Konto, dasselbe Limit, nur ein kleinerer Bildschirm – mit allen Folgen, die das für den Alltag eines Spielers hat.

Was mobile Wettanbieter in Deutschland ausmacht

Der Begriff „mobile Wettanbieter“ beschreibt auf den ersten Blick ein Gerät. In der Praxis beschreibt er eine Auswahl: Von den Betreibern, die auf einem Telefon erreichbar sind, darf ein Teil hierzulande überhaupt Sportwetten annehmen. Die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder ist dabei der einzige belastbare Test. Eine .de-Adresse allein beweist nichts – jede Domain auf der Liste endet auf .de, aber daraus folgt keine Erlaubnis.

Ein Fußball liegt auf einem Rasenplatz bei Sonnenaufgang, daneben ein kleiner Stapel Trainingshütchen.
Laut App-Store-Beschreibung überträgt bet365 jedes Jahr Hunderttausende Veranstaltungen per Livestream.

Die Verbindung aus Erlaubnis, Bedienung, Livefunktionen und Zahlungswegen ist das, was einen brauchbaren mobilen Anbieter ausmacht. Kein einzelner Punkt trägt die Entscheidung. Ein Anbieter mit hervorragender App und ungeklärtem Status ist keine Option, und ein sauber gelisteter Anbieter mit einem Wettschein, der bei jedem Tipp neu lädt, wird auf Dauer teuer in Nerven.

Am Ende der Kette steht ein Konto, das an einen Namen gebunden ist. Einzahlungen sind nach § 6b Abs. 4 GlüStV nur von einem Zahlungskonto im eigenen Namen bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut möglich. Anonyme Zahlungswege sind damit ausgeschlossen. Für den mobilen Alltag heißt das: Die schnelle Einzahlung im Bus funktioniert, aber nur über Wege, die den Inhaber preisgeben. Das ist die Stelle, an der die Bequemlichkeit des Telefons und die Regeln des deutschen Marktes aneinandergeraten – und die Regeln gewinnen.

Erlaubnis zuerst, Bildschirm danach

Wer die App-Store-Beschreibungen liest, findet dort reichlich Selbstauskunft. NEO.bet beschreibt sich als lizenzierter Sportwettenanbieter mit deutscher Lizenz, die Betway-App nennt eine „Deutsche Lizenz (Whitelist)“, und die Tiptorro-App bezeichnet ihren Anbieter Torro Tec Limited als behördlich zugelassenen Sportwettveranstalter unter Aufsicht der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder. Diese Sätze sind ein Anfang, kein Nachweis. Der Nachweis steht auf der Whitelist, und dort steht er unter dem Namen des Erlaubnisinhabers, nicht unter dem Namen der beworbenen Marke.

Ein schmaler Schreibtisch am Fenster mit einem Notizbuch, einer Lupe und einem Bleistift im Morgenlicht.
Die GGL-Whitelist führt für bet365 die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Diese Unterscheidung hat Folgen, sobald ein Anbieter verschwindet oder seine Marke wechselt. Wer bei Bet365.de ein Konto hat, findet als Erlaubnisinhaber die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex in Malta. Bei Betano.de ist die Betkick Sportsbetting Limited aus San Giljan in Malta eingetragen. Bei Vbet.de die SCGO Limited, ansässig im Portomaso-Komplex in St. Julian’s. Das ist keine Formalie. Im Streitfall zählt, wer die Erlaubnis hält, nicht wessen Logo auf dem Wettschein steht.

Wer das prüfen will, braucht zwei Minuten und einen Browser: Whitelist öffnen, Domain suchen, Inhaber abgleichen. Der Inhabername auf der Liste muss zu dem passen, der in den Nutzungsbedingungen des Anbieters steht. Passt er nicht, ist das ein Grund, nicht weiterzulesen.

Wie die Reihenfolge der Anbieter zustande kommt

Die zehn in diesem Artikel vorgestellten Wettanbieter sind nicht nach Gefallen geordnet. Maßgeblich für die Reihenfolge sind die Erlaubnis und das, was ein Anbieter daraus macht.

Ein Anbieter muss zunächst auf der Whitelist stehen. Danach zählt, wie sich das Sportwettenangebot auf dem Touchscreen tatsächlich bedienen lässt – Übersichtlichkeit, Ladeverhalten, Wettschein, Hinweise auf dem Bildschirm. Danach das Quotenniveau, soweit es sich an dieser Stelle überhaupt beurteilen lässt. Danach die Bedingungen, unter denen ein Willkommensangebot steht. Und schließlich die Zahlungswege, weil eine Auszahlung, die hängt, den besten Wettschein wertlos macht.

Diese Gewichtung deckt sich nicht mit der Reihenfolge, die ein Werbebanner nahelegt. Das ist Absicht. Ein Anbieter, der auf Platz eins der Fernsehwerbung steht, kann hier weiter hinten landen, weil ein Merkmal fehlt, das für den Kontoinhaber zählt und nicht für den Vermarkter.

Was in der App ausdrücklich erlaubt ist und was nicht

Die mobilen Angebote der erlaubten Anbieter sind vollständige Sportwettenprogramme, nicht Ausschnitte davon. ODDSET beschreibt sich selbst als Veranstalter der ODDSET Sportwette, die seit dem 1. Januar 2020 das Angebot der staatlichen Lotteriegesellschaften fortführt und seit Anfang 2023 online und in der App verfügbar ist. Was dort steht, deckt derselbe Rahmen ab, der über § 21 GlüStV das erlaubte Sportwettprogramm vorgibt.

Was auf allen Geräten gilt: Angeboten werden feste Quoten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon sowie auf Vorkommnisse während des Ereignisses, als Einzel- oder als Kombinationswette. Zulässig sind dabei nur Wettarten, die der Behörde in einem eingereichten Sportwettprogramm genehmigt wurden. Diese Schranke ist der Grund, weshalb das Wettprogramm eines deutschen Anbieters übersichtlicher aussieht als das eines ausländischen Portals. Sie schützt den ordentlich arbeitenden Anbieter nicht vor Kritik, aber sie erklärt, weshalb manches schlicht nicht angeboten wird.

Wo Livewetten in Deutschland an die Wand stoßen

Die Regeln für Live-Ereignisse sind eng, und der Touchscreen ändert daran nichts. Während ein Ereignis läuft, sind Wetten nur auf den Endausgang oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente in Sportarten zulässig, in denen solche Ereignisse selten sind.

Was das praktisch trennt: Im Fußball ist die Wette auf das nächste Tor möglich. Im Tennis der nächste Satz. Nicht möglich sind dagegen der nächste Punkt im Tennis und der nächste Korb im Basketball – beide Male, weil diese Ereignisse in kurzer Folge fallen und die Grenze damit wertlos würde. Wer Livewetten als Kern seines Spiels sieht, hat hier weniger Auswahl als der Bildschirm vermuten lässt.

Andere Sportarten sind entweder vollständig ausgeschlossen oder bewegen sich außerhalb des Erlaubten. Esports zählt nach Auffassung der Behörde nicht als Sport, und auf Esports lassen sich bei deutschen Anbietern keine Wetten platzieren. Wer auf digitale Wettkämpfe setzen will, findet dafür in einem legalen deutschen Wettprogramm keinen Platz.

Barred sind außerdem Ereignisse mit einem Schwerpunkt bei Minderjährigen oder Amateuren – Wettbewerbe unterhalb der 3. Liga zählen in der Praxis dazu. Manipulationsanfällige Wetten und Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung sind ebenfalls ausgeschlossen. Gleiches gilt für Wetten auf gesellschaftliche oder politische Ereignisse. Ausgezahlt wird erst, wenn ein Ereignis offiziell beendet und abgerechnet ist.

Ein Cashout ist keine Ausnahme von dieser Regel. Für den ist im Glücksspielstaatsvertrag keine Grundlage zu finden; allein entscheidend ist, was ein Anbieter in seinen eigenen Bedingungen zusagt. MERKUR BETS beschreibt seinen Cashout so, dass er nach Abgabe der Wette jederzeit nutzbar ist, den Betrag aber erst auszahlt, wenn alle Spiele des Wettscheins beendet und abgerechnet sind. Genau das ist der Unterschied zwischen einem Feature und einem Notausstieg.

Legalität ist beim mobilen Wettschein kein Zustand, den eine App mitbringt, sondern eine Eigenschaft des Anbieters. Erlaubt sind Wetten bei einem Veranstalter oder Vermittler mit deutscher Erlaubnis. Alles andere fällt unter den Begriff des unerlaubten Glücksspiels.

Die Erlaubnis erteilt die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz in Halle (Saale) auf Grundlage des Glücksspielstaatsvertrags 2021, in Kraft seit dem 1. Juli 2021. Sie erteilt die bundesweite Erlaubnis für das Veranstalten und Vermitteln von Sportwetten im Internet, überwacht das Angebot und verhängt Bußgelder. Eine erste Erlaubnis läuft fünf Jahre. Wichtig für die Prüfung: Die Whitelist zeigt nur Erteilungs- und Fortschreibungsdaten, niemals ein Ablaufdatum. Wer einem Anbieter eine auslaufende Erlaubnis nachsagt, weil kein Enddatum in der Liste steht, liest die Liste falsch.

Die Steuer liegt übrigens nicht bei der Behörde, sondern beim Finanzamt. Das ist mehr als eine Zuständigkeitsfrage, denn es erklärt, weshalb die Behörde zur Höhe der Steuer keine Auskunft gibt.

Die Whitelist als einziges belastbares Merkmal

Am 2. Oktober 2026 führt die Whitelist 30 Einträge: 27 Inhaber mit einer Sportwettenerlaubnis – zwei davon zusätzlich mit Pferdewetten – und drei Inhaber, die ausschließlich Pferdewetten anbieten dürfen. Jeder gelistete Eintrag läuft auf einer .de-Domain, doch die Domain allein trägt keine Aussage.

Der zweite häufige Denkfehler betrifft die Reichweite einer Erlaubnis. Nur die Domain, die unter der Sportwettenerlaubnis aufgeführt ist, darf Sportwetten annehmen. Wer Slots, Poker oder Casino in derselben App findet, sieht dort ein anderes Erlaubnissegment mit anderen Regeln. Dass ein Anbieter eine Casinokonzession hält, sagt nichts über sein Sportwettenangebot. Umgekehrt gilt: In einer App zusammengeführt ist noch lange nicht einheitlich erlaubt.

Ein weiterer Punkt, an dem die Markenwahrnehmung auseinanderläuft mit dem, was auf dem Papier steht: Einige Häuser treten mit Domainnamen als Marke auf. Sportwetten.de ist in diesem Fall der Name des Betreibers, nicht nur eine Adresse. Bei solchen Konstellationen hilft nur der Abgleich über den genannten Erlaubnisinhaber.

Was eine ausländische Erlaubnis hier wert ist

Nichts, jedenfalls nicht für die Frage, ob ein Angebot einem Spieler in Deutschland offenstehen darf. Wer Sportwetten ohne deutsche Erlaubnis anbietet, betreibt unerlaubtes Glücksspiel. Eine Konzession aus Curaçao, Anjouan oder Malta hat dafür keine Bedeutung. Die Aufsichtsbehörde hat am 17. September 2026 ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten gewarnt.

Auf der Strafseite ist das Organisieren mit Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe belegt, die Werbung mit bis zu einem Jahr. Für die Beteiligung sieht das Gesetz bis zu sechs Monate oder Geldstrafe vor. Verfolgungen einzelner Spieler sind nicht belegt – daraus wird aber weder eine Erlaubnis noch ein Grund für Dramatik. Auf der Durchsetzungsseite stehen Untersagungsverfügungen, Zahlungsblockaden und Netzwerkblockaden. Praktisch heißt das für den mobilen Nutzer: Eine App, die sich im Browser öffnen lässt, ist kein Nachweis, dass sie hier angeboten werden darf.

Hinzu kommt die zivilrechtliche Spur. Mehrere Gerichte haben Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung von Einsätzen verurteilt, und der Bundesgerichtshof hat die Frage am 25. Juli 2024 dem Europäischen Gerichtshof vorgelegt. Der Kläger verlangt von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. In seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 hält Generalanwalt Nicholas Emiliou eine Rückzahlungspflicht für grundsätzlich möglich; eine Ausnahme soll gelten, wenn Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Zugesagt ist damit niemandem etwas. Wer heute auf ein Offshore-Angebot setzt, spielt auf einen Rechtsstreit, dessen Ausgang offen ist – und nicht auf eine sichere Rückzahlung, falls es schiefgeht.

Der ehrliche Vergleich zweier Wege sieht so aus. Bei einem nicht erlaubten Anbieter gibt es keine Whitelist, keine Anbindung an OASIS und LUGAS, keine deutschen Rückgriffswege – dafür mitunter höhere Limits. Bei einem gelisteten Anbieter gibt es Rechtssicherheit und Spielerschutz, dafür das Einzahlungslimit, ein eingeschränktes Liveprogramm, eine vollständige Überprüfung und die Zahlung vom eigenen Konto. Beides ist ein Paket. Wer die Vorteile des einen mit den Vorteilen des anderen kombinieren möchte, findet diese Kombination nicht.

Spielerschutz in der App: Was am Telefon genauso greift

Auf dem Bildschirm eines Telefons verschwinden Menüs gern hinter drei Punkten. Die Regeln, die hinter diesen Punkten liegen, sind die entscheidenden. Wer mobil wetten will, sollte sie kennen, bevor er die erste Einzahlung freigibt.

Der Einstieg beginnt mit dem Alter: Die Teilnahme ist ab 18 Jahren zulässig. Danach folgt die Identität. Ein Konto pro Anbieter mit vollständiger Überprüfung ist der Regelfall. Vor abgeschlossener Prüfung darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden lang Spiel betreiben, und in dieser Phase gilt ein Einzahlungslimit von 100 € sowie ein Auszahlungsverbot. Wer sich also über eine schnelle Anmeldung mit sofortiger Spielmöglichkeit freut, sollte wissen, dass in dieser Zeit kein Geld herausgeht.

Diese Grenze von 100 € mit Auszahlungssperre ist der Teil, der auf dem Telefon am ehesten überrascht. Der Betrag ist klein genug, um ihn zu übersehen, und die Sperre trifft genau den Moment, in dem man die Wette am liebsten auszahlen würde. Sie ist kein Anbieterversehen, sondern eine Vorgabe.

Einzahlungslimit, OASIS und Panikbutton auf dem Touchscreen

Das Einzahlungslimit beträgt standardmäßig 1.000 € pro Kalendermonat, gerechnet über alle Anbieter und durchgesetzt über die Limitdatei LUGAS. Ein Anbieter, dessen Erlaubnis es zulässt, kann für einen einzelnen Spieler ein höheres Limit zulassen, bis zu 10.000 € und in einem engen Rahmen bis 30.000 € für höchstens 1 % seiner aktiven Spieler – aber nur bei nachweisbarer wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit. Eine bloße Selbsterklärung reicht dafür nicht.

Die Richtung der Änderung ist unterschiedlich schnell. Eine Absenkung wirkt sofort, eine Anhebung erst nach sieben Tagen. Wer sein Limit also erst senkt und zwei Tage später wieder anheben will, muss die Woche abwarten. Das ist die Frist, die aus einer spontanen Entscheidung eine dauerhafte macht.

Wer im selben Monat bei zwei Anbietern parallel spielt, bewegt sich außerhalb des Erlaubten; das Verbot paralleler Spielteilnahme ist in der Aktivitätsdatei abgebildet. Auf dem Telefon ist das schneller passiert, als man denkt – zwei installierte Apps genügen, und die Geräteerkennung ist keine Hürde mehr.

Dazu kommt OASIS, das bundesweite Spielersperrsystem, das bei der Registrierung und bei jedem Login abgefragt wird. Wer sich dort sperren lässt und dabei einen Zeitraum nennt, ist mindestens drei Monate gesperrt. Ohne genannte Dauer beträgt die Sperre mindestens ein Jahr. Der Panikbutton löst eine sofortige Sperre von 24 Stunden aus. Alle vier Instrumente – Altersprüfung, Einzahlungslimit, OASIS-Abfrage und Panikbutton – arbeiten geräteunabhängig. Ein Anbieter, der diese Abfragen in der App umgehen könnte, dürfte sie hier nicht anbieten.

Für nicht erlaubte Anbieter gilt nichts davon. Sie sind weder an OASIS noch an LUGAS angebunden. Wer seine Einzahlung dorthin schickt, schickt sie an eine Stelle, die von einer Sperre in Deutschland nichts weiß.

Wo das Guthaben liegt und wann es zurückkommt

Spielerguthaben liegen auf einem treuhänderisch geführten, insolvenzgeschützten Konto. Das ist der Punkt, an dem sich die Frage „Was passiert, wenn der Anbieter pleitegeht?“ von einer rhetorischen zu einer beantwortbaren Frage verschiebt. Bei einer Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt.

Fünf Werktage ist keine lange Frist, aber sie zählt ab Schließung, nicht ab Auszahlungsantrag. Wer mobil spielt und sein Konto auflösen will, sollte die Differenz zwischen diesen beiden Zeitpunkten kennen. Und wer bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis spielt, sollte die Frage nach dem Insolvenzschutz gar nicht erst stellen, denn die Antwort ist keine.

Wie sich die Sportwettensteuer in Quote und Auszahlung niederschlägt

Die Sportwettensteuer steht in den §§ 16 bis 25 des Rennwett- und Lotteriegesetzes und beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“. Auf den eingezahlten Betrag gerechnet sind das rund 5,03 %. Schuldner ist der Veranstalter der Wette, nicht der Spieler.

Diese Reihenfolge klingt nach einem Detail, ist aber das ganze Thema. Weil die Steuer beim Veranstalter liegt, entscheidet er, ob und wie er sie in die Quote einarbeitet. Ob ein Anbieter das tut und in welcher Form, steht nur in seinen eigenen Bedingungen. Die Behörde gibt dazu keine Auskunft. Wer eine konkrete Zahl für einen konkreten Anbieter sucht, wird in dessen Quotendokumentation fündig oder nirgends.

Die gebräuchliche Kurzform „5,3 % vom Einsatz“ ist ungenau, da die Steuer 5,3 % auf den Einsatz abzüglich der Steuer (rund 5 % des eingezahlten Betrags) beträgt. 5,03 % und 5,3 % klingen gleich, weil beide auf denselben Steuersatz zurückgehen; sie beschreiben aber verschiedene Rechenwege. Wer mit der falschen der beiden Zahlen weiterrechnet, kommt bei jeder Kontrollrechnung auf einen anderen Wert als der Veranstalter.

Für den mobilen Spieler ergibt sich daraus eine ebenso einfache wie unbequeme Folge: Quoten sind keine Naturkonstanten, sondern Ergebnisse einer Kalkulation. Deshalb lohnt der Vergleich derselben Wette bei mehreren Anbietern – nicht, weil einer großzügiger wäre, sondern weil zwei Häuser dieselbe Steuer und dieselbe Marge unterschiedlich in die Zahl einrechnen, die im Wettschein steht.

Interessant ist, dass die Steuer auch bei unerlaubten Anbietern anfällt. Eine gezahlte Steuer ist deshalb kein Nachweis für eine Erlaubnis. Wer aus der Steuerpflicht auf eine Zulassung schließt, zieht den falschen Schluss.

Woran man eine mobile Wett-App erkennt, die etwas taugt

Ein Test am Telefon beginnt mit dem Wettschein. Wer eine Wette zusammenstellt und dabei dreimal zwischen Übersicht und Konto wechseln muss, hat die Antwort schon. Auf dem Touchscreen zählen Übersicht, Ladezeit, Wettschein und die Hinweise, die ein Anbieter auf dem Bildschirm platziert – und zwar in dieser Reihenfolge, nicht in der Reihenfolge der Werbebotschaften.

Apps und mobile Webseiten sind dabei nicht dasselbe. Sie unterscheiden sich im Funktionsumfang und in der Stabilität, und der Unterschied fällt meist erst dann auf, wenn das Netz schlecht wird. Wer sein Spiel vor allem unterwegs betreibt, sollte den Anbieter dort testen, wo er tatsächlich spielt: im Zug, nicht im WLAN der Wohnung.

Der zweite Prüfpunkt ist die Frage, was ein Anbieter in einer mobilen App zusätzlich anbietet und wie er es in seine Bedingungen einbaut. Betway Sports nennt in seiner App-Store-Beschreibung Livewetten und Livestreams. Die Betano-Beschreibung nennt einen Bet Builder, Cash Out und Live-Streaming unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL – wobei das Live-Streaming nach dieser Beschreibung verifizierten Kunden ab einem bestimmten Mindestguthaben offensteht. Das ist ein Satz, den man in den Bedingungen nachlesen sollte, bevor man den Stream als Bestandteil des Angebots einplant.

Die dritte Prüfung betrifft die Zahlungswege, und sie ist der harte Teil. Eine App, die im Store glänzt, kann bei der Auszahlung an einer Methode hängen, die man selbst nicht nutzt. Nach § 6b Abs. 4 GlüStV muss die Einzahlung von einem Konto im eigenen Namen kommen; welche Marken ein Anbieter annimmt, ist seine eigene Sache und steht nur in seinen Bedingungen.

Der Wettschein ist das Produkt

Wer prüfen will, wie gut ein Anbieter mobil funktioniert, braucht keine Testkriterienliste, sondern eine Aufgabe. Eine Kombiwette aus drei Spielen zusammenstellen, einen Live-Markt finden, einen Teil-Cashout versuchen, die Auszahlung anstoßen. Wer diese vier Schritte auf dem Telefon durchspielt, weiß mehr über einen Anbieter als nach jeder Beschreibungsseite.

Der Grund dafür ist unspektakulär. Der Wettschein ist die einzige Stelle, an der ein Anbieter zeigen muss, wie er mit Einsatz, Quote und Regelwerk umgeht. Alles davor ist Oberfläche. Alles danach ist Buchhaltung. Und wer diese Stelle prüft, merkt schnell, wie viel Vertrauen in die Überschrift einer Werbeseite nicht gehört.

Die zehn mobilen Wettanbieter im Vergleich

Die folgende Übersicht ordnet die Häuser nach ihrem Status auf der Whitelist, dem Inhaber der Erlaubnis und dem Datum, seit dem die Sportwettenerlaubnis für die jeweilige Domain eingetragen ist.

Anbieter Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber Sportwettenerlaubnis seit
NEO.bet aufgeführt, Inhaber Greenvest Betting Limited 09.10.2020
Betway aufgeführt, Inhaber Betway Limited 09.03.2021
Tiptorro aufgeführt, Inhaber Torro Tec Limited 30.06.2021
ODDSET aufgeführt, Inhaber Oddset Sportwetten GmbH 18.11.2020
VBet aufgeführt, Inhaber SCGO Limited 05.12.2023
Sportwetten.de aufgeführt, Inhaber NetX Betting Limited 19.11.2020
Interwetten aufgeführt, Inhaber Interwetten Gaming Limited 02.11.2020
MERKUR BETS aufgeführt, Inhaber Merkur Bets Malta Limited 06.11.2023
888sport aufgeführt, Inhaber 888 Germany Limited 30.06.2021
bpremium aufgeführt, Inhaber Ladbrokes (Deutschland) Limited 09.10.2020

Alle zehn halten eine Sportwettenerlaubnis nach § 9 Abs. 8 GlüStV, alle zehn sind auf dem Stand vom 2. Oktober 2026 gelistet. Die Spanne der Eintragungsdaten reicht von Oktober 2020 bis Dezember 2023, und diese Spanne erzählt mehr, als sie auf den ersten Blick verrät.

Drei Häuser – NEO.bet, Sportwetten.de und bpremium – stehen auf den Tag genau einen Monat auseinander in der Liste. Bei mehreren Einträgen fällt ein zweites Datum auf: NEO.bet, Betway, Tiptorro, ODDSET, Sportwetten.de, Interwetten, 888sport und bpremium wurden Ende 2022 fortgeschrieben, zwischen dem 15. und dem 27. Dezember. Vier Jahre nach Inkrafttreten des Glücksspielstaatsvertrags war das der Zeitpunkt, an dem der Markt seine Bestandsaufnahme gemacht hat. Die beiden später gestarteten Häuser, VBet und MERKUR BETS, fallen aus diesem Muster heraus, weil sie schlicht noch nicht dabei waren.

Ein Enddatum trägt die Liste für keinen einzigen Eintrag. Das ist keine Auslassung, sondern die Bauart der Liste. Wer die Aussagekraft dieser Tabelle überdehnt, tut das auf eigenes Risiko.

Warum die Erlaubnisinhaber nicht die Marken sind

Auffällig ist, dass sich unter den zehn Inhabern kein einziger deutscher Firmensitz findet. Die Namen laufen über Malta, Gibraltar, London – ein Muster, das den deutschen Markt seit der Neuordnung prägt. Für den Spieler hat das eine konkrete Folge: Der Vertragspartner sitzt im Ausland, die Erlaubnis kommt aus Deutschland. Das ist kein Widerspruch, sondern die Struktur eines Marktes, der seine Zulassung an das Angebot knüpft und nicht an die Adresse des Anbieters.

Deshalb ist der Inhabername in dieser Tabelle die wichtigste Zeile, die man selten liest. Der Name der Marke steht auf der Startseite; der Name des Erlaubnisinhabers steht in den Nutzungsbedingungen und auf der Whitelist. Nur einer von beiden haftet für die Wette, und es ist nicht der, den die Werbung nennt.

Wer diese Unterscheidung verinnerlicht, prüft einen Anbieter in zwei Schritten statt in einem. Zuerst die Domain auf der Whitelist suchen, dann den dort genannten Inhaber gegen die Nutzungsbedingungen abgleichen. Beide Schritte dauern zusammen kürzer als das Lesen einer Bonusbeschreibung, und sie betreffen eine Frage, die man nicht nachträglich klären kann.

Die Anbieter im Einzelnen

bet365 – Livestreams in einer Größenordnung, die kein anderes Haus erreicht

Die App „bet365 – Sportwetten“ wird im Apple App Store von der Entwicklerangabe Hillside Technology Limited angeboten. Nach der Entwicklerbeschreibung überträgt bet365 jedes Jahr Hunderttausende Veranstaltungen per Livestream. Wer das Angebot auf dem Telefon prüft, stößt außerdem auf den „Wetten-Konfigurator+“, der nach derselben Beschreibung die beliebtesten Wettmöglichkeiten ausgewählter Veranstaltungen in einer Wette kombiniert. Als Zahlungsmethoden nennt die Beschreibung unter anderem Debitkarte, PayPal und paysafecard.

Die Erlaubnis für Bet365.de läuft auf die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta, geführt auf der Whitelist mit Stand 2. Oktober 2026. Der Konfigurator ist der interessanteste Teil der Beschreibung, weil er in eine Richtung zielt, die die Livebeschränkungen des deutschen Marktes sonst ausbremsen: mehrere Wettmöglichkeiten in einem Schein statt mehrerer einzelner Scheine.

Für wen das zählt: Wer seine Kombiwetten gern am Telefon zusammenklickt und dabei nicht jeden Markt einzeln suchen will, bekommt hier mehr Tempo als anderswo. Wer dagegen Livewetten auf einzelne Spielereignisse als Kern sieht, merkt schnell, dass die deutsche Grenze beim nächsten Tor und beim nächsten Satz auch für das größte Angebot gilt. Die Streamingmenge ist ein echter Vorteil – nur nicht der, den der Name nahelegt. Wer sie nutzen will, sollte vorher klären, wie viele der gezeigten Ereignisse im deutschen Programm überhaupt bewettbar sind.

Betano – Bet Builder und Streams an ein Mindestguthaben geknüpft

Die App „Betano Sportwetten und Slots“ wird im Apple App Store von der KAIZEN GAMING INTERNATIONAL LIMITED angeboten. Die Entwicklerbeschreibung nennt einen Bet Builder, der mehrere Märkte eines Spiels kombiniert, Cash Out und Live-Streaming unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL. Als Zahlungsmethoden für Ein- und Auszahlung führt dieselbe Beschreibung unter anderem Apple Pay, Google Pay, PayPal, Klarna Sofortüberweisung, Betano Cash und Kreditkarten. Das Live-Streaming steht nach dieser Beschreibung verifizierten Kunden ab einem bestimmten Mindestguthaben zur Verfügung.

Die Erlaubnis für Betano.de ist auf die Betkick Sportsbetting Limited mit Sitz in San Giljan, Malta, eingetragen.

Die Zahlungsliste ist die breiteste der zehn Häuser, und sie ist für mobile Nutzer praktisch relevant, weil Apple Pay und Google Pay auf dem Telefon erheblich schneller sind als jede Überweisung. Das Mindestguthaben hinter dem Streaming ist der wunde Punkt. Es macht aus einem scheinbar unbegrenzten Feature eine Funktion für Konten ab einer bestimmten Größe, und wer knapp kalkuliert, sieht den Stream nicht, obwohl die App ihn bewirbt. Wer prüft, ob sich das Angebot für ihn trägt, sollte diesen Satz vor der Anmeldung in den Bedingungen suchen – nicht danach.

bwin – Cashout automatisch und Kombi-Boost als Quotenhebel

Die „bwin – Sportwetten App“ wird im Apple App Store von der bwin.party entertainment Limited angeboten. Die Entwicklerbeschreibung nennt einen Cashout, den sie wahlweise manuell oder automatisch ausführt, Live-Streams und Live-Statistiken sowie Kombi-Boost und Quoten-Boost.

Der Unterschied zwischen manuellem und automatischem Cashout ist größer, als die zwei Wörter vermuten lassen. Der manuelle setzt voraus, dass man zum richtigen Zeitpunkt am Telefon ist. Der automatische braucht eine Regel, die man vorab definiert – und damit eine Entscheidung, die man trifft, wenn man noch nüchtern kalkuliert. Genau darin liegt der Reiz: Die App entscheidet dann so, wie man es sich vorher vorgenommen hat.

Boost-Konstruktionen sind dagegen das Gegenteil von Zurückhaltung. Ein Kombi-Boost erhöht die Quote eines Scheins, was den Anreiz zu Kombinationen mit mehr Beinen verstärkt. Mehr Beine bedeuten eine kleinere Trefferwahrscheinlichkeit, und keine Erhöhung des Preises ändert das. Für Spieler, die einen einzelnen Schein über viele Spiele spannen, ist das ein Werkzeug. Für alle anderen ist es eine Einladung, mehr Risiko zu bündeln, als sie beabsichtigt hatten.

Interwetten – Cashout und Quotenversprechen bei Live und Pregame

Die App „Interwetten: Sportwetten DE“ wird im Apple App Store von der Interwetten Gaming Ltd angeboten. Die Entwicklerbeschreibung nennt eine Cash-Out-Funktion sowie Top-Quoten für Live- und Pregame-Wetten. Die Erlaubnis für Interwetten.de läuft auf die Interwetten Gaming Limited.

Vorsicht bei Formulierungen wie „Top-Quoten“: Sie stehen in einer Beschreibung, nicht in einem Vergleich, und eine Beschreibung ist keine Messung. Wer wissen will, ob sich das auf sein eigenes Wettprogramm überträgt, muss dasselbe Spiel bei mehreren Häusern durchspielen – am Telefon, in einer Minute, mit Blick auf dieselbe Wette. Interessanter ist die Struktur des Angebots: Live und Pregame werden gemeinsam beworben, was ein Hinweis darauf ist, dass beide Bereiche eine Rolle spielen. Nicht selten ist einer davon deutlich dünner als der andere, und das merkt man erst, wenn der Wettschein mit einem Live-Markt gefüllt werden soll.

Für das mobile Spiel entscheidet nicht die Spitze, sondern die Breite. Ein Anbieter mit einer hervorragenden Quote in einem Spiel und einem wackligen Livebild in allen anderen ist kein guter mobiler Anbieter, sondern ein guter Preis in einer Nische. Wer regelmäßig live dabei sein will, spielt bei einem Haus besser, dessen Livetiefe er kennt, statt bei einem, dessen Spitzenwert er einmal gesehen hat.

MERKUR BETS – über 70 Sportarten und ein Cashout, der erst am Ende zahlt

Die MERKUR-BETS-App ist für Android im Google Play Store und für iOS im App Store erhältlich, kostenlos. Nach der Beschreibung nennt sie über 70 Sportarten und mehr als 250.000 Vorab- und Live-Wettmöglichkeiten; in derselben App ist auch MERKUR SLOTS enthalten. Der Cashout ist nach Abgabe der Wette jederzeit nutzbar, in der App unter „Meine Wetten“ über den gelben Cashout-Button. Der Betrag wird jedoch erst ausgezahlt, wenn alle Spiele des Wettscheins beendet und abgerechnet sind. Die Erlaubnis für MERKUR BETS liegt bei der Merkur Bets Malta Limited.

Diese Kombination ist der lehrreichste Fall der ganzen Übersicht. Zwei Funktionen – der Sportwettenteil und die Slots – stehen in einer App nebeneinander, und wer ständig zwischen beiden wechselt, mischt zwei Spielformen mit unterschiedlichen Taktungen. Der Cashout ist dabei das merkwürdigste Feature: Er ist jederzeit klickbar, aber nicht jederzeit liquid. Ein Cashout, der Geld erst nach dem letzten Spiel eines langen Scheins freigibt, hilft dem Spieler nicht bei dem Problem, für das er ihn drückt – er nimmt nur die Spannung vorweg. Wer den Button für einen Notausstieg hält, hat ihn missverstanden.

NEO.bet – Live-Quoten, Teil-Cashout und ein Inhaber von früh an

Die NEO.bet-App beschreibt sich im App Store als lizenzierter Sportwettenanbieter mit deutscher Lizenz; als Anbieter ist die Greenvest Betting Limited genannt. Zu den Funktionen zählen nach der Entwicklerbeschreibung Live-Quoten und Live-Wetten sowie Cashout und Teil-Cashout. Auf der Whitelist steht NEO.bet mit dem Inhaber Greenvest Betting Limited, erste Erlaubnis am 9. Oktober 2020, fortgeschrieben am 22. Dezember 2022.

Ein Teil-Cashout ist mehr als eine Bequemlichkeit. Er erlaubt, einen Teil des Scheins aufzulösen und den Rest laufen zu lassen – und damit eine Entscheidung, die weder volles Halten noch volles Aussteigen bedeutet. Für Kombiwetten, bei denen einzelne Beine bereits durch sind, ist das die einzige Möglichkeit, einen Teil des Werts zu realisieren, ohne den ganzen Schein aufzugeben. Allzu viele Häuser in dieser Übersicht nennen die Teilvariante nicht.

Wer hier mobil spielt, bewegt sich bei einem Haus, das seit Oktober 2020 in der Liste steht und damit zu den ältesten Einträgen der gesamten Vergleichsgruppe gehört. Die App selbst kommt funktional schlank daher: Livemarkt, Cashout, fertig. Ob einem das reicht, hängt davon ab, wie man sein Spiel betreibt.

Sportwetten.de – Cash-Out-Liste, Face ID und PayPal in einem Zugang

Die Sportwetten-App von Sportwetten.de enthält nach der App-Store-Beschreibung eine Cash-Out-Liste mit Teil-Cash-Out-Funktion, einen Live Match Tracker, PayPal-Einzahlungen und eine Anmeldung per Face ID; als Anbieter ist die NetX Betting Limited genannt. Die Erlaubnis für Sportwetten.de liegt auf der Whitelist bei der NetX Betting Limited.

Die Anmeldung per Face ID ist auf dem Telefon der Unterschied zwischen „mal kurz reinschauen“ und „drei Minuten Passwort“. Sie ist kein Sicherheitsgimmick, sondern eine Frage der Nutzungshäufigkeit: Wer sein Konto oft prüft, merkt eine Hürde von zwanzig Sekunden jeden Tag. Die Cash-Out-Liste wiederum ist die einzige Stelle, an der ein Anbieter seine Cashout-Fälle offenlegt, statt sie einzeln im Wettschein zu verstecken – wer sehen will, wie sich ein Wert entwickelt, findet sie dort gebündelt. Wer eine Teil-Funktion sucht, findet sie hier neben dem Vollzugriff, was sie in der Praxis brauchbarer macht als einen einzelnen Button.

Tipico – Cashout und Livewetten während des Fußballspiels

Die Tipico Sportwetten App wird im Apple App Store vom Entwickler Tipico B2B Ltd angeboten. In der Entwicklerbeschreibung werden „Tipico Cashout“ als Kontrolle über den Wettschein und Live-Wetten auch während des Fußballspiels genannt.

„Live-Wetten während des Fußballspiels“ klingt selbstverständlich und ist es nicht. Die deutsche Livebeschränkung lässt während eines laufenden Fußballspiels nur Wetten auf den Endausgang oder auf das nächste Tor zu. Nicht mehr und nicht weniger. Wer eine Wette auf eine andere Begebenheit im Spiel plant, wird sie in einem erlaubten deutschen Programm nicht finden, bei Tipico so wenig wie sonst irgendwo. Der eigentliche Prüfpunkt bei diesem Anbieter ist deshalb nicht die Existenz der Livefunktion, sondern die Frage, wie schnell sie den Markt aktualisiert, den es überhaupt gibt.

Wer sein Spiel eng an ein einzelnes Fußballspiel bindet und dabei die Kontrolle über den Schein behalten will, findet hier das Passende: Der Cashout wird in der Beschreibung ausdrücklich als Instrument zur Steuerung genannt, nicht als Nebenfunktion. Für Kunden, die ohnehin nur auf feste Quoten vor Anpfiff setzen, ist das die Hälfte des Angebots.

VBet – Sportwetten mit Erlaubnis seit Dezember 2023

Veranstalter der Sportwetten unter Vbet.de ist die SCGO Limited, die ihren Sitz im Luxe Pavilion, 2nd Level, Diamonds International Building, Portomaso, STJ 4010, St. Julian’s, Malta, hat. Die Aufsichtsbehörde verzeichnet die Sportwettenerlaubnis für Vbet.de seit dem 5. Dezember 2023.

Das ist der jüngste Eintrag dieser zehn und der einzige, der gemeinsam mit MERKUR BETS aus dem Fortschreibungsmuster des Dezember 2022 fällt. Wer ein Haus mit junger Zulassung wählt, wählt eines, dessen deutscher Betrieb noch kürzer am Markt ist als der der Konkurrenz – und das auf einem Markt, in dem sich Programme über die Jahre einspielen. Das ist kein Fehler, den ein Anbieter mitbringt; es ist der Zustand des Angebots.

Wer sich für VBet interessiert, sollte seinen eigenen Prüfmaßstab anlegen und nicht den der erfahrenen Häuser übernehmen. Konkret: das Wettprogramm einer bekannten Liga mit dem eines älteren Anbieters vergleichen, den Wettschein anlegen, die Auszahlung testen. Wer die Whitelist vorher aufruft, weiß zumindest, dass der Weg über einen Erlaubnisinhaber läuft und nicht über die Marke VBet.

888sport – Konzernmutter mit Börsennotierung

Die 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar ist die Holdinggesellschaft der 888-Gruppe, zu der 888sport gehört; die Aktie ist seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert. Die Erlaubnis für 888sport liegt bei der 888 Germany Limited.

Eine börsennotierte Muttergesellschaft ist keine Garantie für die Wette und keine Auszeichnung für die App. Sie ändert aber zwei Dinge: Die Berichtspflichten eines gelisteten Unternehmens machen die Konzernstruktur nachlesbar, und ein Konzern dieser Größe hat mehr Kapazität, sein deutsches Programm zu pflegen als ein Einzelanbieter.

Für einen mobilen Spieler zählt davon wenig unmittelbar. Was zählt, ist der Umstand, dass hier Marke, Konzernmutter und Erlaubnisinhaber drei verschiedene Namen sind. Der Abgleich vor der Anmeldung ist wichtiger als die Größe des Unternehmens – und die Erlaubnis für die deutsche Domain liegt bei einer Tochter, nicht bei der Holding.

Tiptorro – App mit behördlicher Selbstauskunft und kurzer Zeitachse

Die Tiptorro-App wird im Apple App Store von der Torro Tec Limited mit Sitz in Malta angeboten; diese beschreibt sich als behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder. Die Whitelist führt Tiptorro mit dem Inhaber Torro Tec Limited, erste Erlaubnis am 30. Juni 2021, fortgeschrieben am 27. Dezember 2022.

Ein Anbieter, der sich in der eigenen Beschreibung auf die Aufsicht beruft, schafft eine Erwartung, die er nicht selbst tragen kann. Der Nachweis bleibt die Liste, und dort steht, was festgehalten wird: Inhaber und Daten. Was Tiptorro darüber hinaus funktional in der App anbietet, sagt dessen Beschreibung nicht aus.

Wer sein Spiel breit über mehrere Sportarten streut, sollte den Umfang des Programms vorher prüfen statt nachher zu wechseln. Ein Anbieter mit sauberer Erlaubnis und einem Programm, das nur die großen Fußballligen abdeckt, ist rechtlich einwandfrei und praktisch eine Sackgasse für alle, die mehr suchen.

Eine Gratiswette ist kein Geschenk

Willkommensangebote sind der Bereich, in dem auf dem Telefon die meisten falschen Erwartungen entstehen, weil ihre Bedingungen selten auf dem Bildschirm stehen, auf dem die Werbung läuft. Der Glücksspielstaatsvertrag setzt für Sportwetten kein Bonusvolumen und keine Obergrenze fest. Beträge, Umsatzbedingungen und Mindestquoten kommen allein aus den Bedingungen des jeweiligen Anbieters. Das macht den Vergleich unbequemer als die Suche nach einem Angebot.

Im Konglomerat der Werbewörter gibt es einen harten Kern. Umsatzbedingungen sagen, wie oft ein Bonusbetrag umgesetzt werden muss, bevor er auszahlbar wird. Mindestquoten legen fest, dass nur Wetten ab einer bestimmten Quote auf die Erfüllung dieser Bedingung angerechnet werden. Und eine Frist begrenzt, in welchem Zeitraum das alles passieren soll. Jede dieser drei Angaben kann ein Angebot entwerten, ohne dass sich am beworbenen Betrag eine einzige Zahl ändert.

Bei einer Freiwette, deren Einsatz nicht zurückgezahlt wird, und bei einer Gratiswette mit Rückzahlung als Freiwette statt in Geld liegen die Verhältnisse jeweils anders. Wer den Typ eines Angebots nicht kennt, kann seinen Wert nicht beurteilen – und der Betrag in der Überschrift sagt über den Typ nichts. Das ist die wichtigste Regel für den mobilen Spieler: Erst den Typ lesen, dann die Zahl.

Und noch eines, praktisch wie rechtlich: Nur Erlaubnisinhaber dürfen für Glücksspiel werben. Für Sportwetten gilt dabei, dass keine Werbung für Wetten auf ein Ereignis unmittelbar vor oder während dessen Liveübertragung im selben Programm laufen darf, dass keine Werbung mit aktiven Sportlern oder Funktionären zulässig ist und dass eine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz ausgeschlossen ist. Was davon im Browser und was in einer App erscheint, ist ein zuverlässigeres Signal über einen Anbieter als jede Designfrage.

Wie die Auswahl am Telefon tatsächlich aussieht

Wer die Prüfung in einer festen Reihenfolge durchführt, braucht dafür weniger Zeit, als ein Vergleichsportal für einen einzigen Klick benötigt. Die Reihenfolge ist entscheidend, weil jeder spätere Schritt auf dem vorherigen aufbaut.

Zuerst die Whitelist. Die Domain suchen, den Erlaubnisinhaber notieren, gegen die Nutzungsbedingungen abgleichen. Ist der Anbieter nicht gelistet, endet die Prüfung hier, unabhängig davon, wie gut die App aussieht.

Dann die Schutzregeln prüfen. Der Anbieter muss OASIS bei Registrierung und Login abfragen, das monatliche Einzahlungslimit von 1.000 € über LUGAS anwenden und einen Panikbutton mit sofortiger 24-Stunden-Sperre vorhalten. Wer ein Offshore-Angebot gefunden hat, findet nichts davon.

Danach das Programm auf einem echten Gerät testen. Eine Kombiwette bauen, einen Live-Markt finden, einen Teil-Cashout versuchen, die Auszahlung anstoßen. Wer bei Schritt drei merkt, dass der Wettschein bei jedem Tipp neu lädt, hat die Antwort.

Erst dann die Frage nach dem Willkommensangebot. Und zwar mit den drei Angaben, die den Wert bestimmen: Umsatzbedingung, Mindestquote und Frist.

Am Ende bleibt ein Ergebnis, das mit der Fernsehwerbung wenig zu tun hat. Die zehn Häuser dieser Übersicht unterscheiden sich nicht darin, ob sie hier wetten dürfen – sie alle dürfen es. Sie unterscheiden sich darin, was ein Spieler auf dem Telefon tatsächlich zu sehen bekommt: ob es Streams gibt und unter welchen Bedingungen, ob ein Cashout liquid ist oder nur klickbar, ob eine Teilfunktion existiert und ob der Wettschein bei jedem Tipp neu lädt. Die Lizenz macht einen Anbieter überhaupt erst wählbar. Sie macht ihn noch nicht gut.

Häufige Fragen zu mobilen Wettanbietern

Woran erkennt man, dass eine Wett-App eine deutsche Erlaubnis hat?

Der einzige belastbare Nachweis ist die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder. Dort wird die Domain des Anbieters gesucht und der genannte Erlaubnisinhaber mit den Nutzungsbedingungen abgeglichen. Eine .de-Domain allein beweist nichts, und die Selbstauskunft in einer App-Store-Beschreibung ersetzt die Prüfung nicht.

Gilt das Einzahlungslimit von 1.000 € im Monat und die OASIS-Abfrage auch in der App?

Ja. Beide Instrumente arbeiten geräteunabhängig. Das Limit von standardmäßig 1.000 € pro Kalendermonat wird bei erlaubten Anbietern über alle Häuser hinweg über die Limitdatei LUGAS durchgesetzt, und OASIS wird bei der Registrierung und jedem Login abgefragt. Vor abgeschlossener Verifizierung sind höchstens 72 Stunden mit 100 € Einzahlungslimit und ohne Auszahlungen möglich.

Was ist bei Livewetten über das Smartphone erlaubt und was ausgeschlossen?

Während eines laufenden Ereignisses sind nur Wetten auf den Endausgang oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente in Sportarten mit seltenen Ereignissen zulässig. Der nächste Punkt im Tennis und der nächste Korb im Basketball sind ausgeschlossen, ebenso Esports, Wettbewerbe unterhalb der 3. Liga und Wetten auf politische oder gesellschaftliche Ereignisse.

Wie wirkt sich die Sportwettensteuer von 5,3 % auf Quoten und Auszahlungen in der App aus?

Die Steuer bemisst sich nach dem Rennwett- und Lotteriegesetz als 5,3 % der Bemessungsgrundlage Einsatz abzüglich der Steuer selbst, also rund 5,03 % des eingezahlten Betrags. Schuldner ist der Veranstalter. Ob und wie er sie in seine Quoten einrechnet, entscheidet er selbst und legt es in seinen Bedingungen fest.

Welche Zahlungsmethoden stehen in mobilen Wett-Apps zur Verfügung?

Das ist von Anbieter zu Anbieter verschieden und steht in den jeweiligen Bedingungen. bet365 nennt unter anderem Debitkarte, PayPal und paysafecard, Betano unter anderem Apple Pay, Google Pay, PayPal, Klarna Sofortüberweisung und Kreditkarten, Sportwetten.de PayPal-Einzahlungen. In jedem Fall muss die Einzahlung von einem Konto im eigenen Namen kommen, anonyme Zahlungswege sind unzulässig.

Wie unterscheiden sich spezielle mobile Boni von normalen Willkommensangeboten?

Der Staatsvertrag setzt für Sportwetten weder Höhe noch Obergrenze eines Bonus fest; Beträge, Umsatzbedingungen und Mindestquoten stammen allein aus den Bedingungen des Anbieters. Entscheidend ist deshalb nicht die Bezeichnung, sondern der Typ des Angebots: Eine Freiwette ohne Rückzahlung des Einsatzes ist etwas anderes als eine Rückzahlung in Geld, und beide werden an Umsatz, Mindestquote und Frist gebunden.

Inhalt erstellt vom Team «Die besten Wett Apps»