French Open Wetten im Check: Zehn Anbieter mit deutscher Erlaubnis
Stand: 30. Oktober 2026 — geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder.

Das Sandplatzturnier im 16. Arrondissement ist gelaufen, Zverev hat das Herreneinzel gewonnen, Andrejewa das Dameneinzel. Wer jetzt nach French Open Wetten sucht, sucht eigentlich etwas anderes: einen Weg, beim nächsten Pariser Grand Slam richtig dabeizusitzen — oder die Frage, ob er das von 2026 noch irgendwie verwerten kann. Nein, kann er nicht. Ein Turnier, dessen Endstand feststeht, hat keine Quoten mehr. Was bleibt, ist die Vorbereitung, und die besteht in diesem Sport aus langweiligen Dingen: Wer darf überhaupt Tennis anbieten, welche Märkte taugen auf Sand, und was zieht der Anbieter von jeder Quote ab, bevor der Betrag auf dem Wettschein steht.
Genau darum geht es hier. Nicht darum, wer die French Open 2027 gewinnt. Sondern darum, welche Wege einem deutschen Spieler offenstehen, welcher davon zu welchem Konto passt und was jeder Weg kostet.
Rechtslage: warum die Whitelist über alles andere entscheidet
Der einfache Teil zuerst. Sportwetten auf Profitennis darf in Deutschland nur anbieten, wer eine Erlaubnis hat. Zentral erteilt wird sie von der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz in Halle (Saale), der GGL, unter dem Glücksstaatvertrag 2021, der seit dem 1. Juli 2021 gilt. Die Behörde erlaubt das Veranstalten und Vermitteln von Sportwetten im Internet, sie überwacht, sie verhängt Bußgelder. Wer in Deutschland auf Roland Garros setzen will, tut das bei einem Anbieter, der diese Erlaubnis für genau diese Domain hat.

Der offizielle Weg, das nachzuprüfen, ist die Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV. Sie ist die einzige belastbare Prüfung — nicht das Impressum, nicht ein Siegel auf der Startseite, nicht die Länderkennung. Zum Stand 2. Oktober 2026 führt sie 30 Einträge: 27 Konzessionäre mit Sportwetten-Erlaubnis, zwei davon zusätzlich für Pferdewetten, und drei ausschließlich für Pferdewetten. Alle gelisteten Domains enden auf .de. Das ist Zufall der Liste und kein Qualitätsmerkmal — eine .de-Adresse beweist für sich genommen gar nichts.
Die Whitelist nennt zu jedem Eintrag den Konzessionär, nicht nur die Marke. Bei bet365 steht die Hillside (Europe) ENC aus Ta’Xbiex auf Malta, bei Interwetten die Interwetten Gaming Limited mit Sitz in Tigne‘ Point in Sliema. Das ist der Punkt, an dem viele Wettfreunde aussteigen, weil ihnen die Namen nichts sagen. Sie sollten ihn trotzdem ernst nehmen: Wer klagt, klagt gegen den Konzessionären und nicht gegen eine hübsche Marke.
Was die Liste nicht zeigt, ist ein Enddatum. Sie führt Ausstellungsdaten. Eine erste Erlaubnis läuft fünf Jahre, und wenn ein Anbieter danach eine Folgeerlaubnis bekommt, steht die in der Liste — bei AdmiralBet etwa eine Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020, dann Folgeerlaubnisse vom 13. Dezember 2022 und 29. Juli 2024. Wer dort ein Ablaufdatum liest, liest es falsch. Und ein wichtiges Detail für alle, die gern vergleichen: Nur die Domain, die unter der Sporterlaubnis steht, darf Sportwetten annehmen. Slots-, Poker- und Casinoerlaubnisse desselben Hauses sind andere Erlaubnisse mit anderen Regeln.
Was auf Sand erlaubt ist und was nicht
Sportwetten sind in Deutschland Festquotenwetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Teils davon und auf Vorkommnisse darin, als Einzel- oder Kombiwette. Erlaubt ist nur, was im Sportwettprogramm der GGL steht. Das klingt nach Selbstverständlichkeit, schneidet aber konkret ins Angebot: Wetten auf Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren sind gesperrt, manipulationsanfällige Wetten ebenfalls, ebenso Wetten auf Regelverstöße oder deren Bestrafung. Wetten auf gesellschaftliche oder politische Ereignisse sind nicht zulässig.

Für Tennis heißt das zweierlei. Erstens: Profi ist nicht gleich Profi. Die GGL-Praxis zieht bei Fußball die Grenze unterhalb der 3. Liga; übertragen auf die Praxis bedeutet das, dass ein Grand Slam selbstverständlich im Programm steht, ein Dorfturnier nicht. Zweitens — und das ist die Regel, die Tennis stärker trifft als jede andere Sportart — die Beschränkung der Livewetten. Während eines laufenden Ereignisses sind nur Wetten auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine ähnliche Komponente erlaubt, und zwar in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Nächster Satz im Tennis: ja. Nächster Punkt im Tennis: nein. Das ist keine Laune, sondern die Sorge vor genau den Ballwechseln, in denen ein einzelner Spieler den Satz in Sekunden kippen kann.
Ebenfalls nicht im Angebot: E-Sport. Die GGL stellt fest, dass Wetten auf E-Sport nicht möglich sind, weil E-Sport nicht als Sport anerkannt ist. Es gibt in Deutschland keine erlaubten E-Sport-Wetten. Zu virtuellen Sportarten sagt die Behörde nichts Belastbares — dazu schweigt diese Seite lieber, als eine Vermutung zu verkaufen.
Cash Out ist der dritte Punkt, an dem die Rechtslage überraschend leer bleibt. Eine Vorschrift, die eine vorzeitige Auszahlung regelt, findet sich ebenso wenig wie eine GGL-Festlegung dazu. Cash Out ist damit ein reines Produktmerkmal des jeweiligen Anbieters, mit dessen Bedingungen dran: Wer aussteigt, nimmt den Preis, den die Software in diesem Moment stellt, und nicht den, den er sich vorher ausgerechnet hat. Wer live dabei ist, sollte das wissen, bevor der erste Ballwechsel läuft. Ausgezahlt wird nach dem offiziellen Ende des Ereignisses — und ein gesetzliches Limit pro Wette gibt es im Sportwettenbereich nicht.
Der Weg über die Grenze — und was er wirklich kostet
Anbieten ohne deutsche Erlaubnis ist unerlaubtes Glücksspiel. Eine Curaçao-, Anjouan- oder Malta-Lizenz hat in Deutschland keine Bedeutung, und die GGL hat am 17. September 2026 ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten gewarnt und dabei ein Angebot namentlich genannt. Veranstalten kann nach § 284 StGB bis zu zwei Jahre Freiheit oder Geldstrafe kosten, Werbung bis zu einem Jahr; die Teilnahme nach § 285 StGB bis zu sechs Monate oder Geldstrafe. Ob einzelne Spielende verfolgt werden, ist nicht belegt.
Strafrecht ist aber nicht das, was einen Spieler am Ende umtreibt. Es ist die Frage, ob er sein Geld wiedersieht. Die Zivilgerichte haben in mehreren Fällen Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung von Einsätzen verurteilt, und die Frage liegt beim Europäischen Gerichtshof. Der Bundesgerichtshof hat sie am 25. Juli 2024 dem EuGH vorgelegt, Aktenzeichen I ZR 90/23; ein Kläger verlangt von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Generalanwalt Nicholas Emiliou hält es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 in der Rechtssache C-530/24 für grundsätzlich möglich, unlizenzierte Anbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten — mit einer Ausnahme für Fälle, in denen Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Das ist eine Schlussanträge-Lage, kein Urteil. Niemandem ist damit eine Rückzahlung versprochen.
Nüchtern gegenübergestellt sieht der Vergleich so aus. Offshore heißt: keine Erlaubnis, kein OASIS, kein LUGAS, keine deutsche Aufsicht, im Streitfall ein Verfahren in einer Rechtsordnung, die man nicht kennt — dafür höhere Limits und ein Liveangebot, das nach eigenen Hausregeln läuft. Whitelist heißt: Rechtssicherheit, Spielerschutz und ein Streit, den man vor deutschen Gerichten führen kann — dafür 1.000 € Regelgrenze, eingeschränkte Live-Märkte, vollständige Verifizierung und Zahlungen nur vom eigenen Konto. Das ist die Wahl, und sie ist eine echte.
Verantwortung: welches Limit wem gehört
Die 1.000 €, die über dieser Seite stehen, sind keine Marketingzahl. Ein Einzahlungslimit von 1.000 € pro Kalendermonat gilt in Deutschland für alle Anbieter zusammen, durchgesetzt über die LUGAS-Limitdatei. Wer bei drei Whitelist-Anbietern je ein Konto führt, zahlt nicht dreimal 1.000 € ein, sondern verteilt 1.000 € auf drei.
Ausnahmen existieren, und sie sind an Bedingungen gebunden. Ein Anbieter, dessen Erlaubnis es zulässt, kann für einen einzelnen Spieler ein höheres Limit festlegen, bis 10.000 €, in Ausnahmefällen 10.000 bis 30.000 € für höchstens 1 % seiner aktiven Spieler — aber nur gegen nachweisbare wirtschaftliche Leistungsfähigkeit. Eine Selbstauskunft reicht dafür nicht. Und die Richtung macht einen Unterschied: Senken wirkt sofort, Erhöhen erst nach sieben Tagen. Das ist die Bremse, die in die eine Richtung greift, in der sie nützlich ist.
Dahinter stehen zwei Systeme, die man auseinanderhalten sollte. OASIS ist das bundesweite Spielersperrsystem, das bei Registrierung und bei jedem Login abgefragt wird. Wer sich dort selbst sperrt und einen Zeitraum nennt, ist mindestens drei Monate gesperrt; nennt er keinen, wird es mindestens ein Jahr. Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 blockiert ein Konto sofort für 24 Stunden. LUGAS ist die Limit- und Aktivitätsdatei — die Stelle, an der das Einzahlungslimit und das Verbot des Parallelspiels bei mehreren Anbietern zusammenlaufen. Offshore-Angebote sind an keines der beiden Systeme angeschlossen. Das ist der Satz, der sich beim Thema French Open Wetten am schwersten verkaufen lässt und am wichtigsten ist: Ein hohes Limit, das man sich nirgends sperren lassen kann, ist ein teures Extra.
Die Registrierung selbst hat seit der Verifizierungspflicht Ecken, die jeden Zeitplan durcheinanderbringen. Ein Konto pro Anbieter, vollständig verifiziert; vor der Verifizierung darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden Spiel erlauben, mit 100 € Einzahlungslimit und ohne Auszahlungen. Wer also zwei Stunden vor einem Achtelfinale einsteigen will, merkt hier, dass der Abend nicht nach seinem Plan läuft. Teilnahme ab 18. Und die Zahlungen kommen aus einem Konto im eigenen Namen bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut; anonyme Zahlungsmittel sind nicht erlaubt. Das ist der Mechanismus, der Krypto und anonyme Prepaidkarten aus dem erlaubten deutschen Sportwetten heraushält.
Auf der anderen Seite der Rechnung steht, was dem Spieler zugutekommt. Einzahlungen liegen auf einem treuhänderisch verwalteten, insolvenzgeschützten Konto, und bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt. Nicht jeder Offshore-Anbieter würde das gern auf seine Startseite schreiben.
Sport & Wettprogramm: der Spielplan bestimmt, was wann geht
Roland Garros ist ein Turnier mit einer eigentümlichen Struktur, und wer seine Wetten darauf abstimmen will, sollte die Reihenfolge kennen. Am Anfang steht die Qualifikation: Spielerinnen und Spieler, die sich übers Ranking nicht direkt qualifiziert haben, spielen sich ins Hauptfeld — Mirra Andrejewa traf 2026 im Damenfinale auf die Qualifikantin Maja Chwalińska, die diesen Weg gegangen war. Danach läuft das Hauptfeld über zwei Wochen, Woche für Woche eine Runde weiter, bis das Finalwochenende das Herren- und das Damenfinale bringt. Die French Open 2026 fanden vom 24. Mai bis 7. Juni 2026 in Paris statt. Das nächste Turnier folgt 2027; ein Datum dafür steht nicht fest.
Was folgt daraus für Wetten? In der ersten Woche ist das Feld breit und die Informationen sind dünn — Sandform, Wetter, Tagesform, die Ansetzung auf einem Außenplatz. Ab der zweiten Woche zieht sich das Feld zusammen, die Quoten auf Turniersieger werden kürzer, und Rundenwetten gewinnen an Bedeutung, weil sich die Paarungen konkretisieren. Turniersiegerwetten laufen über die ganzen zwei Wochen, brauchen aber in der Regel eine Verifizierung des Kontos, bevor der erste Einsatz steht — bei einem Anbieter mit 72-Stunden-Frist und 100-€-Limit ist das eine echte Terminfrage. Livewetten schließlich dürfen sich in Deutschland während eines Matches nur auf das Endergebnis oder den nächsten Satz richten, nicht auf den nächsten Punkt. Wer während eines Matches auf den Punktgewinner setzen will, findet dafür keinen legalen Weg — für den Satzgewinn aber sehr wohl einen.
Ein Turnier von dieser Länge zerfällt in verschiedene Anlässe. Deshalb ist die Frage nicht, ob ein Anbieter „Tennis“ im Programm hat — das haben alle zehn hier besprochenen. Die Frage ist, ob er den Grand Slam über die volle Dauer abbildet, ob er die kleineren Sandplatzturniere davor und danach mitnimmt und ob sein Livebereich das hergibt, was erlaubt ist.
Frankreich ist verlockend, weil es nah ist, und teuer, weil der Markt dort gesättigt ist. Wer auf dem Court Philippe-Chatrier sitzt und ein Match vor sich hat, ist mit einer Runde oder einem Satz besser bedient als mit jeder Vorhersage, die sich auf Zustand oder Wetter eines Spielers stützt: Die Sandplatzsaison ist lang, das Publikum kann in entscheidenden Momenten zum Faktor werden, und ein einziger Regenschauer kann einen Rhythmus kippen. Wer geduldig ist und nur auf offensichtlich falsch bepreiste Sätze wartet, kommt selten zum Einsatz — was ihn nicht schlanker macht, sondern nur länger am Leben. Ein Überraschungsfaktor, der bei zwei einzel Matchpunkten zum Tragen kommt: Bei den French Open spielen die Herren auf drei Gewinnsätze, die Damen auf zwei. Bei 6:6 gibt es einen Tiebreak bis 7; im Entscheidungssatz einen Match-Tiebreak bis 10 mit zwei Punkten Vorsprung, worauf sich alle vier Grand-Slam-Turniere im März 2022 einigten. Zwei Sätze Männer sind also nur ein Drittel der Wahrheit.
Weil der Markt am Sandplatz nicht von Zahlen lebt, sondern von Nachrichten, sollten auch die nicht fehlen. Rafa Nadal hat 14 Mal im Herreneinzel gewonnen — Chris Evert hält bei den Damen den Rekord mit 7 Titeln. Wer die Sportart erst seit gestern verfolgt, sollte sich das merken, bevor er sich über französische Sandplatzquoten wundert, die seiner Meinung nach zu kurz sind. Das Gesamtpreisgeld der French Open 2026 lag bei 61.723.000 €, ein Anstieg von 9,35 % gegenüber dem Vorjahr; die Einzelsieger im Profitennis bekamen jeweils 2.800.000 €. So viel zahlt kein Buchmacher aus — was zeigt, wie weit der Buchmachermarkt vom Prestige des Turniers entfernt ist. Und ein Datum, das jeden Anfänger überrascht: Das erste Turnier fand schon 1891 als Championnat de France international de Tennis statt. Französische Tradition ist keine Übertreibung.
Die Turnierteilnahme selbst: ein Wort zur Nische
Profisport und Amateursport werden in Deutschland wetttechnisch unterschiedlich behandelt. Für Tennis bedeutet das konkret: Ein Grand Slam mit Qualifikation und einem Feld von Topspielern ist unproblematisch, ein Challenger-Turnier oder ein nationales Ranglistenturnier nicht. Bei jedem seriösen Anbieter liegt der Unterschied in der Tiefe der Sportart im Wettprogramm — und in der Frage, ob er nicht nur die großen Namen, sondern auch die kleineren Turniere führt. Wer sein Interesse über das ganze Jahr auf Sand zieht, findet in der Nebensaison weniger Märkte als in der Woche der Hauptrunden von Roland Garros.
Quoten verstehen: Satz, Handicap und die eingerechnete Marge
Eine Quote sagt nichts über Chancen. Sie sagt, was ein Buchmacher zu zahlen bereit ist, wenn etwas eintritt. Zwischen diesen beiden Dingen liegt die ganze Branche.
Rechnen wir es an einem Beispiel durch, das bewusst keine echte Preisstellung ist. Ein Zwei-Weg-Markt mit 1,90 auf beide Seiten. Der Auszahlungsquotient ist 1 geteilt durch die Summe der Kehrwerte der Quoten: 1 / (1/1,90 + 1/1,90). Zwei gleiche Kehrwerte von je rund 0,5263 ergeben eine Summe von etwa 1,0526. Der Kehrwert davon liegt bei etwa 95 %. Das heißt: Von jedem Euro, der auf diesen Markt gesetzt wird, fließen im Durchschnitt rund 95 % an die Spielenden zurück, und die Marge beträgt entsprechend etwa 5 %. Bei 1,90 für beide Seiten liegt sie also grob im Bereich zwischen 4,5 % und 5,5 %, je nach Rundung der angezeigten Quote. In einem Markt mit drei oder mehr Ausgängen fällt sie in der Regel höher aus, weil jede zusätzliche Ausgangsquote mit zur Summe hinzukommt.
Ist das Betrug? Nein, aber es ist die Zahl, die man kennen sollte, bevor man über Quotenhöhe diskutiert. Ein Anbieter mit durchschnittlich höheren Quoten ist der günstigere Ort — über hunderte Wetten gerechnet, nicht bei einer. Die Marge trifft überall gleich hart; sie trifft nur unterschiedlich hoch.
Nun der Hinweis, der viele überrascht: Diese Beispielrechnung gilt für eine klassische Zwei-Weg-Wette auf den Matchsieger. Auf den Turniersieger einer zweiwöchigen Sandplatzveranstaltung mit 128 Spielern im Herrenfeld, Qualifikation inbegriffen, sieht sie völlig anders aus. Man kann keine Zahl mit einer Zahl vergleichen, die mit demselben Wort belegt ist. Der beste Rat, den man einem Spieler an dieser Stelle geben kann, ist der, auf die Quoten der Märkte zu schauen, die er tatsächlich spielt, und nicht auf eine einzige Zwei-Weg-Zahl.
Welche Märkte es gibt
Drei Grundtypen sollte man auseinanderhalten.
Die Siegwette ist die einfachste: 1, 2 oder beim Tennis ohne Unentschieden meist nur zwei Optionen, dazu bei Grand Slams der Gesamtsieger über zwei Wochen. Auf den Sandplatz bezogen ist die Siegwette in der ersten Woche die Wette mit dem zufälligsten Ergebnis — die Formkurve eines Spielers, die Windböen auf dem Außenplatz und die Frage, wie jemand mit einem Fünf-Satz-Match in den Beinen am nächsten Tag aufschlägt, fließen alle mit ein, und keine dieser Größen ist in einer Quote ausgedrückt.
Die Satzwette, also die Wette auf das exakte Satzergebnis oder darauf, wer einen bestimmten Satz gewinnt, ist der Kompromiss zwischen Struktur und Zufall. Sie greift die Eigenheit des Sandplatzes auf, dass Sätze dort nicht linear verlaufen: Ein Spieler, der einen Satz verliert, kann den nächsten dominieren, weil Sandplatzwechsel und Belastung in die Beine gehen. Bei Grand Slams haben die Herren drei Gewinnsätze, die Damen zwei — der maximale Satzrahmen unterscheidet sich also nach Geschlecht. Die Livebeschränkung in Deutschland trifft diesen Markt am direktesten: Der nächste Satz als Livewette ist erlaubt, der nächste Punkt nicht.
Die Handicapwette schließlich ist die Wette, die eine bestimmte Marge an Vorsprung oder Rückstand verlangt. Bei einer Satzwette auf 3:0 oder 2:1 bedeutet Handicap, dass man den Favoriten nicht nur gewinnen, sondern mit einem bestimmten Abstand gewinnen sieht. Das ist der Markt, in dem eine starke Meinung über die Spielstärke eines Spielers besser aufgehoben ist als in der reinen Siegwette, und in dem die Marge — weil es zwei- oder dreistufig ist — weniger durchschlägt als in einem breiten Feld.
Dazu kommt die Kombiwette: mehrere Einzelausgänge auf einem Wettschein, deren Quoten sich zu einem Gesamtpreis multiplizieren. Aus 1,80 und 2,10 werden 3,78, und die Marge fällt zweimal, dreimal, fünfmal an. Aus einer Wette mit rund 5 % Aufschlag wird eine mit zehn oder fünfzehn. Die Kombiwette ist der einzige Punkt, an dem die Marge multiplikativ wird — und trotzdem der populärste Wettschein in Deutschland. Man kann das gleichzeitig für das langweiligste und das am meisten überschätzte Produkt des Marktes halten.
Wettschein und Steuer: was beim Anbieter steht
Über die Quoten hinaus gibt es am Wettschein genau vier Felder, in denen es teuer wird. Das erste ist die Mindestquote, die bei manchen Angeboten vorschreibt, wie hoch der Einsatz quotiert sein muss. Das zweite ist die Einsatzhöhe pro Wette. Das dritte ist die Frist, in der die Wette gespielt sein muss. Und das vierte ist der Auszahlungsmechanismus bei Kombiwetten — ob Profite teilweise gesperrt sind, ob der Satz zählt, wenn ein Spieler aufgibt, ob das Spiel offiziell beendet sein muss, bevor Geld ausbezahlt wird.
Zur Sportwettensteuer: Sie beträgt nach §§ 16-25 RennwLottG 5,3 % der Bemessungsgrundlage — dem Einsatz, der nach Abzug der Steuer selbst übrig bleibt (nach §§ 17, 18), was rund 5,03 % des eingezahlten Betrags entspricht. Geschuldet wird sie vom Veranstalter der Wette, nicht vom Spieler (§ 19). Ob und wie er sie weitergibt, ist seine Entscheidung. Wer wissen will, wie ein Anbieter damit umgeht, liest dessen eigene Bedingungen — und nicht eine Faustformel von irgendwo. Die Steuer gilt übrigens auch für unlizenzierte Anbieter. Dass einer Steuer zahlt, beweist gar nichts. Und was einen privaten Wetter auf der Gewinnseite erwartet: Dazu gibt es keine belastbare Auskunft; wer es genau wissen muss, fragt seinen Steuerberater.
Der letzte Punkt, der bei jedem Sport für Diskussionen sorgt: Werden Wetten storniert, wenn ein Spieler aufgibt oder ein Spiel abgebrochen wird? Hier gibt es keine durchgehende Antwort. Die Anbieter regeln es in ihren eigenen Wettregeln, meist mit unterschiedlichen gewählten Schwellen. Wer sein Geld zurückbekommen will, wenn der Gegner verletzt aufgibt, muss die Regel kennen — und wenn der Anbieter eine Entscheidung trifft, ohne dass dies geregelt ist, gemacht haben. Das ist der Teil des Wettscheins, den niemand liest, bis er ihn braucht.
Marge und Steuer und Wettscheinbedingungen sind drei verschiedene Rechnungen, und sie gehören getrennt, weil sie drei verschiedene Arten sind, dass eine Wette weniger wert ist, als sie aussieht.
Wie der Sandplatz ins Wettangebot kommt
Ein oft übersehener Punkt: Die French Open sind nicht nur ein Turnier, sie sind der Höhepunkt einer Sandplatzsaison, die im Frühjahr anfängt und bis weit in den Juni hineinreicht. Wer über die zwei Wochen hinaus auf Sand setzen will, findet auch davor und danach Turniere mit anderem Charakter: kleine Vorbereitungsturniere, bei denen die Favoriten ihre Form finden und die Außenseiter sich zeigen. Anbieter, die Tennis nicht nur als Beiwerk behandeln, decken diese Wochen vollständiger ab und bieten dort mehr Märkte pro Match. Das ist ein Unterschied, den man erst nach einigen Wochen merkt.
Und noch ein Unterschied, der sich nicht in Zahlen messen lässt: Ob ein Buchmacher regelmäßig mehr als eine Runde pro Tag mit Livequoten bestückt. Wer live am Grand Slam dabei sein will, bekommt bei Anbietern mit breitem Livebereich mehr Gelegenheiten, in kleineren Sportarten ein Angebot zu finden, als bei solchen, deren Liveportal zu 90 % aus Fußball besteht. Beides kann richtig sein, je nachdem, ob man Fußball oder Tennis verfolgt.
Die zehn Anbieter im Vergleich
Alle zehn Marken unten gehören zu einem Hause, das in der GGL-Whitelist steht — der Stand der Liste ist der 2. Oktober 2026, der Bezug für jede Angabe in diesem Abschnitt. Zuerst die Grundlage in einer Tabelle; die Einordnung jeder Marke folgt darunter.
| Marke | Whitelist-Eintrag: Konzessionär | Sportwetten-Erlaubnis seit |
|---|---|---|
| Interwetten | Interwetten Gaming Limited | 02.11.2020 (Folgeerlaubnis 27.12.2022) |
| ODDSET | Oddset Sportwetten GmbH | 18.11.2020 (Folgeerlaubnis 15.12.2022) |
| Sportingbet | Sportingbet (Deutschland) Limited | 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 21.12.2022) |
| Tiptorro | Torro Tec Limited | 30.06.2021 (Folgeerlaubnis 27.12.2022) |
| AdmiralBet | Greentube Betting Malta Limited | 09.10.2020 (Folgeerlaubnisse 13.12.2022, 29.07.2024) |
| Winamax | WINAMAX (Société anonyme) | 29.06.2021 (Folgeerlaubnis 08.12.2022) |
| bet-at-home | Bet-at-home.com Internet Limited | 02.11.2020 (Folgeerlaubnis 22.12.2022) |
| DAZN Bet | DZBT Operations Limited | 22.08.2023 |
| 888sport | 888 Germany Limited | 30.06.2021 (Folgeerlaubnis 15.12.2022) |
| NEO.bet | Greenvest Betting Limited | 09.10.2020 (Folgeerlaubnis 22.12.2022) |
Was an dieser Tabelle auffällt, wenn man sie länger ansieht: Die meisten dieser Konzessionen stammen aus dem Herbst 2020, dem ersten Jahr des neuen Glücksstaatsvertrags. Das ist kein Zufall und auch kein Zeichen von Beständigkeit eines einzelnen Buches, sondern die Struktur eines Systems, das damals seinen Anbieterbestand aufgebaut hat. Wenn die zeitliche Nähe eine Gemeinsamkeit ist, dann die, dass keiner der zehn als Newcomer am Markt steht, und dass jeder von ihnen ein Konzessionär im Hintergrund hat, der nicht mit der Marke identisch ist, die der Spieler auf dem Bildschirm liest.
Die Whitelist zeigt keine Enddaten, und genau deshalb sagt die Spalte nichts über die künftige Stabilität eines Anbieters. Die Conventional-Lesart einer Whitelist als „ewig sicher“ ist eine Illusion, die von der fehlenden Enddatum-Spalte erzeugt wird. Ein Anbieter, dessen Erlaubnis fünf Jahre läuft, ist kein dauerhafter Ort für eine dauerhafte Strategie — er ist ein zulässiger Ort für den nächsten Einsatz.
Interwetten — der beständige Mittelweg
Interwetten betreibt sein deutsches Wettgeschäft unter einer Erlaubnis seit dem 2. November 2020 mit einer Folgeerlaubnis vom 27. Dezember 2022. Der Konzessionär hinter Interwetten.de ist die Interwetten Gaming Limited mit Sitz in Tigne‘ Point, Sliema auf Malta.
Das Haus ist ein bekannter Name im deutschen Sportwettenmarkt. Auffällig ist, wie breit es aufgestellt ist — mit einem umfangreichen Sportangebot, das über den Standardfußball hinausgeht. Was im Bereich Tennis zu erwarten ist, deckt das Grundangebot ab: ein ordentliches Turnierangebot und Livewetten, beschränkt wie überall in Deutschland auf das, was erlaubt ist.
Ein Grund, hier ein Konto zu eröffnen, ist die stabile Erlaubnislage: eine lange Kette von Erlaubnissen und vier Jahre Betrieb mit dieser Konzession sind kein Qualitätsbeweis, aber sie sind ein Umstand, der für Konsistenz spricht. Ein Grund zum Zögern ist die Standard-Marge: Wer auf Turniersieger setzen will, sollte die angezeigte Quote vor dem Einsatz mit der bei anderen Whitelisten-Anbietern vergleichen, weil bei langlaufenden Märkten die Unterschiede groß sind. Für Gelegenheitsspieler, die nicht jeden Zehntelpunkt ihres Quotenschnitts verfolgen, ist das wenig entscheidend. Für den, der ein Turnier über zwei Wochen begleiten und seine Einsätze streuen will, zählt genau dieser Punkt.
ODDSET — der Anbieter mit dem staatlichen Hintergrund
Auf Oddset steht ein besonderer Konzessionär: Die ODDSET Sportwetten GmbH hat ihre Erlaubnis für Sportwetten im Internet und im stationären Vertrieb bereits mit Bescheid vom 15.12.2022 vom Regierungspräsidium Darmstadt erhalten, Aufsichtsbehörde ist die GGL mit Sitz in Halle (Saale). In der Whitelist erscheint ODDSET mit einer Erlaubnis seit dem 18. November 2020, gefolgt von einer Folgeerlaubnis am 15. Dezember 2022.
Das Doppel vom Internet- und Stationärvertrieb macht ODDSET strukturell anders als die übrigen neun. Wer einen Ort mit Beratung sucht oder sein Konto lieber in einer Filiale betreut, hat bei den anderen Marken keine Alternative dazu. Das ist ein eigener Anwendungsfall, und er ist legitim: Nicht jeder Spieler will eine App, manche wollen einen Wettschein in der Hand.
Was man dagegen nüchtern sagen muss: Der Programmschwerpunkt liegt deutlich auf Fußball und dem klassischen Wettangebot; wer ein reines Tennisspezialisten-Portal sucht, findet woanders mehr Tiefe in der Sportart, etwa zusätzliche Satz- und Handicapvarianten auf den Sandplatzwochen. Wer jedoch einen Teil seines Kontos bei einem Anbieter parken will, bei dem er es wie eine Filialbank behandeln kann, findet hier einen der wenigen Wege.
Sportingbet — der Konfigurator
Hinter Sportingbet steht die Sportingbet (Deutschland) Limited, gelistet mit einer Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020 und einer Folgeerlaubnis vom 21. Dezember 2022.
Sportingbet bietet nach eigener Beschreibung im Wettangebot einen Konfigurator+ sowie Livewetten an, und zu den Sportarten zählen unter anderem Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker. Der Konfigurator ist die interessanteste Eigenheit dieses Hauses: Wer seine Kombiwette selbst zusammenklicken und einzelne Bausteine variieren will, bekommt hier mehr Werkzeug als bei Anbietern, bei denen Kombiwetten nur aus vorgefertigten Blöcken bestehen. Ein Punkt, der für Tennisfans auf dem Papier besser aussieht als in der Praxis — wer den Konfigurator nutzt, sieht sich am Ende im Kombinationsbereich mit den erhöhten zusammengesetzten Margen wieder, unabhängig davon, wie schön das Tool ist.
Für einen Spieler, der einzelne Matches über die Runde streuen und seine Scheine selbst bauen will, ist das eine sinnvolle Ergänzung. Wer nur den Turniersieger im Auge hat, wird den Unterschied zur nächsten Marke kaum bemerken.
Tiptorro — die App
Tiptorro ist in der Whitelist mit einer Erlaubnis seit dem 30. Juni 2021 und einer Folgeerlaubnis vom 27. Dezember 2022 geführt, dahinter steht die Torro Tec Limited mit Sitz auf Malta. Die App wird im App Store von der Torro Tec Limited angeboten, die sich selbst als behördlich zugelassenen Sportwettveranstalter unter Aufsicht der GGL beschreibt.
Die Eigenart dieser Marke liegt nicht im Sportangebot, sondern im Zugang: Das Haus ist mobil geprägt, und wer sein Wettkonto hauptsächlich auf dem Telefon führt, findet hier einen Kandidaten. Wer dagegen am Rechner sitzt und die volle Turnierübersicht auf einem großen Bildschirm sehen will, wird sich bei einem der klassischen Anbieter wohler fühlen. Ein zweiter Aspekt: Die Tiptorro-App ist eine Marke mit einer relativ jungen Konzession — eine vollständige Konto-Verifizierung ist auch hier Pflicht, und vor der Verifizierung gilt 72 Stunden mit 100 €. An dem Punkt unterscheidet sich Tiptorro nicht von den anderen neun, und die Unterschiede in der App-Qualität sollten das erste Kriterium der Wahl sein.
AdmiralBet — der mit der längsten Erlaubniskette
AdmiralBet ist im Whitelist-Eintrag mit der Greentube Betting Malta Limited als Betreiberin verbunden und hat eine Sportwetten-Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020 mit Folgeerlaubnissen vom 13. Dezember 2022 und 29. Juli 2024. Das Haus hat außerdem eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele auf der Seite slots.admiralbet.de seit dem 28. September 2022 — das ist eine andere Lizenz unter anderen Regeln, und wer die Sportwette meint, meint immer den Sportwettenteil.
Die Daten legen nahe, dass AdmiralBet über die Regularisierung hinweg eine vollständige Kette von Erlaubnissen aufweist, einschließlich einer relativ jungen von 2024 — das ist kein Qualitätsbeweis, aber es ist die belegbarste Erlaubnisposition der zehn Häuser. Und das Admirals-Portal deckt den deutschsprachigen Markt breit ab. Wer gerade anfängt und einen Anbieter sucht, bei dem die Erlaubnis nicht diskutabel ist, hat hier einen Kandidaten. Wer sehr genaue Erwartungen an die Tennis-Marktabdeckung hat, sollte prüfen, welche Turniere tatsächlich angeboten werden, bevor er sich festlegt.
Winamax — der mit dem Fernsehangebot
Winamax ist in der Whitelist mit einer Erlaubnis seit dem 29. Juni 2021 und einer Folgeerlaubnis vom 8. Dezember 2022 geführt, Konzessionärin ist die WINAMAX Société anonyme.
Die Eigenheit dieses Anbieters ist das Zusatzangebot: Winamax TV überträgt Live-Streams von Spielen aus La Liga, Serie A, Ligue 1, Primeira Liga, Eredivisie und MLS, von den vier Grand-Slam-Turnieren und allen ATP- und WTA-Turnieren sowie von der NBA und der NFL im eigenen Kundenkonto. Für einen Tennisfan ist das der stärkste einzelne Vorteil auf dieser Liste, weil sich die Frage „Was passiert auf dem Außenplatz?“ in der eigenen App klärt. Bei einem einwöchigen Turnier mit Livewetten auf Sätze ist das ein direkter Mehrwert.
Zur Werbung im Fußbereich gehört eine Einordnung: Winamax wirbt mit „0 % Wettsteuer und die besten Quoten“ und verweist auf eine Odoxa-Studie über 2.967 Spiele in Fußball, Tennis und Handball vom 1. April bis 30. August 2025, nach der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf dem ersten Platz lag. Das ist ein studienbelegter Anspruch in drei Sportarten über fünf Monate, nicht eine Aussage über jeden Markt jedes Turniers. „Beste Quoten“ heißt hier: in rund jedem zweiten verglichenen Fall. Wer „die besten Quoten“ wörtlich nimmt, hat die Zahl nicht gelesen. Die eigene These bleibt trotzdem bestehen: Ein Anbieter mit einem eigenen Fernsehangebot in dieser Größenordnung hat einen realen Vorteil, der sich nicht in Quoten ausdrückt.
bet-at-home — die bekannte Marke
Für bet-at-home ist in der Whitelist die Bet-at-home.com Internet Limited als Betreiberin geführt, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 2. November 2020 und einer Folgeerlaubnis vom 22. Dezember 2022 sowie einer Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit dem 28. Dezember 2022.
Die Marke ist im deutschen Markt lange bekannt und gehört zu den Häusern mit einer der längsten Erlaubnisketten in dieser Liste. Der Tennisteil deckt das Wesentliche ab; das Haus fällt nicht durch ein Spezialangebot im Tennis auf, sondern dadurch, dass das Standardprogramm ordentlich ist. Wer einen bekannten Anbieter sucht, bei dem klassische Turnier- und Rundenwetten zuverlässig gefunden werden können, findet hier einen Kandidaten. Wer Extras sucht — ein eigenes Fernsehangebot oder ein besonders ausgebautes Liveportal — findet sie eher bei einer der anderen Marken.
DAZN Bet — der mit dem Streaming im Hintergrund
DAZN Bet ist die jüngste der zehn Erlaubnisse. Die DZBT Operations Limited mit Sitz in Zebbug auf Malta ist Veranstalterin der Sportwetten unter DAZN Bet, und die GGL verzeichnet die Sportwetten-Erlaubnis für DAZN Bet seit dem 22. August 2023. Eine Folgeerlaubnis ist in der Liste nicht vermerkt; das ist nach dem Wortlaut der Whitelist kein Mangel, sondern nur der aktuelle Stand.
Das Sportangebot dürfte von der Verbindung zum Streaming-Dienst profitieren. Wer eine Sportart nicht als Zusatz, sondern als Teil eines Medienangebots sieht, findet hier am ehesten ein integriertes Erlebnis. Für einen Tennisfan, der die Tour über das Jahr verfolgt, ist das ein Plus. Wer ein Konto vor allem für den einen Grand Slam sucht, dem genügt eine reguläre Wette — und die bekommt er hier genauso wie bei den anderen neun.
888sport — die Gruppe hinter der Marke
In der Whitelist ist für 888sport die 888 Germany Limited mit einer Erlaubnis seit dem 30. Juni 2021 und einer Folgeerlaubnis vom 15. Dezember 2022 geführt; dahinter steht die 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar, die Holdinggesellschaft der 888-Gruppe, zu der 888sport gehört. Die Aktie ist seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert. Das ist mehr Konzernstruktur als man auf einer Wettseite braucht, aber es erklärt, warum die Markt- und Quotenpflege bei diesem Anbieter einen systematischen Charakter hat.
Der Tennisteil deckt bei 888sport die großen und mittleren Turniere ab, einschließlich des Sandplatzsegments. Wer einen Anbieter sucht, dessen technische Stabilität über zwei Wochen am Grand Slam entscheidend ist, findet hier eine solide Adresse. Ein Spezialanbieter für Tennis ist es nicht. Die Entscheidung fällt also auch hier über die Frage, ob man ein möglichst robustes Portal oder ein möglichst spezialisiertes Angebot sucht.
NEO.bet — die schlanke Adresse
Für NEO.bet ist in der Liste die Greenvest Betting Limited als Betreiberin geführt, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020 und einer Folgeerlaubnis vom 22. Dezember 2022. Die Marke hat eine Erlaubnis so lange wie die größeren Häuser und läuft die längste Zeit mit.
NEO.bet fällt durch ein schlankeres Auftreten als die bekannten Portale auf. Praktisch ist das für Spieler, die keine langen Bonusbeschreibungen lesen und ihre Quote allein auf dem Wettschein sehen wollen. Wer sich an eine etablierte Marke halten und möglichts kurze Wege zum ersten Einsatz will, findet hier einen Kandidaten. Wer das breiteste Tennisangebot sucht — Turnier-Tiefe über die Sandplatzsaison und zusätzliche Satz- und Handicapvarianten — wird bei einem der größeren Häuser fündig.
Was die Anbieterwahl entscheidet
Die Tabelle im Abschnitt „Die zehn Anbieter im Vergleich“ zeigt, wie homogen die Erlaubnislage inzwischen ist. Wer sich heute in Deutschland für einen Anbieter entscheidet, entscheidet nicht zwischen erlaubt und nicht erlaubt — diese Wahl hat der Glücksstaatsvertrag mit der Whitelist übernommen. Er entscheidet zwischen Angeboten, die in dem einen Bereich passen und in einem anderen teuer sind.
Der wichtigste Punkt, den man aus den Angaben ableiten kann: Die Mindestquote und die Umsatzbedingungen sind die Stellschraube, an der ein Bonus seine Wirkung verliert. Eine „Gratiswette“ ohne Rückzahlung des Einsatzes im Gewinnfall ist keine Wette zum Nulltarif. Eine Freiwette über 10 € gewinnt bei einer Quote von 2,00 nominal 20 € — aber weil der Einsatz nicht zurückgezahlt wird, kommen davon 10 € als Netto-Wert heraus, nicht 20 €. Bei quotierten 1,50 sind es entsprechend weniger. Das ist der Standardmechanismus des Marktes, nicht ein Trick eines einzelnen Buches.
Für den Quotenjäger zählt die Marge über hunderte Wetten; für den Livefan zählt, ob der nächste Satz im Angebot ist. Beide Kriterien lassen sich aus dem eigenen Wettschein und den eigenen Auszahlungen messen.
Wer sich für einen der zehn entscheiden will, braucht kein Fachwissen. Er braucht die Offenheit, beim ersten Mal die Bedingungen zu lesen, und den Willen, die Marge als Preis zu sehen und nicht als Betrug. Alles andere ist Marketing.
Häufige Fragen
Wer gewann die French Open 2026 in Paris?
Das Herreneinzel gewann Alexander Zverev aus Deutschland im Finale gegen Flavio Cobolli aus Italien. Das Dameneinzel gewann Mirra Andrejewa gegen die Qualifikantin Maja Chwalińska. Das Turnier lief vom 24. Mai bis 7. Juni 2026. Weil es gespielt ist, gibt es dafür keine Wetten mehr.
Wie unterscheiden sich Sieg-, Satz- und Handicapwetten?
Die Siegwette tippt auf den Ausgang des ganzen Matches. Die Satzwette tippt darauf, wer einen Satz gewinnt oder wie das Satzergebnis lautet, und sie ist beim Sandplatz besonders aussagekräftig, weil Sätze dort unabhängig verlaufen. Die Handicapwette verlangt zusätzlich einen Vorsprung in Sätzen oder Spielen.
Welche Livewetten sind während eines Matches in Deutschland erlaubt?
Livewetten sind nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine ähnliche Komponente erlaubt, und nur in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Ein Satzgewinn in einem laufenden Tennis-Match lässt sich also live setzen, der nächste Punkt dagegen nicht.
Wie berechnet sich die Auszahlung aus Einsatz und Quote?
Bei einem Einsatz von 10 € und einer Quote von 2,00 kommen bei einem Erfolg 20 € zurück, also 10 € Gewinn. Die kalkulierte Marge des Buchmachers ist darin enthalten. Bei Kombiwetten werden die Quoten der einzelnen Ausgänge zu einem Gesamtpreis multipliziert, und jede zusätzliche Auswahl bringt eine weitere Marge mit ein.
Woran erkennt man auf der Whitelist eine Anbietererlaubnis für Tennis?
Auf der Whitelist steht der Anbieter mit dem Namen seines Inhabers und der zugelassenen Internetadresse. Wer dort keine Sportwetten-Erlaubnis für die Domain findet, hat für Sportwetten in Deutschland keine Erlaubnis. Die Whitelist ist nach § 9 Abs. 8 GlüStV die offizielle Liste der erlaubten Anbieter; das eigene Impressum ist es nicht.
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Inhalt erstellt vom Team «Die besten Wett Apps»
