Online auf Tischtennis wetten – welche Angebote es in Deutschland wirklich gibt

Updated Oktober 2026
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Stand: 30. Oktober 2026. Alle Angaben zur Erlaubnis wurden gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder abgeglichen.

Eine Tischtennishalle aus erhöhter Perspektive mit mehreren blauen Tischen in Reihen unter gedämpftem Hallenlicht, ohne Personen.
Tischtennis ist seit den Olympischen Spielen 1988 in Seoul olympisch; weitere große Wettbewerbe sind Weltmeisterschaften, Europameisterschaften, der World Cup und die World Tour Grand Finals.

Tischtennis ist ein schneller Sport mit einer langsamen Bürokratie. Ein Ballwechsel dauert selten länger als ein paar Sekunden, ein Satz ist in fünf Minuten vorbei, und genau daraus zieht der Sport einen Teil seiner Faszination für Wetter. Das deutsche Recht hat für diese Geschwindigkeit wenig übrig. Wer hier legal auf Tischtennis wetten will, landet bei einer Handvoll Anbieter, die eine Erlaubnis der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder besitzen, und bei einem Angebot, das enger geschnitten ist, als die Werbung auf den Startseiten vermuten lässt. Amateurspiele sind raus, Live-Wetten sind auf das Endergebnis und wenige andere Ereignisse begrenzt, und das Angebot wächst und schrumpft mit dem Spielplan der Ligen und Turniere.

Das ist keine Panne des Systems, sondern die Bedingung, unter der hier überhaupt gewettet werden darf. Wer die Bedingung kennt, entscheidet besser: zwischen einem lizenzierten Anbieter mit begrenztem Programm und klaren Schutzregeln und einem Auslandssitz ohne beides. Diese Seite geht die Wege durch, die dafür offenstehen, und sagt bei jedem, wem er taugt.

Die Rechtslage: Erlaubnis, Whitelist und der Unterschied zwischen Erlaubnis und Lizenz

Der Startpunkt jeder Frage zu Tischtennis-Wetten in Deutschland ist eine Liste. Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz in Halle (Saale) führt sie unter der Bezeichnung Whitelist, und sie ist nach § 9 Abs. 8 des Glücksspielstaatsvertrags die einzige belastbare Prüfung, ob ein Anbieter Sportwetten veranstalten oder vermitteln darf. Der Glücksspielstaatsvertrag 2021 gilt seit dem 1. Juli 2021; die Erlaubnis erteilt die GGL bundesweit nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 und § 27f Abs. 1 GlüStV, sie beaufsichtigt die Anbieter und kann Bußgelder verhängen (§ 28a).

Ein Richterhammer aus Holz liegt auf einer polierten Tischplatte, dahinter eine unscharfe Bücherwand.
Der Bundesgerichtshof legte dem EuGH am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) die Frage vor, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht.

Im Stand der Liste vom 2. Oktober 2026 stehen 30 Einträge: 27 Inhaber mit einer Sportwetten-Erlaubnis, davon zwei zusätzlich mit Pferdewetten, und drei Anbieter, die ausschließlich Pferdewetten halten. Jede dort geführte Domain endet auf .de. Das allein ist aber kein Beleg. Eine .de-Adresse kann sich jeder zulegen; entscheidend ist der Eintrag, nicht die Endung. Und weil eine erste Erlaubnis nach § 4c Abs. 1 fünf Jahre läuft, die Liste aber nur Ausgabedaten zeigt und nie ein Enddatum, sagt eine fehlende Endangabe nichts darüber aus, ob eine Erlaubnis abgelaufen ist oder nicht.

Für den Alltag heißt das: Wer die Domain eines Anbieters in der Whitelist findet, hat die Frage der Legalität geklärt. Wer sie nicht findet, hat sie für sich noch nicht beantwortet.

Was im Sportwetten-Programm stehen darf – und was nicht

Eine deutsche Erlaubnis deckt nicht alles ab, was ein Buchmacher sonst so anbietet. Nach § 21 Abs. 1 GlüStV sind Festquotenwetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon sowie auf Vorkommnisse darin erlaubt, als Einzel- oder Kombinationswette. Welche Wettarten ein Anbieter tatsächlich anbieten darf, ergibt sich aus seinem Sportwettprogramm, das die GGL genehmigt (§ 21 Abs. 5). Ein voller Wettschein auf der Startseite bedeutet also nicht automatisch ein volles genehmigtes Programm.

Ein weißer Ball liegt in Nahaufnahme auf der Netzkante einer Tischtennisplatte, daneben zwei Holzschläger mit rotem und schwarzem Belag.
Im Tischtennis endet ein Satz, wenn ein Spieler 11 Punkte erreicht und mit mindestens 2 Punkten Vorsprung führt; bei 10:10 wird verlängert, bis ein Spieler 2 Punkte Vorsprung hat.

Ausgeschlossen sind Wetten auf Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige oder Amateure beteiligt sind (§ 21 Abs. 1a). Die GGL zieht die Grenze im Fußball praktisch unterhalb der 3. Liga. Für Tischtennis ist das die wichtigste Einschränkung überhaupt, denn die große Mehrheit aller Tischtennispartien in Deutschland wird unterhalb des Profibereichs gespielt: Kreisklasse, Bezirksliga, Verbandsliga, Oberliga. Dort setzt kein lizenzierter Anbieter Quoten an, und wer dort trotzdem einen Wettschein unterschreibt, tut das nicht bei einem legalen Anbieter. Ebenfalls ausgeschlossen sind manipulationsträchtige Wetten sowie Wetten auf Regelverstöße oder deren Ahndung. Wetten auf gesellschaftliche oder politische Ereignisse sind nicht zulässig.

Ein Punkt, der erstaunlich oft übersehen wird: E-Sport. Die GGL stellt fest, dass Wetten auf E-Sport nicht möglich sind, weil E-Sport nicht als Sport anerkannt ist. In Deutschland existiert damit kein lizenziertes E-Sport-Wetten. Wer ein Angebot dafür sieht, sieht kein deutsches.

Live-Wetten: warum ein Tischtennisball kaum live zu bespielen ist

§ 21 Abs. 4 GlüStV begrenzt Live-Wetten während eines laufenden Ereignisses auf das Endergebnis und auf ein nächstes Tor, einen nächsten Satz oder eine ähnliche Komponente – und zwar nur in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Das nächste Tor im Fußball ist erlaubt, der nächste Satz im Tennis ist erlaubt. Der nächste Punkt im Tennis ist es nicht. Der nächste Korb im Basketball ist es nicht.

Tischtennis sitzt in dieser Systematik in der Klemme. Ein Satz ist das Analogon zum Tennissatz und damit grundsätzlich genehmigungsfähig; ein Punkt ist es nicht, und Punkte sind im Tischtennis das, was das Spiel taktet. Ein Live-Wetten auf Tischtennis fällt damit noch dünner aus als das ohnehin knappe Grundangebot. Wer Live-Quoten auf einzelne Ballwechsel sucht, sucht bei einem lizenzierten deutschen Anbieter vergebens. Auszahlungen erfolgen erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses.

Die Kehrseite derselben Regel: Eine Wette auf den nächsten Satz ist kein Live-Glücksspiel zweiter Klasse, sondern eine Wette auf einen abgrenzbaren, relativ wahrscheinlichen Vorgang – für viele Spieler in der Praxis die einzige Form, in der ein Livemoment beim Tischtennis überhaupt legal wird. Wer live mitspielen will, braucht vor allem Geduld: Er wartet auf den nächsten Satz, nicht auf den nächsten Ball.

Ein weiteres Limit: ein Konto, ein Name, ein Zahlungsweg

Nach § 6a GlüStV gilt ein Konto pro Anbieter, und das mit vollständiger Verifizierung. Vor Abschluss dieser Verifizierung darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden Spiel erlauben, mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen. § 6h GlüStV verbietet das parallele Spielen bei mehreren Anbietern; überwacht wird das über die Aktivitätsdatei. Dass der Bruch dieser Regel Folgen für den Nutzer hat, steht außer Frage: Die Konten liegen alle unter derselben Identität.

Zahlungen sind nach § 6b Abs. 4 GlüStV nur über ein Zahlungskonto auf den eigenen Namen bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut möglich. Anonyme Zahlungsmittel lässt das Gesetz nicht zu. Genau das hält Kryptowährungen und anonyme Prepaid-Karten aus dem lizenzierten deutschen Sportwetten heraus – nicht ein fehlendes Interesse der Anbieter, sondern eine Zulassungsgrenze.

Das Guthaben der Spielenden wird auf einem treuhänderisch geführten, insolvenzgeschützten Konto gehalten. Wird das Konto geschlossen, zahlt der Anbieter das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren aus (§ 6b Abs. 6-7). Das ist der unspektakulärste Absatz dieser Seite und vielleicht der nützlichste: Kein Rabatt, kein Bonus und keine Quote wiegt schwerer als die Frage, ob das eigene Geld im Zweifel zurückkommt.

Wenn der Anbieter keine deutsche Erlaubnis hat

Sportwetten nach Deutschland zu vermitteln ohne deutsche Erlaubnis ist unerlaubtes Glücksspiel (§ 4 Abs. 1 GlüStV). Eine Lizenz aus Curaçao, Anjouan oder Malta hat in Deutschland keine Bedeutung. Am 17. September 2026 hat die GGL Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten gewarnt und dabei einen Anbieter namentlich genannt.

Strafrechtlich steht das Organisieren unerlaubter Wetten nach § 284 StGB unter Strafe – bis zu zwei Jahre Freiheitstrafe oder Geldstrafe-, die Werbung dafür bis zu einem Jahr. Die Teilnahme ist nach § 285 StGB mit bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe belegt. Verfolgungen einzelner Spieler sind nicht belegt; daraus wird weder ein Freibrief noch ein Drama. Zur Durchsetzung greift der Gesetzgeber zu Verboten, Zahlungs- und Netzwerksperren (§ 9 GlüStV).

Zivilgerichte haben in mehreren Fällen Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung von Einsätzen verurteilt. Die Frage, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit solcher Sportwettenverträge entgegensteht, liegt seit dem 25. Juli 2024 beim Europäischen Gerichtshof (Az. I ZR 90/23); in dem Verfahren fordert ein Kläger von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus den Jahren 2013 bis 2018 zurück. Ein Generalanwalt des Gerichtshofs hat am 19. März 2026 in der Rechtssache C-530/24 (Tipico) dargelegt, dass eine Rückzahlungspflicht für verlorene Einsätze bei unlizenzierten Anbietern grundsätzlich möglich sei – mit einer Ausnahme, wo Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Zugesprochen ist nichts. Wer heute bei einem Anbieter ohne Whitelist-Eintrag einzahlt, sollte nicht mit einer Rückzahlung planen.

Die ehrliche Zusammenfassung beider Wege sieht so aus: Auslandssitz heißt keine Erlaubnis, kein Anschluss an OASIS und LUGAS, kein deutsches Rückgriffsrecht – und möglicherweise höhere Limits, weil die Schutzregeln dort nicht greifen. Whitelist heißt Rechtssicherheit und verbindlicher Spielerschutz, aber auch 1.000 € Einzahlungslimit im Standardfall, ein eingeschränktes Live-Programm, volle Verifizierung und Zahlung vom eigenen Konto.

Verantwortung: die verbindlichen Schutzregeln bei jedem lizenzierten Anbieter

Spielerschutz ist in Deutschland kein Bonus, den ein Anbieter freiwillig dazugibt, sondern eine Erlaubnisbedingung. Die Regeln gelten bei jedem lizenzierten Anbieter gleich, und wer den Unterschied zwischen zwei Anbietern sucht, findet ihn hier nicht – er liegt im Quotenniveau und im Programm. Was folgt, gilt für alle zehn Anbieter auf dieser Seite gleichermaßen.

Die Teilnahme ist ab 18 Jahren erlaubt (§ 4 Abs. 3 GlüStV). Der Standardsatz beim Einzahlungslimit beträgt 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg; durchgesetzt wird er über die LUGAS-Limitdatei. Ein Anbieter, dessen Erlaubnis es zulässt, kann für einen einzelnen Spieler ein höheres Limit setzen – bis zu 10.000 €, und zwischen 10.000 € und 30.000 € für höchstens 1 % seiner aktiven Spieler – aber nur gegen einen nachweisbaren Beleg der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Eine Selbstauskunft genügt dafür nicht. Eine Senkung des Limits wirkt sofort, eine Erhöhung erst nach sieben Tagen. Das ist die eine Stelle im System, an der eine Verzögerung den Spieler schützt.

Die bundesweite Sperrdatei heißt OASIS und wird nach §§ 8, 8a GlüStV bei der Registrierung und bei jedem Login abgefragt. Wer sich dort mit einer Frist sperrt, ist mindestens drei Monate gesperrt; ohne genannte Frist mindestens ein Jahr. Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 GlüStV sperrt das Konto sofort für 24 Stunden. Wer nach einem schlechten Abend schneller handeln will als sein Verstand, hat dafür einen Knopf.

Ausländische Anbieter sind weder an OASIS noch an LUGAS angeschlossen. Das ist – nüchtern betrachtet – der teuerste Nachteil eines Angebots ohne Whitelist-Eintrag: Die Einzahlungsgrenze, die den Monat begrenzt, und die Liste, die einen aus dem Spiel hält, existieren dort nicht.

Warum die Steuer nicht beim Spieler landet

Die Sportwettensteuer steht in §§ 16-25 des Rennwett- und Lotteriegesetzes und beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage, die der Gesetzestext als den gezahlten Einsatz abzüglich der Steuer selbst beschreibt (§§ 17, 18). Umgerechnet auf den eingezahlten Betrag sind das rund 5,03 % (5,3 geteilt durch 105,3). Schuldner ist nach § 19 der Veranstalter der Wette, nicht der Wetter. 5,3 % vom Einsatz zu schreiben, wäre schlicht falsch.

Ob und wie ein Anbieter die Steuer weitergibt, entscheidet er selbst; belastbar sagen lässt sich dazu nur, was in seinen eigenen Bedingungen steht. Und ein Detail mit Sprengkraft: Die Steuer trifft auch unerlaubte Anbieter. Eine gezahlte Steuer ist kein Beleg für eine Erlaubnis.

Bei Gewinnen privater Wetter ist die Rechtslage auf Primärebene nicht geklärt. Wer es genau wissen will, fragt einen Steuerberater; jede pauschale Aussage auf einer Wettseite wäre eine Behauptung ohne Deckung.

Werbung und Bonus: was der Staatsvertrag regelt – und was nicht

Werbung ist nach § 5 Abs. 7 GlüStV nur Inhabern einer Erlaubnis erlaubt. Die oft zitierte Sperre zwischen 06:00 und 21:00 Uhr nach § 5 Abs. 3 Satz 1 betrifft virtuelle Automatenspiele, Online-Poker und Online-Casinospiele – nicht Sportwetten. Für Sportwetten gilt anderes: keine Werbung für Wetten auf ein Ereignis unmittelbar vor oder während seiner Live-Übertragung im selben Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlern oder Funktionären, keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz (§ 5 Abs. 3, Abs. 6).

Und der Satz, der die Erwartung an jede Bonus-Werbung zurechtrückt: Der Glücksspielstaatsvertrag enthält keine Klausel, die einen Sportwetten-Bonus setzt oder begrenzt. Höhe, Umsatzbedingungen und Mindestquoten stammen ausschließlich aus den Bedingungen des jeweiligen Anbieters. Wer also nach einer gesetzlichen Obergrenze für „100 %“ sucht, sucht an der falschen Stelle.

Die Downloads, die niemand anbietet

Manchmal ist die klarste Auskunft die über das, was es nicht gibt. Für Sportwetten existiert in Deutschland kein gesetzlicher Einsatzdeckel pro Wette – anders als bei anderen Glücksspielformen. Ein Limit auf einzelne Wetten setzt jeder Anbieter über seine eigenen Bedingungen. Cash-out ist gesetzlich nicht geregelt; die GGL hat dazu keine Regelung getroffen. Wer Cash-out auf dieser Seite als Funktion eines Anbieters liest, liest ihn als das, was er ist: ein Hausprodukt.

Prognose und Strategie: wie aus Beobachtung eine Einschätzung wird

Eine Tischtennis-Prognose ist keine Vorhersage im Wortsinn. Sie ist eine Einschätzung, die auf Beobachtung beruht, und sie kann sich als falsch erweisen – wie jede andere Einschätzung auch. Wer das nicht akzeptiert, hat vor dem ersten Wettschein schon verloren, weil er dann Größen wie Form oder direkte Duelle für Beweise hält.

Was in eine Einschätzung einfließt: die aktuelle Form eines Spielers, direkte Duelle, die Tagesform, der Verlauf einzelner Sätze. Dazu die Struktur des Sports, die mehr über ein Spiel verrät als jedes Ranking.

Elf Punkte, zwei Sätze Vorsprung, und warum das jedes Handicap verschiebt

Ein Satz endet, wenn ein Spieler 11 Punkte erreicht und mit mindestens 2 Punkten Vorsprung führt. Bei 10:10 wird verlängert, bis ein Spieler zwei Punkte Vorsprung hat. Ein Spiel bestreiten die Aktiven im Punktspielbetrieb im Modus Best of five, also mit drei Gewinnsätzen; bei großen Turnieren im Modus Best of seven, mit vier Gewinnsätzen.

Diese Regeln sind der Grund, warum Satz- und Handicapwetten im Tischtennis etwas anderes messen als in Sportarten mit Zeitlimit. Ein Satz ist kurz, und die Zwei-Punkte-Regel macht den Ausgang am Satzende sprunghaft: Bei 10:9 ist nicht ein Punkt zu gewinnen, sondern es müssen zwei Punkte Vorsprung entstehen. Ein Spieler, der über ein 3:0 dominiert, und ein Spieler, der 3:2 gewinnt, stehen im Endergebnis gleich da und im Satzhaushalt weit auseinander. Wer auf Sätze wettet, wettet auf einen anderen Gegenstand als der, der auf Sieg wettet, und die Quoten spiegeln das – manchmal sichtbar, manchmal nicht.

Dazu kommt der Rhythmus. Der Aufschlag wechselt nach jeweils zwei Punkten, bei 10:10 nach jedem Punkt. Im letzten Satz werden die Seiten gewechselt, sobald ein Spieler 5 Punkte erreicht hat. Der Aufschlag ist im Tischtennis die stärkste Waffe, die ein Spieler kontrolliert; wer nach zwei Punkten servieren muss, verliert diese Waffe schneller wieder, als es den Anschein hat. Für einen Satzausgang ist das relevant: Es gibt keine lange Serie, in der ein guter Aufschläger sein Spiel durchziehen könnte.

Und dann ist da noch die Geschichte, die die Quoten nicht mehr kennen. Bis 2001 wurde bis 21 Punkte gespielt, mit Aufschlagwechsel nach 5 Punkten. Ein Statistiktool, das Partien aus dieser Zeit mitsummiert, vergleicht Aufschläge über unterschiedlich lange Segmente hinweg. Auffällig viele davon liegen deutlich länger zurück, als Wetter vermuten. Die kurze Satzdistanz ist auch der Grund, warum Außenseiter im Tischtennis häufiger einen Satz gewinnen, als es die Siegquote nahelegt – und warum Satzwetten so verlockend und so gefährlich sind.

Was eine Value-Wette von einem Bauchgefühl trennt

Der Unterschied ist ein Vergleich. Ein Bauchgefühl liegt vor, wenn eine Quote gefühlt zu hoch ist. Eine Value-Wette liegt vor, wenn die eigene Wahrscheinlichkeitseinschätzung höher ist als die Wahrscheinlichkeit, die in der Quote steckt – und wenn diese Einschätzung begründet werden kann. Ohne diese Begründung ist es immer ein Bauchgefühl, egal wie viele Tabellen man vorher gelesen hat.

Praktisch genügt eine kurze Rechnung. Angenommen, ein Spieler hält einen Satzsieg für 60 % wahrscheinlich und findet eine Quote von 1,90 (nur als Beispiel), so ergibt sich ein Erwartungswert von 60 % × 0,90 = 0,54 und 40 % × (−1) = −0,40, zusammen +0,14 pro eingesetztem Euro. Bei einer Quote von 1,60 kippt dieselbe Einschätzung: 0,60 × 0,60 = 0,36 gegen 0,40, also −0,04. Die Einschätzung muss schon sehr gut sein, um gegen die Buchmachermarge zu bestehen.

Genau da liegt die Grenze jeder Strategie in dieser Sportart. Ein Buchmacher baut in jede Quote eine Marge ein, und über viele Wetten hinweg verliert der Wetter den Betrag dieser Marge, wenn er keine systematisch bessere Einschätzung hat als der Markt. Kein System hebt das auf, und kein Tipp auf dieser Seite tut so, als gäbe es das.

Wo die Tipps an ihre Grenze kommen

Ein Tipp ist eine Momentaufnahme. Die Aufstellung ändert sich, eine Verletzung kommt dazwischen, ein Spieler ist am Tag der Partie nicht in Form – und die Einschätzung, die noch am Vorabend galt, gilt nicht mehr. Für Tischtennis kommt hinzu, dass verlässliche öffentliche Daten zu Spielern unterhalb des Spitzenbereichs dünn sind. Wer auf Basis von zwei Videoaufnahmen und einer Tabelle auf eine Value-Wette schließt, schließt auf sehr wenig.

Das ist kein Argument gegen Prognosen, sondern eines für ihre Grenze. Ein Wetter, der seine Einschätzung mit der Frage verbindet, wie der Markt sie bepreist, und der nicht in jeder Einschätzung eine Gewissheit sieht, hat genau das getan, was hier möglich ist. Ein Wetter, der nach festen Tipps sucht, sucht nach dem, was es nicht gibt.

Sport und Turniere: wann überhaupt Quoten verfügbar sind

Verfügbarkeit ist im Tischtennis keine Selbstverständlichkeit. Sie folgt dem Spielplan, und der Spielplan folgt einer Saison, nicht einem Abend. Ein Buchmacher kann nur dann Quoten anbieten, wenn ein Ereignis genehmigungsfähig ist und an einem Ort stattfindet, an dem überwiegend keine Amateure und keine Minderjährigen am Tisch stehen. Die GGL zieht diese Grenze praktisch unterhalb der 3. Liga des Fußballs. Für Tischtennis bedeutet das: relevant sind die obersten Ligen und der internationale Bereich, nicht die Kreisklasse.

Der Weltverband heißt ITTF (International Table Tennis Federation) und wurde 1926 in Berlin gegründet. Olympisch ist Tischtennis seit den Olympischen Spielen 1988 in Seoul. Weitere große Wettbewerbe sind Weltmeisterschaften, Europameisterschaften, der World Cup und die World Tour Grand Finals. Diese Namen sind für Wetter deshalb so wichtig, weil sie den Kalender strukturieren: In den Wochen um eine Weltmeisterschaft oder ein Olympia-Turnier entsteht mehr Wettangebot als in einer ruhigen Woche der Bundesliga-Saison.

Der Ball, der Tisch, die Physik – wofür sie im Wettschein stehen

Zwei Details aus dem Regelwerk, die über Sätze und Handicaps entscheiden. Der Ball hat aktuell einen Durchmesser von 40 mm und wiegt 2,7 g. Seit dem 1. Januar 2018 werden nur noch Kunststoffbälle produziert, nachdem die ITTF den Plastikball 2014 beschlossen hatte. Der Wechsel vom Zelluloid- zum Kunststoffball hat das Spiel verändert; wer alte Partien mit neuen vergleicht, vergleicht zwei verschiedene Bälle.

Die Platte ist 2,74 m lang und 1,525 m breit und liegt 76 cm über dem Boden, das Netz ist 15,25 cm hoch. Diese Maße sind kein Klassenzimmerwissen: Sie bestimmen, wie kurz ein Ball gesetzt werden kann und wie stark ein Topspin im Verhältnis zur Tischhöhe noch steigt. Für Wetten heißt das vor allem, dass Tischtennis ein Sport mit sehr hoher Präzisionsanforderung ist – und Präzision produziert Ausschläge nach oben und unten.

Wie das Angebot je Sportart aufgeteilt ist

Ein Anbieter mit breitem Programm kann Tischtennis nicht als eine Rubrik unter vielen anlegen, wenn im Sport selbst nur wenige Wettbewerbe erlaubt sind. Deshalb sieht das Angebot eines Anbieters an einem normalen Mittwochabend dünn aus und an einem WM-Finale voll. Wer regelmässig auf Tischtennis setzen will, sollte die Turnierkalender kennen, bevor er sich für einen Anbieter entscheidet, und die Zeit rund um Olympia, Weltmeisterschaften und World Cup als die produktiven Wochen einplanen.

Der Vergleich: zehn lizenzierte Anbieter und was sie unterscheidet

Die folgende Übersicht listet die zehn Anbieter, auf die diese Seite ihre Beurteilung stützt. Alle zehn führen eine Sportwetten-Erlaubnis auf der Whitelist der GGL im Stand vom 2. Oktober 2026. Welche Position ein Anbieter in dieser Übersicht einnimmt, sagt nichts über die Qualität seines Tischtennis-Angebots; die Reihenfolge folgt der Gliederung dieser Seite, nicht einer Bewertung.

Einordnung: Inhaber, Domain und erster Eintrag

Anbieter Whitelist-Status und Inhaber der Erlaubnis Sportwetten-Erlaubnis seit
Interwetten Sportwetten-Erlaubnis für Interwetten.de; Inhaberin Interwetten Gaming Limited 02.11.2020, Folgeerlaubnis 27.12.2022
VBet Sportwetten-Erlaubnis für Vbet.de; Inhaberin SCGO Limited 05.12.2023
bet365 Sportwetten-Erlaubnis für Bet365.de; Inhaberin Hillside (Europe) ENC 09.10.2020, Folgeerlaubnis 27.12.2022
Tipwin Sportwetten-Erlaubnis für Tipwin.de; Inhaberin Tipwin Limited 09.10.2020, Folgeerlaubnisse 27.12.2022 und 09.01.2024
Betway Sportwetten-Erlaubnis für Betway.de; Inhaberin Betway Limited 09.03.2021, Folgeerlaubnis 23.12.2022
MERKUR BETS Sportwetten-Erlaubnis für MERKUR BETS; Inhaberin Merkur Bets Malta Limited 06.11.2023
Tipico Sportwetten-Erlaubnis für Tipico.de; Inhaberin Tipico Co. Limited 09.10.2020, Folgeerlaubnis 09.12.2022
AdmiralBet Sportwetten-Erlaubnis für Admiralbet.de; Inhaberin Greentube Betting Malta Limited 09.10.2020, Folgeerlaubnisse 13.12.2022 und 29.07.2024
NEO.bet Sportwetten-Erlaubnis für NEO.bet; Inhaberin Greenvest Betting Limited 09.10.2020, Folgeerlaubnis 22.12.2022
LeoVegas Sportwetten-Erlaubnis für Leovegas.de; Inhaberin LVSports Limited 21.10.2024

Diese Tabelle verrät weniger über die Anbieter als über den Markt. Vier der zehn haben ihre erste Sportwetten-Erlaubnis am 9. Oktober 2020 erhalten – dem Tag, an dem das Erlaubnisregime in Deutschland nach dem neuen Staatsvertrag praktisch anlief. Wer in dieser Woche einen Antrag gestellt hatte, ist heute auf der Liste; wer zögerte, kam später oder gar nicht. Die Anbieter mit einem ersten Eintrag von 2023 und 2024 sind die Nachzügler, und ihre Aufnahme zeigt, dass der Markt noch offen ist. Wer die Tabelle als Rangliste liest, liest sie falsch: Ein früher Eintrag ist kein Qualitätsmerkmal, sondern eine Verwaltungstat.

Zwei Spalten, die in dieser Übersicht fehlen, fehlen mit Absicht. Eine Spalte für Tischtennis-spezifische Marktbreite würde bei den meisten Anbietern leer bleiben, weil sie nirgends dokumentiert ist; und ein leerer Eintrag sagt weniger als keine Spalte. Eine Spalte für Boni wäre schnell gefüllt und schnell veraltet – Bonusbedingungen ändern sich, und die verbindliche Fassung steht immer nur in den Bedingungen des jeweiligen Anbieters.

Die Anbieter im Einzelnen

Alle zehn sind lizenziert. Damit ist die Legalitätsfrage für sie beantwortet und die eigentliche Arbeit beginnt: Wer hat ein Tischtennis-Programm, wer nur ein Programm mit Fußball und Tennis, und wem nützt welche Rolle? Wo eine Registrierung der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder einen Sportwetten-Betrieb belegt, steht das hier als Tatsache; wo ein Anbieter sich zu Tischtennis oder zu einer Funktion positioniert hat, steht es als seine eigene Aussage, mit seinem eigenen Wortlaut.

Interwetten: der Anbieter mit dem ältesten Eintrag im Feld

Die Whitelist der GGL führt für Interwetten.de die Interwetten Gaming Limited mit Sitz in Tigne‘ Point, Sliema, Malta. Die Sportwetten-Erlaubnis datiert auf den 2. November 2020, eine Folgeerlaubnis auf den 27. Dezember 2022. Der Inhaber betreibt unter derselben Marke auch Casino- und Pokerangebote; diese Lizenzen haben mit dem Sportwetten-Angebot nichts zu tun und stehen unter anderen Regeln.

Interwetten gehört zu den frühesten der zehn Starter. Wer eine Wette auf einen Samstagabend legt, merkt das nicht, aber wer den Markt beobachtet, sieht es an der Struktur: Der Anbieter hat sein Sportwettenprogramm über mehrere Erlaubniszyklen hinweg gepflegt statt es neu aufzubauen. Ein Inhaber mit maltesischem Sitz in einem deutschen Erlaubnisrahmen ist im Übrigen nichts Ungewöhnliches; entscheidend ist nicht der Sitz des Unternehmens, sondern der Eintrag für die Domain, und der ist da.

Für Tischtennis heißt das vor allem: ein reguläres Angebot innerhalb des genehmigten Sportwettprogramms, keine Extras, die eine andere Ausrichtung vermuten lassen. Wer bei Interwetten Tischtennis suchen will, findet es dort, wo der Spielplan es hergibt – nicht als eigener Schwerpunkt.

Verdikt: Der Anbieter ist die verlässliche Basis, wenn es vor allem darum geht, dass die Formalien stimmen und das Programm breit genug ist, um auch in einer ruhigen Tischtennis-Woche etwas zu finden. Wer Extras sucht, ist hier falsch.

VBet: die jüngste Sportwetten-Erlaubnis unter den frühen Zehn

In der Whitelist steht für Vbet.de die SCGO Limited, Luxe Pavilion, 2nd Level, Diamonds International Building, Portomaso, STJ 4010, St. Julian’s, Malta. Die Sportwetten-Erlaubnis ist seit dem 5. Dezember 2023 verzeichnet.

VBet ist der Spätstarter unter den Anbietern, die heute trotzdem zum festen Feld gehören. Dass die Erlaubnis erst Ende 2023 erteilt wurde, heißt nicht, dass die Marke jung wäre – es heißt, dass ihr deutscher Sportwettenbetrieb in diesem Rahmen erst seitdem läuft. Für den Spieler enthält das eine Information, die nichts mit der Quote zu tun hat: Der Anbieter hat alle Vorgaben aus § 6a bis § 6c GlüStV von Anfang an in einem schon erlassenen Regelwerk umsetzen müssen, nicht in einem, das noch geschrieben wurde.

Ein zweiter Punkt betrifft die Nahtstelle, die die meisten Spieler erst merken, wenn es schiefgeht: die Kreise des Erlaubnisinhabers sind nicht die Kreise der Marke. Wer eine Wette abschliesst, tut das mit der SCGO Limited, einem maltesischen Unternehmen, das im deutschen Erlaubnisrahmen tätig ist. Das ist rechtlich sauber – und der Grund, warum der Anschluss an OASIS und LUGAS entscheidend ist und nicht der Firmensitz.

Verdikt: Der Weg für Wetter, die ein vollständig konformes Buch führen wollen und die jüngere Erlaubnis als Zeichen eines sauberen Starts lesen. Wer aus einer Schweizer oder österreichischen Gewohnheit heraus ein bestimmtes Bonusmodell erwartet, wird sich freilich umstellen müssen.

bet365: die breite Maschine mit Feinarbeit an der Version

Die Whitelist führt Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta als Inhaberin für Bet365.de. Die Sportwetten-Erlaubnis datiert auf den 9. Oktober 2020, eine Folgeerlaubnis auf den 27. Dezember 2022.

bet365 ist das Haus mit dem offensichtlichsten Sprung zwischen dem, was die Marke weltweit zeigt, und dem, was in Deutschland erlaubt ist. Das ist kein Makel, sondern der Beweis, dass die Erlaubnis wirkt. Alles, was hier läuft, läuft im genehmigten Sportwettprogramm; alles darüber hinaus ist nicht Teil des deutschen Angebots.

Was die Marke trotzdem mitbringt, sitzt in den Details: Ein Anbieter dieser Größe hat Erfahrung darin, wie ein Wettschein aufgebaut sein muss, damit ein Kombinationswetten-Denken nicht an der Nutzeroberfläche scheitert. Das klingt nach Kleinigkeit und ist der teuerste Unterschied im Alltag – eine Wette, die man nicht schnell genug findet, wird nicht platziert.

Verdikt: Wer ein Haus für den Alltag braucht, in dem das Setzen selbst nicht zum Hindernis wird, ist hier gut aufgehoben, wenn er sich mit dem genehmigten Programm abfindet. Wer die maximale Marktbreite sucht, sucht sie anderswo – und findet sie im genehmigten Rahmen nirgends.

Tipwin: der Liga-Partner mit dem lokalen Gedächtnis

Für Tipwin.de führt die Whitelist die Tipwin Limited, erste Sportwetten-Erlaubnis am 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnisse am 27. Dezember 2022 und am 9. Januar 2024. Eine Branchen-Partnerschaft des Hauses ist urkundlich: Tipwin ist Premium Partner des Deutschen Basketball Bundes, die Partnerschaft wurde bis zum 31. Dezember 2026 verlängert und läuft damit mindestens drei weitere Jahre.

Das ist ein Bild vom Anbieter, das über sein Sportwettenprogramm hinausweist und es doch erklärt. Ein Buchmacher, der sich an einen Verband bindet, verkauft nicht nur Quoten, sondern Nähe zum Sport – und Nähe zum Sport ist das, was einen Wetter eher in die Verbandsliga oder in die Halle bringt. Ob daraus ein besseres Tischtennis-Angebot folgt, ist eine andere Frage, aber es folgt eine Haltung: Der Anbieter inszeniert sich nicht als globaler Quotenserver, sondern als deutscher Partner.

Für Tischtennis ist diese Ausrichtung eine Wette auf die Breite, nicht auf die Tiefe. Wer ein Spezialprogramm für eine olympische Zweitsportart erwartet, wird enttäuscht sein; wer einen Anbieter will, der die deutschen Sportarten ernst nimmt, findet ihn hier.

Verdikt: Der richtige Weg für Wetter, die ihre Wetten rund um einheimische Wettbewerbe legen und die Verbindung des Anbieters zur Sportlandschaft als Wert sehen. Wer Quotenvergleiche über viele Sportarten hinweg betreibt, findet bei Tipwin keine Antwort auf diese Frage.

Betway: Cash-out, ein Wettkonfigurator und die Frage, wie viel davon in Deutschland ankommt

In der Whitelist ist für Betway.de die Betway Limited geführt, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 9. März 2021 und einer Folgeerlaubnis vom 23. Dezember 2022. Aus der Entwicklerbeschreibung der App geht hervor, dass sich der Betway-Cash-Out unter „Meine Wetten“ über ein grünes Symbol findet; der Wert der Wette wird angezeigt, und der Betrag kann vollständig oder zu einem Teil ausgezahlt werden. Ein Wettkonfigurator für Fußballspiele, der Auswahlen aus verschiedenen Partien kombiniert, gehört ebenfalls zur App-Beschreibung.

Cash-out ist in Deutschland nicht gesetzlich geregelt und wird hier deshalb als das beschrieben, was es ist: eine Funktion des Anbieters, keine Verbraucherregel. Der Unterschied zwischen „meine Wette lässt sich auszahlen“ und „meine Wette ist etwas wert“ ist in diesem Kontext der ganze Punkt. Was der Cash-out-Wert einer Wette widerspiegelt, ist keine Prognose des Endergebnisses, sondern das, was der Markt zum Zeitpunkt des Auszahlungsangebots noch für die Wette zu zahlen bereit ist – der Anbieter baut dabei seine Marge ein, sonst wäre die Funktion ein Geschenk.

Wer Cash-out nutzt, tauscht den vollen Gewinn im Erfolgsfall gegen einen sicheren, aber kleineren Betrag. Bei einem Sport mit kurzen Sätzen und Zwei-Punkte-Regel ist das keine Randfrage, denn der Auszahlungswert kann in Sekunden kippen.

Verdikt: Das Haus für Spieler, die ihre Wette nicht fest bis zum Endergebnis halten wollen – und für die Trainingseffekt zählt, nicht nur die Summe der Treffer. Wer Cash-out als Werkzeug der Risikosteuerung begreift statt als Auszahlungsautomat, holt hier am meisten heraus.

MERKUR BETS: die Einzelhandelsmarke im Lizenzteilnehmerfeld

Die Merkur Bets Malta Limited, Level 3, St Julians Business Centre, Triq Elija Zammit, STJ 3155, St. Julian’s, Malta, betreibt MERKUR BETS. Die Whitelist führt die Domain mit Sportwetten-Erlaubnis seit dem 6. November 2023.

MERKUR BETS bringt das Erbe einer Marke mit, die aus der Spielothekennlandschaft kommt. Für Sportwetten hat das eine praktische Konsequenz: Das Publikum, das die Marke anzieht, ist eines, das beim Wetten eher die bekannte Umgebung als exotische Märkte sucht. Für Tischtennis heißt das – wie bei allen Anbietern dieser Seite – reguläres Angebot im genehmigten Rahmen, und alles andere wäre eine Erwartung, die niemand einlösen kann.

Wichtiger als das Erbe ist für Wetter die Trennung der Erlaubnisse. Ein Sportwetten-Permit deckt kein Casinoangebot ab, und ein Casino-Permit deckt kein Sportwettenangebot ab. Wer auf der Suche nach hohen Quoten auf ein Automatenspiel stösst, hat nicht Sportwetten gefunden, sondern etwas anderes.

Verdikt: Der Weg für Wetter, die eine bekannte Marke einer langen Liste von Neulingen vorziehen und die Legalität als erstes Kriterium setzen. Wer ein exotisches Sportwettenprogramm sucht, wird hier keines finden.

Tipico: das breite Programm in einer deutschen Sprache

Für Tipico.de führt die Whitelist die Tipico Co. Limited, erste Sportwetten-Erlaubnis am 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnis am 9. Dezember 2022. In der Entwicklerbeschreibung der Tipico Sportwetten App stehen „Tipico Cashout“ als Kontrolle über den Wettschein sowie Live-Wetten während eines Fußballspiels.

Zwei Dinge an diesem Eintrag sind bemerkenswert. Erstens: Tipico ist eine der Marken, die im Umfeld der Frage nach Rückzahlungen bei Altanbietern überhaupt auftaucht. Der im Abschnitt zur Rechtslage beschriebene Fall beim Bundesgerichtshof, der zum EuGH gegangen ist, betrifft Tipico und Verluste aus den Jahren 2013 bis 2018. Das ist keine Bewertung dieses aktuellen Angebots – die Domain ist heute auf der Whitelist geführt –, aber es ist der Grund, warum die Frage nach der Marke und die Frage nach ihrer Erlaubnis nicht dasselbe sind. Zwei verschiedene Zeiträume liegen dazwischen.

Zweitens: Der Anbieter beschreibt seine Live-Wetten im Zusammenhang mit Fußball, nicht mit Tischtennis. Das ist kein Widerspruch zur Erlaubnis, sondern eine Selbstbeschreibung. Was Tipico an Tischtennis anbietet, richtet sich nach seinem genehmigten Sportwettprogramm und dem Turnier- und Ligakalender, den es bespielt. Wer sich für den Live-Bereich interessiert, kennt die Grenze ohnehin: Nur der nächste Satz oder das Endergebnis kommen in Frage.

Verdikt: Der Anbieter für Wetter, die ein Haus mit deutschsprachiger Oberfläche, deutscher Bewerbung und bekannter Wettscheinlogik suchen. Und der richtige Platz für all jene, die sich den Kontext ihres Anbieters ansehen, bevor sie einen Betrag einzahlen.

AdmiralBet: der Inhaber mit der grossen Erlaubnisakte

Die Whitelist führt für Admiralbet.de die Greentube Betting Malta Limited mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020 sowie Folgeerlaubnissen vom 13. Dezember 2022 und vom 29. Juli 2024. Für virtuelle Automatenspiele auf einer separaten Casino-Domain besteht eine Erlaubnis seit dem 28. September 2022.

AdmiralBet hat damit unter den zehn Anbietern die umfangreichste Erlaubnisakte. Wichtig ist, was daraus folgt und was nicht. Aus der Sportwetten-Erlaubnis folgt kein Anspruch auf ein besonders breites Tischtennisprogramm; aus der Casino-Erlaubnis folgt kein Automatenspiel im Sportwetten-Wettschein. Bei diesem Anbieter zeigt sich stattdessen das, was die Whitelist insgesamt zeigt: Sie zählt Erlaubnisse, keine Empfehlungen.

Für einen Wetter mit Interesse an beiden Produkten ist das eine nützliche Struktur – eine Anlaufstelle, zwei getrennte Erlaubnisse, zwei getrennte Regelwerke. Für einen reinen Tischtennis-Wetter ist es schlicht eine Information.

Verdikt: Der Anbieter für Spieler, die Wert auf eine dokumentierte, mehrfach erneuerte Erlaubniskette legen und nicht in jedem Jahr einen Anbieterwechsel wollen. Der Preis dafür ist ein Programm, das sich nicht ständig neu erfindet.

NEO.bet: der schlanke Eintrag im Feld

Für NEO.bet ist die Greenvest Betting Limited als Betreiberin geführt, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020 und einer Folgeerlaubnis vom 22. Dezember 2022.

NEO.bet steht für den Teil des Marktes, der ohne schwere Markenhistorie antritt und dessen Wertversprechen sich im Sportwettenprogramm entscheidet, nicht in der Markengeschichte. Ein Wetter, der zu diesem Anbieter kommt, sucht weniger ein Erlebnis als ein Angebot. Diese Nüchternheit hat einen Vorteil, der leicht übersehen wird: Wo nicht mit Extras um Aufmerksamkeit geworben wird, entscheidet sich der Wettentscheid stärker über die Quote selbst.

Ob NEO.bet Tischtennis prominent ins Angebot stellt, ist aus seiner Whitelist-Position nicht abzuleiten. Mit der Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020 gehört der Anbieter immerhin zu den Häusern, die von Anfang an im deutschen Erlaubnisrahmen arbeiten.

Verdikt: Der Anbieter für Spieler, die von einer einfachen Struktur profitieren und ihr Urteil ausschliesslich aus dem Angebot und der Quote ziehen wollen. Wer das Wettangebot als Unterhaltung sucht, ist hier eher an der falschen Adresse.

LeoVegas: der jüngste Doppel-Eintrag, sauber getrennt

Die Whitelist führt für Leovegas.de die LVSports Limited mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 21. Oktober 2024 und einer Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit dem 27. Februar 2023. Zwei Erlaubnisse, zwei Daten, zwei Produkte.

Bei kaum einem anderen Anbieter trennt die Whitelist die beiden Welten so deutlich. LeoVegas ist im deutschen Markt zuerst über virtuelle Automatenspiele aufgetreten und hat die Sportwetten-Erlaubnis erst im Herbst 2024 erhalten. Für einen Tischtennis-Wetter ist die entscheidende Information damit eindeutig: Das Sportwettenangebot ist der jüngere Teil des Hauses, und es ist derselbe, den der Erlaubnisrahmen vorschreibt – genehmigtes Programm, Endergebnis statt Ball, keine anonymen Zahlungen.

Wer bei LeoVegas ein Casino-Konto eröffnet und von dort aus auf Sportwetten wechselt, sollte wissen, welcher Erlaubnis er jeweils gegenübersitzt. Abgeschirmt ist nur, was unter dem Sportwetten-Permit läuft.

Verdikt: Der Anbieter für Wetter, die eine etablierte Casino-Marke mit einem sauber getrennten Sportwettenbetrieb suchen. Wer das jüngste Sportwettenprogramm im Feld als Risiko liest, liest richtig – und sollte prüfen, ob Tischtennis dort schon stabil angeboten wird.

Was die Marge über eine Quote verrät

Jede Quote auf einem Wettschein enthält zwei Dinge: eine Einschätzung und einen Aufschlag. Der Aufschlag ist der Anteil, den der Buchmacher am Umsatz für sich behält, und er lässt sich aus den Quoten eines Marktes zurückrechnen. Ein durchgerechnetes Beispiel mit zwei Quoten von je 1,90 – illustrativ, nicht als Preis eines bestimmten Anbieters – zeigt, wie stark er die Auszahlung drückt.

Bei einem Zwei-Weg-Markt mit diesen beiden Quoten zahlt der Markt über beide Ausgänge hinweg 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90) aus, also rund 95 % des Einsatzes. Der Rest, etwa 5 %, ist der Quotenschlüssel-Gegenspieler: die Marge. Diese Zahl gilt für DIESEN Markt mit DIESEN Quoten und lässt sich nicht auf einen anderen Markt oder eine andere Sportart übertragen.

Was daraus folgt, ist nicht dramatisch, aber hartnäckig. Über wenige Wetten ist eine Marge nicht mehr als eine Rundung; über hunderte wird daraus ein Betrag, der in einem Verhältnis zum gesamten Umsatz steht. Wer ein Angebot beurteilt, beurteilt immer auch diesen Satz. Ein Anbieter mit breitem Programm und bequemer Oberfläche, dessen Zwei-Weg-Markt dauerhaft schlechter bepreist ist als der eines Wettbewerbers, kostet über ein Jahr mehr als jeder Willkommensbonus einbringt. Wer Tischtennis nur gelegentlich spielt, wird das nie bemerken; wer es regelmässig tut, merkt es am Saldo.

Die Marge des einen Marktes ist im Übrigen nicht die Marge des anderen. Ein Zwei-Weg-Markt und ein Markt mit drei Ausgängen haben unterschiedliche Zahlen; ein Handicap-Markt ist wieder anders bepreist. Wer einen Vergleich anstellt, sollte ihn innerhalb eines Marktes desselben Ereignisses anstellen und nicht die Zahl einer Sportart auf eine andere übertragen. Und der Quotenschlüssel selbst hängt nicht von der Liga ab, sondern von dem, was der Anbieter in diesem Markt für vertretbar hält.

Häufig gestellte Fragen

Dürfen lizenzierte deutsche Anbieter überhaupt Tischtennis bewerben, und wie prüfe ich das?

Ja – Tischtennis gehört zum genehmigten Sportwettprogramm eines lizenzierten Anbieters, solange die Partie keine Amateurveranstaltung und kein Ereignis für Minderjährige ist. Prüfen lässt sich das nur an einer Stelle: in der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder. Der Eintrag für die Domain des Anbieters entscheidet, nicht die Marke und nicht die Werbung.

Welche Tischtennis-Partien darf ich in Deutschland nicht bewerben?

Wetten auf Ereignisse, an denen überwiegend Amateure oder Minderjährige beteiligt sind, sind nach § 21 Abs. 1a GlüStV ausgeschlossen, und die GGL zieht die Grenze im Fußball praktisch unterhalb der 3. Liga. Für Tischtennis trifft das die Masse: Kreis-, Bezirks- und Verbandsklassen sind praktisch nicht bepreisbar. Angebote darauf kommen von Anbietern ohne Whitelist-Eintrag.

Wie viele Gewinnsätze braucht ein Spieler, und was heißt das für Satzwetten?

Im Punktspielbetrieb wird Best of five gespielt, also mit drei Gewinnsätzen; bei grossen Turnieren Best of seven, mit vier Gewinnsätzen. Ein Satz endet bei 11 Punkten und mindestens zwei Punkten Vorsprung, bei 10:10 wird verlängert. Satz- und Handicapwetten messen daher etwas anderes als eine Siegwette: den Satzhaushalt statt des Endergebnisses.

Welche Live-Wetten sind während eines Tischtennisspiels erlaubt?

Nach § 21 Abs. 4 GlüStV sind während eines laufenden Ereignisses nur Wetten auf das Endergebnis sowie auf ein nächstes Tor, einen nächsten Satz oder eine ähnliche, seltene Komponente zulässig. Beim Tischtennis ist das im Kern der nächste Satz, nicht der nächste Punkt. Punkte- und Ballwechsel-Wetten sind Live nicht erlaubt; Auszahlungen erfolgen erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses.

Wie berechne ich die Auszahlung, und was macht die Sportwettensteuer?

Die Auszahlung ist Einsatz mal Quote; der Reingewinn ist Einsatz mal (Quote minus 1). Bei 20 € auf eine Quote von 1,90 kommen im Gewinnfall 38 € zurück, davon 18 € Gewinn. Die Sportwettensteuer von 5,3 % bezieht sich nach §§ 17, 18 RennwLottG auf den gezahlten Einsatz abzüglich der Steuer selbst – rund 5,03 % des eingezahlten Betrags – und schuldet sie der Veranstalter, nicht der Wetter.

Wie entsteht eine Tischtennis-Prognose, und was unterscheidet eine Value-Wette vom Bauchgefühl?

Eine Prognose stützt sich auf Form, direkte Duelle, Tagesform und Satzverlauf und bleibt eine Einschätzung, nie eine Gewissheit. Eine Value-Wette entsteht, wenn die eigene, begründete Wahrscheinlichkeitseinschätzung über der Wahrscheinlichkeit liegt, die in der Quote steckt. Ohne diese Begründung ist es ein Bauchgefühl, egal wie viele Zahlen vorher gelesen wurden.

Inhalt erstellt vom Team «Die besten Wett Apps»