Sportwetten-App für Android: zehn Wege zur legalen Wette in Deutschland

Updated Oktober 2026
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Eine Sportwetten-App ist kein eigener Anbieter. Sie ist die mobile Oberfläche eines Veranstalters, und alles, was für den Veranstalter gilt, gilt in der App unverändert weiter: die Erlaubnis, die Quote, das Einzahlungslimit, die Sperrdatei. Wer auf dem Android-Gerät eine Wette platziert, sitzt rechtlich am selben Schreibtisch wie am Laptop.

Ein Smartphone mit dunklem Display liegt auf einem Holztisch neben einer Tasse Kaffee, im Hintergrund ein unscharfes Fenster.
Die MERKUR-BETS-App für Android und iOS ist kostenlos und nennt „über 70 Sportarten und mehr als 250.000 Vorab- und Live-Wettmöglichkeiten“.

Daraus folgt der wichtigste Satz dieser Seite: Die Auswahl einer App ist keine Frage der Optik, sondern der Papiere. Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder führt in ihrer Whitelist, welche Veranstalter Sportwetten im Internet anbieten dürfen. In der Momentaufnahme vom 2. Oktober 2026 stehen dort 30 Einträge: 27 Erlaubnisinhaber mit Sportwetten-Erlaubnis, zwei davon zusätzlich für Pferdewetten, und drei Anbieter ausschließlich für Pferdewetten. Jeder dieser Einträge betrifft eine bestimmte Domain, nicht eine Marke an sich.

Stand: 30. Oktober 2026, abgeglichen mit der Whitelist und den Erlaubnisübersichten der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder.

Wer zehn Apps nebeneinanderlegt, findet zehn Wege zum selben Ziel. Sie unterscheiden sich darin, wie viel Schutz sie einem Spieler abverlangen, wie viel Bequemlichkeit sie dafür liefern und welcher Preis in der Quote steckt. Genau diese Wege schauen wir uns an.

Warum eine Wett-App in Deutschland nur mit Erlaubnis betrieben werden darf

Die rechtliche Grundlage ist der Glücksspielstaatsvertrag 2021, in Kraft seit dem 1. Juli 2021. Er überträgt der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz in Halle (Saale) die Aufsicht über das bundesweite Glücksspiel, die Erteilung der Erlaubnis zum Veranstalten und Vermitteln von Sportwetten im Internet nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 in Verbindung mit § 27f Abs. 1 GlüStV, und die Befugnis, Anordnungen zu treffen und Bußgelder zu verhängen. Für die Steuer ist die Behörde nicht zuständig; die liegt beim Finanzamt.

Ein aufgeschlagenes Notizbuch mit handschriftlichen Skizzen und ein Bleistift liegen auf einer Fensterbank im Tageslicht.
Die ODDSET Sportwetten GmbH ist nach eigener Angabe seit 1. Januar 2020 Veranstalterin der ODDSET Sportwette.

Wer eine App anbietet, ohne im Besitz der Erlaubnis zu sein, handelt nach § 4 Abs. 1 GlüStV unerlaubt. Das ist keine Formalie. Am 17. September 2026 warnte die Behörde Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich davor, an illegalen Angeboten teilzunehmen, und nannte Platincasino als Beispiel. Der Hinweis richtet sich an die Spielenden, nicht an die Veranstalter — und das ist die aufschlussreichere Botschaft.

Die Whitelist ist die einzige belastbare Prüfung

Die Behörde veröffentlicht nach § 9 Abs. 8 GlüStV eine Übersicht der erlaubten Anbieter. Sie ist die einzige Stelle, an der sich nachprüfen lässt, ob eine Betreiberfirma tatsächlich über eine deutsche Erlaubnis verfügt. Ein Impressum behauptet, eine Whitelist belegt. Der Unterschied ist der ganze Punkt.

Ein Vorhängeschloss hängt an einem Metalltor, dahinter ein unscharfer Fußballplatz in der Dämmerung.
Die Whitelist der GGL führt für bet365 die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026).

Drei Dinge an dieser Liste werden regelmäßig missverstanden.

Erstens: Aufgeführt ist der Inhaber der Erlaubnis, nicht der Name, unter dem die App im Store steht. Als Anbieter von bet365 führt die Whitelist die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex, Malta. Der App-Store kennt einen anderen Namen, nämlich Hillside Technology Limited als Entwickler der App „bet365 – Sportwetten“. Beides kann richtig sein; wer prüfen will, prüft die Whitelist.

Zweitens: Alle dort verzeichneten Domains sind .de-Domains. Eine .de-Endung ist aber kein Nachweis, weil jeder sie registrieren kann. Umgekehrt steht die Erlaubnis immer nur für die eingetragene Domain. Wer eine Domain findet, die nicht in der Liste steht, hat keinen Anbieter mit Erlaubnis gefunden, sondern einen ohne.

Drittens: Die Whitelist nennt Erteilungsdaten. Eine Erlaubnis gilt nach § 4c Abs. 1 fünf Jahre. Ein Enddatum führt die Liste nicht, und eine App, deren Erlaubnis gerade erteilt wurde, ist deshalb nicht besser als eine, die seit Jahren läuft.

Was in einer erlaubten App erlaubt ist — und was nicht

Der erlaubte Inhalt einer Wett-App ist enger, als die Werbung vermuten lässt. Zulässig sind nach § 21 Abs. 1 GlüStV Festquotenwetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon sowie auf Vorfälle darin, als Einzelwette oder als Kombiwette. Und nur die Wettarten, die die Behörde im Sportwettprogramm nach § 21 Abs. 5 zugelassen hat.

Livewetten regelt § 21 Abs. 4, und die Regel ist deutlich strenger als das Angebot auf den ersten Blick nahelegt. Während eines laufenden Ereignisses sind Wetten nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine ähnliche Komponente in Sportarten zulässig, in denen solche Ereignisse selten sind. Das nächste Tor im Fußball geht, der nächste Satz im Tennis geht, der nächste Punkt im Tennis nicht, der nächste Korb im Basketball nicht. Wer in der App ein Liveprogramm durchscrollt, sieht diese Grenze nicht — sie steckt im Reglement.

Ausgeschlossen sind Veranstaltungen, an denen überwiegend Minderjährige oder Amateure teilnehmen; nach der Praxis der Behörde zählt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurbereich. Ebenso ausgeschlossen sind manipulationsanfällige Wetten, Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung und Wetten auf gesellschaftliche oder politische Ereignisse. E-Sport erkennt die Behörde nicht als Sport an; lizenzierte E-Sport-Wetten gibt es in Deutschland nicht. Zu virtuellen Sportarten ist die Rechtslage nicht geklärt, dazu steht hier nichts.

Gewinne werden erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt. Ein gesetzliches Höchstlimit pro einzelner Wette kennt das Sportwettenrecht nicht — eine Grenze, die man in der App findet, ist eine Grenze des Anbieters.

Der Fall Tipico: ein Verfahren, kein Versprechen

Seit Jahren liegt eine zivilrechtliche Frage bei den Gerichten, und sie berührt jede App, jede Wette und jeden Wettschein. Der Bundesgerichtshof hat dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 unter dem Aktenzeichen I ZR 90/23 die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht. Der Kläger verlangt von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück.

Am 19. März 2026 hat Generalanwalt Nicholas Emiliou in der Rechtssache C-530/24 in seinen Schlussanträgen die Auffassung vertreten, dass eine Verpflichtung unlizenzierter Sportwettenanbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze grundsätzlich möglich sei. Eine Ausnahme sieht er dort, wo Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen — eine Konstellation, die den deutschen Markt der Jahre 2013 bis 2018 beschreibt.

Was heißt das für den Leser einer App-Beschreibung? Zivilgerichte haben in mehreren Fällen Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung von Einsätzen verurteilt. Ein Anspruch ist damit nicht versprochen. Niemand sollte eine Wette auf die Annahme stützen, sie sei im Nachhinein rückabwickelbar. Und kein Anbieter sollte sich darauf verlassen, dass die Frage dauerhaft offenbleibt.

Spielerschutz in der App: Limits, Sperren und Auszeiten

Der Abschnitt ist der trockenste auf dieser Seite und der wichtigste. Denn die Regelungen, die den Unterschied zwischen einem lizenzierten Anbieter und einem ohne Erlaubnis ausmachen, sind fast alle Spielerschutzregeln — und sie funktionieren in der App genau wie im Browser.

Mindestalter, ein Konto, kürzeste Frist

Teilnehmen darf nur, wer 18 Jahre alt ist (§ 4 Abs. 3). Pro Anbieter ist ein einziges Konto erlaubt, und es muss vollständig verifiziert sein (§ 6a). Vor abgeschlossener Verifizierung darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden Spiel erlauben, in dieser Zeit gilt ein Einzahlungslimit von 100 € und Auszahlungen sind nicht möglich. Das ist die schmale Lücke, in der Wetten noch vor der Identitätsprüfung möglich sind; viel ist es nicht.

1.000 € im Monat, gestützt auf LUGAS

Nach § 6c Abs. 1 GlüStV gilt standardmäßig ein Einzahlungslimit von 1.000 € pro Kalendermonat — und zwaranbieterübergreifend, durchgesetzt über die LUGAS-Limitdatei. Wer bei fünf Anbietern einzahlt, füllt nicht fünf Töpfe, sondern einen.

Eine höhere Grenze kann ein Anbieter nur setzen, wenn seine Erlaubnis das zulässt und der Spieler seine wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachweisbar belegt: bis 10.000 € für einzelne Spieler, zwischen 10.000 € und 30.000 € für höchstens 1 % der aktiven Spieler. Eine Selbstauskunft genügt dafür nicht. Nach unten wirkt eine Änderung sofort, nach oben erst nach sieben Tagen — eine Wartezeit, die man in der App nicht umgeht.

Parallelspiel ist nach § 6h GlüStV über die Aktivitätsdatei untersagt. Wer versucht, dasselbe Spiel gleichzeitig in zwei Apps zu verfolgen, hat den Regelverstoß nicht bemerkt, aber begangen.

OASIS, Panikbutton und die eigene Sperre

OASIS ist das bundesweite Spielersperrsystem nach §§ 8, 8a GlüStV. Der Abgleich erfolgt bei der Registrierung und bei jedem Login. Eine Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Spieler eine Frist nennt; nennt er keine, mindestens ein Jahr. Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 löst sofort eine 24-stündige Blockade aus.

Warum diese drei Instrumente in einem App-Vergleich stehen, hat einen praktischen Grund. Offshore-Angebote hängen weder an OASIS noch an LUGAS. Wer dort spielt, ist nicht gesperrt, wenn er sich hätte sperren lassen, und sein Monatslimit reist nicht mit. Der Schutz endet nicht am Konto, sondern an der Grenze des Erlaubnisregimes.

Zahlungen nur vom eigenen Konto

Nach § 6b Abs. 4 GlüStV dürfen Einsätze ausschließlich von einem Zahlungskonto im eigenen Namen bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut geleistet werden. Anonyme Zahlungsmittel sind unzulässig. Dieses Regelwerk ist der Mechanismus, der Krypto und anonyme Prepaid-Karten aus dem lizenzierten deutschen Markt heraushält — nicht die AGB eines Anbieters, sondern das Gesetz.

Zwei weitere Punkte in derselben Vorschrift wiegen für den Alltag schwerer. Spielerguthaben liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto. Und bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt (§ 6b Abs. 6 und 7). Der zweite Satz ist der, den man erst merkt, wenn man ihn braucht.

Steuer: 5,3 % — aber nicht auf Ihren Einsatz

Die Sportwettensteuer steht in §§ 16 bis 25 RennwLottG. Der Steuersatz beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz, vermindert um die Steuer selbst“ (§§ 17, 18), was rund 5,03 % des eingezahlten Betrags entspricht. Schuldner ist nach § 19 der Veranstalter der Wette, nicht der Wettende.

Wer die App eines Anbieters öffnet, sieht diese Steuer nirgends ausgewiesen. Manche Anbieter geben an, sie trügen sie selbst, andere rechnen sie in die Quote ein — ob und wie, steht nur in den Bedingungen des jeweiligen Anbieters und wird hier für keinen genannt. Die Steuer von 5,3 % wird auf den Einsatz abzüglich der Steuer berechnet, was etwa 5,03 % des eingezahlten Betrags entspricht.

Ein Punkt, der in keiner Werbung steht: Die Steuer fällt auch bei unerlaubten Anbietern an. Eine gezahlte Wettsteuer ist kein Nachweis einer Erlaubnis.

Bonus und Wettguthaben: was von einem Willkommensangebot übrig bleibt

Willkommensangebote sind der Teil der App-Werbung, der am wenigsten über die App sagt. Sie sagen etwas über das Marketingbudget. Die Prüfpunkte sind immer dieselben drei, und keiner davon steht auf dem Werbebanner.

Der GlüStV setzt oder begrenzt einen Sportwettenbonus nicht. Beträge, Umsatzbedingungen und Mindestquoten stammen ausschließlich aus den eigenen Bedingungen des Veranstalters. Wer die Angebote zweier Anbieter vergleicht, vergleicht deshalb keinen Unterschied des Rechts, sondern einen Unterschied des Marketings.

Ein Angebot, das mit „risikofrei“ beworben wird, ist genau genommen eine Erstattung, und sehr oft in Form einer Gratiswette. Der Einsatz einer Gratiswette wird bei einem Gewinn in aller Regel nicht mit ausgezahlt — man bekommt den Gewinn ohne Einsatz zurück. Eine beworbene „100 %“-Erhöhung der Einzahlung sagt außerdem nichts über den Umsatz, der daran hängt. Ob eine Wette risikofrei war, entscheidet nicht der Werbetext, sondern die Frage, ob der Einsatz zurückkommt.

Wichtig für den Vergleich auf dieser Seite: Für die zehn Anbieter dieses Vergleichs sind Bonusumfänge, Umsatzfaktoren, Mindestquoten und Fristen nicht mit belastbaren Zahlen belegt. Sie stehen deshalb hier nirgends — und die folgende Tabelle führt die Spalte gar nicht, weil eine Spalte voller Striche nichts erklären würde. Wer ein Angebot prüfen will, liest die Bedingungen im Anbieterkonto oder im Fußbereich der Anbieterseite, bevor er einzahlt, nicht danach.

Touchscreen, Store und Berechtigungen: die Technik hinter der Wette

Bedienung auf dem Touchscreen

Eine Wette auf dem Telefon entsteht in vier Bewegungen: filtern, antippen, Einsatz setzen, bestätigen. Der Unterschied zwischen einer guten und einer mittelmäßigen App liegt selten in der Optik, sondern darin, was nach dem Abtippen passiert. Das Hindernis ist fast nie das Tippen, sondern das Warten: Ein Filterwechsel, der zwei Sekunden Ladezeit kostet, wird bei einem Tor zum Ärgernis.

Der Touchscreen bringt Fehlerquellen, die es am Schreibtisch nicht gibt. Zwei Märkte, die nah beieinander stehen, werden zum Wettschein addiert, obwohl nur einer gewollt war. Das Umschalten zwischen Einzel- und Kombiwette liegt in vielen Apps im Bereich des Daumens. Wer im Zug oder mit Handschuhen wegen eines falschen Tipps doppelt setzt, hat das in Sekunden getan.

Ein englischer Wettanbieter stellte in den vergangenen Jahren seine Apps zunehmend auf ausgelieferte Listen statt auf durchsuchbare Filter um. Für kurze Besuche hilft das. Wer nach einer Nische sucht, wird jedes Mal von vorn anfangen.

Installation aus dem Store des Geräts

Der Weg auf ein Android-Gerät führt über Google Play, sonst nichts. Dass ein Anbieter eine Installationsdatei zum Herunterladen von seiner eigenen Seite anbietet, ist kein Service, sondern ein Risiko auf zwei Ebenen. Die erste ist technisch: Eine Installationsdatei von einer fremden Seite umgeht jede Kontrolle des Stores, und das ist das Einfallstor für Schadsoftware. Die zweite ist rechtlich: Die Domain, von der die Datei kommt, muss nicht die Domain sein, für die eine Erlaubnis in der Whitelist steht. Eine Anwendung mit dem richtigen Logo ist kein Nachweis.

Zum Laden selbst nur ein Satz, der häufiger falsch gesagt wird als alles andere in diesem Abschnitt: Eine App ist kostenlos, aber ihr Herunterladen schaltet keine Erlaubnis frei. Ob das Angebot legal ist, entscheidet die Whitelist, und die ist eine Liste von Domains, keine Liste von Apps.

Berechtigungen und Funktionen

Alle hier genannten Anwendungen liefern Livewetten und Cash-out. Wie viele Sportarten und Wettmöglichkeiten in der Praxis unter dem Display liegen, hängt viel mehr vom Anbieter ab als vom Betriebssystem.

Einen Hinweis darauf, was ein Anbieter selbst meint, geben die Store-Beschreibungen, und dort steht für jede App ein anderer Schwerpunkt. Bei Tipico ist es „Tipico Cashout“ als Kontrolle über den Wettschein und Live-Wetten auch während des Fußballspiels. Bei bwin sind es Cashout manuell und automatisch, Live-Streams, Live-Statistiken, Kombi-Boost und Quoten-Boost. Bei Betano sind es ein Bet Builder, Cash Out und Live-Streaming unter anderem von LaLiga, FA Cup, den Tennis-Grand-Slams, der NBA, der EuroLeague und der NFL. Bei MERKUR BETS sind es „über 70 Sportarten und mehr als 250.000 Vorab- und Live-Wettmöglichkeiten“, und in derselben App steckt MERKUR SLOTS.

Betanos Live-Streaming steht verifizierten Kunden ab einem bestimmten Mindestguthaben offen. Das ist die Art Funktion, die gerne als „inklusive“ auftaucht und beim ersten Login plötzlich Bedingungen hat.

Der Cashout muss außerdem richtig verstanden werden — er ist eine Funktion des Anbieters und keine Regel des Gesetzes. Eine gesetzliche oder behördliche Vorschrift zum Cashout habe ich nicht gefunden, und deshalb steht er hier immer als Angebot eines Anbieters und nie als dessen Pflicht. Die Details hängen am Haus: Bei MERKUR BETS ist der Cashout nach Abgabe der Wette jederzeit über den gelben Cashout-Button unter „Meine Wetten“ nutzbar, ausgezahlt wird der Betrag allerdings erst, wenn alle Spiele des Wettscheins beendet und abgerechnet sind.

Zur Beruhigung: Die Gleichzeitigkeit. Ein Anbieter, der seine App ausschließlich für iOS anbietet, ist für Android ohnehin kein Kandidat — Winamax liefert seine App ausdrücklich für beide Systeme. Wer ein Android-Gerät liest und über einen Anbieter stolpert, der in der Store-Beschreibung vom iPhone spricht, dem hilft dessen Android-Version nicht weiter, egal wie gut die Bewertungen sind.

Zehn Apps mit deutscher Erlaubnis im direkten Vergleich

Die Whitelist ist der Anfang der Prüfung, nicht ihr Ergebnis. Sie sagt, ob ein Anbieter Wetten veranstalten darf. Ob die App auf dem eigenen Telefon liegt und im Livebetrieb standhält, sagt sie nicht.

Eine Zahl über allen: die Marge in der Quote

Bevor die Tabelle kommt, steht hier das Einzige, was bei jedem Vergleich über alle Funktionen hinweg zählt: der Preis. Einen Quotenschlüssel mag die Behörde nicht, und einen Zwang zu einer Mindestquote gibt es auch im GlüStV nicht — nur was den Bonus angeht, und dort haben wir gelesen, dass es keine gesetzliche Grenze gibt. Der Marktpreis einer Wette aber steht in der Quote selbst, und wer zehn Apps nebeneinanderlegt, sollte ihn kennen.

Eine Wettquote bezahlt im Gewinnfall den Einsatz mal der Quote. Bei einer Einzelwette ist das eine Zeile auf dem Wettschein, bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Quoten der einzelnen Tipps zu einem einzigen Preis. Ein Tipp zu 2,10 mit 10 € Einsatz bringt 21 € brutto, davon 11 € Gewinn. Addiert man die Kehrwerte aller Quoten eines Marktes, ergibt der Kehrwert der Summe den Quotenschlüssel; die Differenz zu 100 % ist die Marge. Bei Quoten von 1,90 und 2,00 auf zwei Ausgänge wären das 52,63 % plus 50 % — ein Schlüssel von 97,56 % und eine Marge von 2,44 %. Jede App rechnet mit ihrer eigenen Marge, und sie steckt in jedem einzelnen Tipp, nicht nur im Vergleichssieg.

Was die Tabelle zeigt — und was nicht

Die folgende Übersicht ordnet die zehn Anbieter nach ihrer Whitelist-Position. Sie ist bewusst schmal: Was nicht belastbar ist, steht nicht darin.

Marke Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber Sportwetten-Erlaubnis seit
Tipico Sportwetten-Erlaubnis für Tipico, Inhaber Tipico Co. Limited 09.10.2020, Folgeerlaubnis 09.12.2022
NEO.bet Sportwetten-Erlaubnis für NEO.bet, Inhaber Greenvest Betting Limited 09.10.2020, Folgeerlaubnis 22.12.2022
Bet3000 Sportwetten-Erlaubnis für Bet3000, Inhaber I.B.C. Sportsbetting Limited 22.04.2026
Tiptorro Sportwetten-Erlaubnis für Tiptorro, Inhaber Torro Tec Limited 30.06.2021, Folgeerlaubnis 27.12.2022
Winamax Sportwetten-Erlaubnis für Winamax, Inhaber WINAMAX (Société anonyme) 29.06.2021, Folgeerlaubnis 08.12.2022
bwin Sportwetten-Erlaubnis für bwin, Inhaber bwin (Deutschland) Limited 09.10.2020, Folgeerlaubnis 23.12.2022
DAZN Bet Sportwetten-Erlaubnis für DAZN Bet, Inhaber DZBT Operations Limited 22.08.2023
MERKUR BETS Sportwetten-Erlaubnis für MERKUR BETS, Inhaber Merkur Bets Malta Limited 06.11.2023
Sportingbet Sportwetten-Erlaubnis für Sportingbet, Inhaber Sportingbet (Deutschland) Limited 09.10.2020, Folgeerlaubnis 21.12.2022
Betway Sportwetten-Erlaubnis für Betway, Inhaber Betway Limited 09.03.2021, Folgeerlaubnis 23.12.2022

Was in dieser Tabelle fehlt, sagt mehr als manche Spalte, die in anderen Vergleichen steht. Bonusbeträge stehen nicht darin, weil Umsatzbedingungen und Fristen in den Bedingungen stehen und nicht in einer Zeile. Quoten stehen nicht darin, weil sich der Vergleich auf eine Momentaufnahme stützt und eine Momentaufnahme einer Quote kein Wettentscheid ist. Und ein Download-Zähler steht nicht darin, weil er von der Zahl der Installationen abhängt und nichts über die Wette sagt.

Ein Hinweis zum Datum: Die Whitelist führt für jede Domain ein Erteilungsdatum, aber kein Ablaufdatum. Das jüngste Datum in der Liste, der 22. April 2026 für Bet3000.de, bedeutet deshalb nicht, dass dieser Anbieter besonders neu im Markt wäre, sondern nur, dass seine Erlaubnis zuletzt erteilt wurde. Die Domain kann davor unter einer anderen Struktur gestanden haben. Wer die Liste als Rangliste liest, liest sie falsch.

Die zehn Anbieter im Einzelnen

Tipico: der Platzhirsch mit dem unruhigen Rücken

Die Whitelist führt für Tipico.de die Tipico Co. Limited als Inhaber der Sportwetten-Erlaubnis, erteilt am 9. Oktober 2020, mit Folgeerlaubnis vom 9. Dezember 2022. Wer nach einer App mit deutscher Erlaubnis sucht, landet zuerst hier, und das ist kein Zufall.

Als Funktionen listet der App-Eintrag „Tipico Cashout“ als Kontrolle über den Wettschein und Live-Wetten auch während des Fußballspiels. Mehr steht dort nicht, und mehr behauptet diese Seite auch nicht.

Der Name Tipico steht zugleich im Zentrum des Verfahrens, das aus dem Bundesgerichtshof zum Europäischen Gerichtshof gewandert ist und um Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 in Höhe von mehr als 3.700 € kreist. Das betrifft nicht die heutige Erlaubnis und sagt nichts über einen Rückzahlungsanspruch deutscher Wettender von heute. Es zeigt trotzdem, dass die Rechtsgeschichte des Marktes länger ist als die Erlaubnis eines einzelnen Anbieters.

Wer bei Tipico landet, landet meist nicht wegen des Angebots, sondern wegen des Namens und weil die Erlaubnis seit Herbst 2020 festgeschrieben ist. Das ist ein legitimer Grund.

NEO.bet: deutscher Lizenzhinweis im Store

Für NEO.bet steht die Greenvest Betting Limited in der Whitelist, Erlaubnis vom 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnis vom 22. Dezember 2022. Die App selbst beschreibt sich im Store als lizenzierter Sportwettenanbieter mit deutscher Lizenz und nennt ebenfalls die Greenvest Betting Limited.

Zu den Funktionen zählen laut Entwicklerangaben Live-Quoten und Live-Wetten sowie Cashout und Teil-Cashout. Das Teil-Cash-out ist in der Praxis der interessantere Eintrag: Es erlaubt, nur einen Teil des Wettscheins aufzulösen und den Rest laufen zu lassen, und wer das beherrscht, hat mehr Werkzeuge als mit einem Alles-oder-nichts-Knopf.

Das Ungleichgewicht zwischen Anspruch und Profil ist hier das Auffällige: NEO.bet ist nicht der Platzhirsch, sondern ein Anbieter, der die Lizenzfrage im Store selbst beantwortet. Wer sich über jeden Store-Eintrag ärgert, der mit einem deutschen Siegel wirbt, ohne den Inhaber zu nennen, kann hier gegenprobieren.

Bet3000: die jüngste Erlaubnis im Feld

Für Bet3000 führt die Whitelist die I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Lyons Range Court, Flat Nr. 1, Triq Bisazza, SLM 1640, Sliema, Malta, mit Erstdatum 22. April 2026.

Diese Marke ist die einzige hier, deren Sportwetten-Erlaubnis nicht aus dem Jahr 2020, 2021, 2022 oder 2023 stammt. Das macht sie nicht besser und nicht schlechter, aber es macht sie anders: Bei einem Erteilungsdatum von April 2026 hat noch keine fünfjährige Laufzeit begonnen, geschweige denn eine Folgeerlaubnis stattgefunden. Wer vor allem auf eine frische Erlaubnis achtet, findet hier den einzigen solchen Eintrag.

Der Name Bet3000 ist vielen aus den Pferdewetten und dem älteren Wettgeschäft bekannt. Für die Sportwette gilt, was für alle gilt: Die Erlaubnis betrifft die Domain Bet3000.de.

Tiptorro: der Anbieter, der sich selbst einordnet

Bei Tiptorro steht die Torro Tec Limited aus Malta in der Whitelist, Erlaubnis vom 30. Juni 2021, Folgeerlaubnis vom 27. Dezember 2022. Die App wird im Store von derselben Torro Tec Limited angeboten, die sich als behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder beschreibt.

Der Anbieter und der Erlaubnisinhaber sind hier identisch benannt, und das ist in einem Store voller Namen, die auf beiden Seiten auseinandergehen, die Ausnahme. Ein Leser, der eine App prüfen möchte, hat damit einen Aufhänger: Er findet denselben Namen.

Als eigenständiges Profil nach Funktionen tritt Tiptorro kaum auf. Wer bei der Wahl zwischen einer schönen Oberfläche und einer auffindbaren Verantwortlichkeit schwankt, bekommt hier die zweite.

Winamax: die App, die ausdrücklich beide Systeme bedient

Für Winamax steht die WINAMAX (Société anonyme) in der Whitelist, Erlaubnis vom 29. Juni 2021, Folgeerlaubnis vom 8. Dezember 2022.

In einem Vergleich der Android-Apps ist Winamax der Anbieter, der die Frage der Plattform überflüssig macht: Die App steht für iOS im Apple-App-Store und für Android bei Google Play zur Verfügung. Das ist der einzige Anbieter in diesem Feld, für den sich der Satz mit beiden Systemen so ausdrücklich belegen lässt.

Man darf das nicht geringer machen, als es ist, und man sollte es auch nicht größer machen. Es sagt nichts über Sportarten, Quoten oder Geschwindigkeit. Es sagt etwas über den einfachsten Punkt einer App-Wahl, den man in einem Vergleich am leichtesten übersieht: die Existenz.

bwin: das bunteste Funktionspaket

Für bwin führt die Whitelist die bwin (Deutschland) Limited mit Erlaubnis vom 9. Oktober 2020 und Folgeerlaubnis vom 23. Dezember 2022. Die App wird als „bwin – Sportwetten App“ von der bwin.party entertainment Limited angeboten — erlaubnisführend und im Store benannt sind zwei verschiedene Gesellschaften, was bei Konzernstrukturen normal ist, hier aber der Punkt ist, an dem sich die Prüfung lohnt.

Die Entwicklerbeschreibung nennt vier Dinge, die in dieser Breite kein zweiter Eintrag dieses Feldes zusammenbringt: Cashout manuell und automatisch, Live-Streams, Live-Statistiken sowie Kombi-Boost und Quoten-Boost. Wer viel Live schaut und mehrere Tipps auf einem Wettschein unterbringt, findet hier das breiteste einzelne Funktionsangebot — samt der Verlockung, mit dem Kombi-Boost mehr auf einen Schein zu laden, als man überblickt.

Die Kehrseite des breiten Angebots ist eine Verantwortung, die beim Nutzer liegt. Automatischer Cashout klingt nach Sicherheit und ist eine Regel, die man einstellen muss.

DAZN Bet: Sportwetten aus der Streaming-DNA

Für DAZN Bet steht die DZBT Operations Limited in der Whitelist, Erlaubnis vom 22. August 2023. Das ist nach MERKUR BETS die jüngste Eintragung des Feldes — und die erste, die aus dem Umfeld eines Sportstreaming-Dienstes kommt.

Die App für das iPhone bietet Live-Wetten und Cash Out direkt im Wettschein; im Store ist IBID Malta Limited als Entwickler und die DZBT Operations Limited als Betreiber für den deutschen Markt genannt. Diese Trennung ist sauber dokumentiert, und wer den Betreiber für den deutschen Markt sucht, findet ihn im selben Eintrag.

Ein Wort zur Android-Frage, weil dieser Vergleich ihr gilt: Hier sagen die herangezogenen Angaben nichts über eine Android-Fassung. Üblich ist bei Anbietern dieser Größenordnung eine Anwendung für beide Systeme, und ein kurzer Blick in den Android-Store klärt es in einer Minute. Wer ohnehin über ein iPhone nachdenkt, ist mit der genannten iOS-App bedient.

MERKUR BETS: das größte Sortiment im Feld

Für MERKUR BETS steht die Merkur Bets Malta Limited in der Whitelist, Erlaubnis vom 6. November 2023. Die App für Android bei Google Play und für iOS im App-Store ist kostenlos und nennt „über 70 Sportarten und mehr als 250.000 Vorab- und Live-Wettmöglichkeiten“. In derselben App steckt MERKUR SLOTS.

Diese Zahl ist die größte, die in diesem Vergleich für irgendeinen Anbieter auftaucht, und die zweite Hälfte des Satzes ist die wichtigere. Ein Slotbereich in einer Sportwetten-App ist kein Zubehör. Er ist ein zweites Produkt mit ganz anderen Regeln, ganz anderer Auszahlungsquote und einem ganz anderen Suchtpotenzial, und er ist eine eigene Erlaubnis mit eigenen Auflagen — von Sport nicht gedeckt. Wer die App für Fußball installiert, sollte den Schalter kennen, der ihn woandershin bringt.

Der Cashout ist hier nach Abgabe der Wette jederzeit über den gelben Cashout-Button unter „Meine Wetten“ nutzbar. Ausgezahlt wird der Betrag erst, wenn alle Spiele des Wettscheins beendet und abgerechnet sind — die Funktion lässt sich also jederzeit anstoßen, aber sie beschleunigt die Auszahlung nicht.

Sportingbet: zwei Erlaubnisse, ein Impressum

Im Impressum der Sportingbet (Deutschland) Ltd steht die behördliche Erlaubnis zum Veranstalten von Sportwetten vom 21.12.2022 und die Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele vom 15.11.2022; Aufsichtsbehörde ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder. Die Whitelist führt für Sportingbet.de die Sportingbet (Deutschland) Limited mit Erstdatum 9. Oktober 2020 und Folgeerlaubnis vom 21. Dezember 2022.

Hier sind beide Erlaubnisse ausdrücklich getrennt aufgeführt, und das ist der lehrreiche Teil dieses Eintrags. Die virtuelle Automatenspiele-Erlaubnis sagt über das Sportwettenangebot nichts, und die Sportwetten-Erlaubnis gilt für die eingetragene Domain. Wer die beiden zusammenwirft, bekommt ein Bild, das in keiner Liste steht.

Das Erstdatum vom Oktober 2020 mit einer Folgeerlaubnis aus dem Jahresende 2022 stellt Sportingbet in die Reihe der Anbieter, deren Erlaubnis schon einmal erneuert wurde — der praktische Hinweis darauf, dass die Fünfjahresfrist nach § 4c Abs. 1 tatsächlich läuft.

Betway: der Lizenzhinweis im Store

Für Betway.de steht die Betway Limited in der Whitelist, Erlaubnis vom 9. März 2021, Folgeerlaubnis vom 23. Dezember 2022. Die App „Betway Sports Live Sportwetten“ nennt im Store als Anbieter die Digital Outsource International Limited aus London und verweist auf eine „Deutsche Lizenz (Whitelist)“; angeboten werden Livewetten und Livestreams.

Anbieter im Store und Inhaber in der Liste sind also nicht identisch — dasselbe Muster wie bei bwin und bet365, und inzwischen die Regel. Der Verweis auf eine Whitelist in einer Store-Beschreibung ist keine Überprüfung, sondern nur ein Zeigefinger in eine Richtung; nachsehen muss der Leser selbst.

Betway ist seit März 2021 dabei. Wer bis in die Anfänge der deutschen Internet-Wettlizenzierung zurückblickt, findet hier einen der Anbieter, die dabei waren.

Welche App zu welchem Spieler passt

Über den zehn Anbietern liegt ein Regime, das den Spielraum überall gleich eng zieht. Die 1.000 € im Monat und die Sperrdatei sind keine Eigenheiten der App eines Anbieters, sondern die Regeln einer gemeinsamen Erlaubnis. Kein Anbieter entkommt ihnen, und keiner ist deshalb besser als ein anderer.

Innerhalb dieses Rahmens darf man sich aber fragen, was man bei jedem Anbieter bekommt.

Wer zwei Anbieter ausprobiert, um Quoten zu vergleichen, ist bei den beiden Großanbietern des Feldes mit der breitesten Oberfläche gut aufgehoben: Tipico, seit 2020 mit stabiler Erlaubnis und einem Wettschein mit Cashout, und bwin mit dem breitesten einzelnen Funktionsangebot inklusive automatischem Cashout, Livestreams und Quoten-Boost. Beide sind auch die Kandidaten, die dem Gesetz am häufigsten auf den Fersen sind.

Wer sein Konto lieber sofort nachvollziehbar haben möchte, findet bei Sportingbet beide Erlaubnisse transparent getrennt im Impressum, bei Tiptorro denselben Namen auf beiden Seiten der Prüfung und bei Betway einen Store-Eintrag, der wenigstens auf die Whitelist zeigt. Der Eintrag selbst bleibt trotzdem eine Behauptung.

Bei Winamax und MERKUR BETS entscheidet eine andere Frage: der Umfang der App. Die eine bietet ihre App ausdrücklich für Android und iOS an. Die andere hält das größte Sportarten- und Wettangebot des Vergleichs bereit, inklusive Slotbereich, und das ist bei manchen Nutzern der unmittelbare Grund, eine andere App zu wählen.

Und dann ist da die Grenze, die man in keinem Store-Screenshot sieht. Jeder Anbieter dieses Feldes ist auf die 1.000-€-Standardgrenze und die LUGAS-Limitdatei verpflichtet, sofern er die Erlaubnis nicht für eine Ausnahme nutzt, und jede Selbstsperre in OASIS bindet alle zehn Anbieter gleichzeitig. Wer über den zehnten Anbieter nachdenkt, hat über die neun davor entschieden, ohne es zu merken.

Häufige Fragen zur Sportwetten-App für Android

Woran lässt sich eine gute Wett-App objektiv messen?

An drei Dingen, die sich nachprüfen lassen: der Eintrag in der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder mit dem Namen des Inhabers, die Funktionen, die die Entwicklerbeschreibung im Store tatsächlich benennt, und die Bedingungen, die vor der Einzahlung einsehbar sind. Ein Ranking zusätzlicher Anbieter darf kein Messwert sein.

Was ist beim Herunterladen aus dem Store zu beachten?

Der legale Weg auf ein Android-Gerät führt über Google Play. Eine Installationsdatei von einer fremden Seite umgeht die Prüfung des Stores und ist der klassische Weg für Schadsoftware. Außerdem muss die Domain, von der eine Datei stammt, nicht die Domain sein, für die eine Erlaubnis eingetragen ist.

Wie prüfe ich, ob die Betreiberfirma meiner App auf der Whitelist steht?

Domain des Anbieters in der Übersicht der erlaubten Anbieter auf der Seite der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder suchen und mit dem dort genannten Inhaber vergleichen. Der Name im App-Store und der Name in der Liste gehen oft auseinander. Eine .de-Endung beweist nichts, sie ist frei registrierbar.

Welche Zahlungsarten bieten Wett-Apps an?

Die Angaben der Anbieter nennen Debitkarte, PayPal, paysafecard, Apple Pay, Google Pay, Klarna Sofortüberweisung und Kreditkarten. Entscheidend ist nicht die Marke, sondern ihre Herkunft: Nach § 6b Abs. 4 GlüStV darf nur von einem Konto im eigenen Namen bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut eingezahlt werden, anonyme Zahlungsmittel sind ausgeschlossen.

Gelten Einzahlungsgrenze und OASIS auch in der App?

Ja, und sie gelten anbieterübergreifend. Nach § 6c Abs. 1 GlüStV sind standardmäßig 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter zusammen möglich, durchgesetzt über die LUGAS-Limitdatei. OASIS wird bei jeder Registrierung und jedem Login abgeglichen. Der Schutz endet dort, wo ein Anbieter nicht in der Whitelist steht.

Worauf kommt es bei Livewetten und Cash-out in der App an?

Livewetten sind nach § 21 Abs. 4 GlüStV eng begrenzt: laufend nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine ähnliche, seltene Komponente. Cash-out ist dagegen keine gesetzliche Regel, sondern eine Funktion jedes Anbieters mit eigenen Bedingungen.

Inhalt erstellt vom Team «Die besten Wett Apps»